Kolumbien feiert Giro-Triumphator Egan Bernal

Kolumbien feiert Giro-Triumphator Egan Bernal Foto: © GEPA
 

Nach seinem Triumph beim 104. Giro d'Italia feiert und beglückwünscht ganz Kolumbien Radprofi Egan Bernal - und lässt für einen Tag die seit rund einem Monat anhaltenden, von Gewalt überschatteten Proteste vergessen.

Hunderte Menschen bejubelten in Zipaquira im Großraum Bogota, wo der 24-Jährige aufgewachsen ist, den Triumph, wie auf Fotos der kolumbianischen Zeitung "El Tiempo" Stunden nach der Triumphfahrt von Bernal in Mailand zu sehen war.

Viele von ihnen trugen Trikots der Fußball-Nationalmannschaft oder Trikots der britischen Ineos-Mannschaft, deren Kapitän Bernal ist, und waren ausgestattet mit Fahrrädern. Zu den prominenten Gratulanten gehörte unter anderem Fußballer Radamel Falcao. "Beifall und Bewunderung", schrieb der Profi von Galatasaray Istanbul auf Twitter.

Kolumbiens Politiker feiern Bernal und Martinez als große Vorbilder

Damiano Caruso, Egan Bernal und Simon Yates
Foto: © GEPA

Kletterspezialist Bernal fixiert seinen Gesamtsieg beim Giro d'Italia mit einem 24. Platz im finalen Einzelzeitfahren am Sonntag in Mailand. Er entscheidet die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 1:29 Minuten auf den Italiener Damiano Caruso für sich. Caruso holt im Zeitfahren nur 30 Sekunden auf Bernal auf. Gesamt-Dritter wird der Brite Simon Yates mit einem Rückstand von 4:15 Minuten.

Spätestens seit seinem Sieg bei der Tour de France 2019 ist er im Radsport-verrückten Kolumbien ein Nationalheld.

Die Bürgermeisterin von Kolumbiens Haupt- und Bernals Geburtsstadt Bogota, Claudia Lopez, schrieb auch mit Blick auf den Fünften Daniel Martinez, der Bernal geholfen hatte, die ein oder andere Schwäche zu überwinden: "Glückwunsch an unsere beiden Campeones dafür, dass sie uns den Wert der Freundschaft, der Leidenschaft, der Disziplin und der Teamarbeit gelehrt haben."

Präsident Ivan Duque hob Bernal und Martinez als Beispiele für die Jugend hervor, die derzeit gegen seine Politik demonstriert. "Danke für so viel Freude und dafür, den Namen des Landes in den Vordergrund zu stellen."

Seit Ende April gibt es in verschiedenen Städten des südamerikanischen Landes immer wieder zahlreiche Proteste und auch Ausschreitungen mit Toten.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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