Dumoulin überrascht Quintana im Kampf um Rosa

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Die 14. Etappe des Giro d'Italia bietet nach einer flachen Anfahrt aus Castellania nach 131 km eine spektakuläre Bergankunft in Oropa.

Nicht der hoch gehandelte Nairo Quintana (COL) gewinnt nach einer Attacke den Bergsprint, sondern der niederländische Zeitfahr-Spezialist Tom Dumoulin überrascht mit seinem 2. Tagessieg.

Der Gesamtleader triumphiert vor Ilnur Zakarin (Katusha/+3 Sek.), Mikel Landa (SKY/+9) und Quintana (+14). Dumoulin baut damit die Führung auf 2:47 Minuten gegenüber Quintana aus.

Auch Nibali und Pinot kommen nicht

Tom Dumoulin (Bild), Kapitän des Sunweb-Teams und Mannschaftskollege des Steirers Georg Preidler, untermauert mit seinem unglaublichen Finish und der unerwarteten Machtdemonstration, dass er nicht so schnell gewillt ist, das "Maglia rosa" auszuziehen.

Es ist der zweite Giro-Etappensieg Dumoulins nach dem Triumph im Zeitfahren und sein insgesamt dritter Erfolg bei der Italien-Rundfahrt. Der Niederländer gewinnt als erster nicht-italienischer Radprofi in Wallfahrtsort Oropa im Piemont, während die Italiener bei der 100. Auflage ihrer Rundfahrt noch immer auf den ersten Etappensieg warten.

Der Italiener Vincenzo Nibali (+ 43 Sek.) und der Franzose Thibout Pinout (+35) - Mitfavoriten auf den Gesamtsieg - können dem Angriff von Dumoulin ebenfalls nichts entgegensetzen. Pinot liegt als Dritter gesamt nun 3:25 Minuten zurück, Nibali als Vierter weist bereits 3:40 Rückstand auf. Zakarin (+4:24) und Bauke Mollema (+4:32) folgen im Kampf um Rosa auf den Rängen.

Patrick Konrad hält Österreichs Fahnen hoch

Als bester des rot-weiß-roten Quintetts bei der Italien-Rundfahrt kommt Patrick Konrad (+1:14 Minuten) als 14. ins Ziel. Der Bora-hansgrohe-Profi aus Niederösterreich verbessert sich damit in der Gesamtwertung nach 14 von 21 Etappen mit einem Rückstand von 22:27 Minuten auf den 24. Rang.

Georg Preidler (Sunweb), der als 64. der Etappe 6:27 Minuten einbüßt, freut sich mit seinem Kapitän: "Tom ist in einer überragenden Form. Wir werden alles unternehmen, um ihn weiter voll zu unterstützen. Jeder Tag in Rosa ist für uns ein großartiger Tag."

Gregor Mühlberger (93./Bora-hansgrohe) verliert 9:11 Minuten, Felix Großschartner (115./CCC) kommt 12:33 Minuten nach Dumoulin ins Ziel und Lukas Pöstlberger (133./Bora-hansgrohe) reißt einen Rückstand von 14:15 Minuten auf.

Textquelle: © LAOLA1.at

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