Groenewegen gewinnt 8. Tour-Etappe

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Dylan Groenewegen gewinnt die achte Etappe der Tour de France und darf sich über seinen zweiten Etappen-Erfolg beim Rundfahrt-Klassiker freuen.

Der Niederländer vom Team LottoNL-Jumbo setzt sich am Samstag nach 181 km von Dreux nach Amiens im Massensprint vor dem Deutschen Andre Greipel und dem Kolumbianer Fernando Gaviria durch. Greipel und Gavira werden jedoch nachträglich aufgrund eines Gerangels im Sprint auf die Plätze 92 und 93 rückversetzt.

Dadurch erben Peter Sagan (SVK) und John Degenkolb (GER) die Plätze auf dem Podest hinter Groenewegen.

Der Belgier Greg van Avermaet behält vor der Fahrt nach Roubaix mit Kopfsteinpflaster-Abschnitten die Gesamtführung.

Groenewegen: "Ich bin stolz"

Mit seinem Erfolg am französischen Nationalfeiertag zog Groenewegen, der für das Team LottoNL fährt, nach Tagessiegen mit Fernando Gaviria und Sagan gleich. "Ich bin stolz, dass ich erneut gewonnen habe", sagte Groenewegen.

Der Slowake Sagan aus dem Team Bora fährt weiter im Grünen Trikot des Punktebesten, er hatte im April bei Paris-Roubaix triumphiert. Während Groenewegen sicher gewann, kam es zwischen den ursprünglich auf den Plätzen zwei und drein klassierten Andre Greipel und Gaviria im Finish zu unfreundlichen Berührungen. Beide wurden wegen irregulären Sprints von der Jury nachträglich an das Ende der Gruppe zurückversetzt.

Van Avermaet mischte wie am Vortag in einem Zwischensprint mit und sicherte sich diesmal eine Zeitgutschrift von einer Sekunde. Damit führt der Olympiasieger nun sieben Sekunden vor dem britischen Sky-Profi Geraint Thomas, einen der Adjutanten von Vierfach-Gesamtsieger Christopher Froome. Van Avermaet hat im Vorjahr den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen. Er fährt im BMC-Team des Mitfavoriten Richie Porte (AUS), der neun Sekunden Vorsprung auf Froome aufweist.

Der Brite Froome hat insgesamt 1:06 Minuten Rückstand (12.) und liegt in der Gesamtwertung vier Sekunden vor Ex-Sieger Vincenzo Nibali (ITA), der auf dem Kopfsteinpflaster besser zurechtkommen sollte. Froome war 2014 nach zwei Stürzen bei Regen in der "Hölle des Nordens" verletzt ausgeschieden.

Wirbelbruch bei Martin

Der Ire Daniel Martin büßte am Samstag durch einen Massensturz rund 17 Kilometer vor dem Ziel, von dem auch der Deutsche Tony Martin betroffen war, mehr als eine Minute ein.

Wie später bekannt wird, erleidet Martin bei dem Sturz einen Wirbelbruch. Er muss nach Angaben seines Teams nun für vier Wochen eine "absolute Radpause" einlegen - die Tour de France ist für Martin damit vorbei.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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