UCI stellt Doping-Verfahren gegen Froome ein

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Christopher Froome darf aufatmen: Der Rad-Weltverband UCI stellt das Doping-Verfahren gegen den vierfachen Tour-de-France-Sieger ein.

Der 33-Jährige wurde im September 2017 im Laufe der Vuelta a Espana auf einen erhöhten Wert des Asthmamittels Salbutamol getestet, durfte seinen Beruf nach dem Reglement der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aber vorerst weiterhin ausüben.

Die Entscheidung falle "basierend auf der Meinung von Experten", so die UCI.

Zuletzt stand die Möglichkeit im Raum, dass Froome bei der in Kürze beginnenden Tour de France 2018 zusehen müsste. Mit dieser Entscheidung dürfte einem Ausschluss aber die Grundlage entzogen worden sein, wie später auch offiziell bestätigt wird: Der Brite darf bei der Tour antreten.

"Es waren neun emotionale Monate", twittert Froome. "Danke an alle, die mich während dieser Zeit unterstützt und an mich geglaubt haben."

Die wichtigsten Passagen aus der Erklärung der UCI:

"Der Radsport-Weltverband (UCI) bestätigt, dass das Anti-Doping-Verfahren gegen Herrn Christopher Froome nun beendet wurde. (...)

Die Verbotsliste der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, Red.) sieht vor, dass ein Athlet beweisen darf, dass sein abnormales Ergebnis die Folge einer erlaubten Verwendung war, wodurch der Fall nicht als Regelverstoß (Adverse Analytical Finding) zu werten ist. (...)

Nach der Beweisaufnahme hat Herr Froome weitere Informationen von der WADA über die Charakteristiken von Salbutamol-Behandlungen angefragt. Nachdem er Informationen erhalten hatte, reichte Herr Froome seine Erklärung für das abnormale Resultat am 4. Juni 2018 ein, zusammen mit etlichen weiteren Beweisen von Experten.

Die UCI hat alle relevanten Beweise im Detail untersucht (in Zusammenarbeit mit den eigenen Experten und jenen der WADA). Am 28. Juni 2018 hat die WADA die UCI darüber informiert, dass sie aufgrund der speziellen Fakten dieses Falles akzeptiert, dass die Probe von Herrn Froome nicht als Regelverstoß zu werten ist. (...) Die UCI hat entschieden, ausgehend von der Position der WADA, das Verfahren gegen Herrn Froome abzuschließen.

Die UCI hätte es natürlich bevorzugt, den Fall früher in der Saison zu einem Ende zu bringen, musste aber Herrn Froome einen fairen Prozess garantieren, so wie sie es bei jedem anderen Fahrer auch gemacht hätte, und dass die Entscheidung korrekt ist. Nachdem die Position der WADA am 28. Juni eingegangen war, hat die UCI ihre Entscheidung so schnell wie möglich vorbereitet und verkündet.

Die UCI ist sich bewusst, dass die Entscheidung eine umfassende Diskussion auslösen wird, aber versichert allen, die am Radsport beteiligt oder interessiert sind, dass die Entscheidung auf Expertenmeinungen, dem WADA-Ratschlag und der vollständigen Beurteilung der Fakten fußt. Die UCI hofft, dass die Radsport-Welt ihren Fokus nun auf die anstehenden Rennen richtet und sich an diesen erfreut."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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