Österreich schreibt Olympia ab

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Sport Austria-Präsident Hans Niessl hält eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) für "unumgänglich".

Da nach Kanada und Australien nun auch die USA eine Verschiebung befürworten, könne er sich nicht mehr vorstellen, dass die Spiele wie geplant durchgeführt werden können, teilte Niessl in einer Aussendung mit.

"Die Letztentscheidung liegt aber freilich bei der olympischen Bewegung und der japanischen Regierung", hieß es weiters. Niessl hielt aber fest. "Unsere Athletinnen und Athleten haben ein Recht auf ihre Gesundheit. Diese muss immer an erster Stelle stehen! Dazu kommt noch die Frage der noch durchzuführenden Olympia-Qualifikationen angesichts der Tatsache, dass wir in Europa den Höhepunkt der Coronakrise noch nicht wirklich abschätzen können", betonte Niessl.

Mennel: "Kann es mir nicht vorstellen"

Am Montag hatte sich bereits Österreichs Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler für eine Verschiebung ausgesprochen. Die Bundesregierung, das Sportministerium, aber auch das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) würden die Situation täglich neu bewerten und mit Sorge die steigenden Covid-19-Fallzahlen in den meisten europäischen und außereuropäischen Ländern beobachten.

Das ÖOC rechnet mittlerweile auch nicht mehr mit einer Durchführung im Sommer. "Die Gesundheit der Athleten steht an erster Stelle, und wenn diese nicht gewährleistet ist beziehungsweise der Coronavirus nicht im Griff ist und sich auch die gesamte Weltsituation hier nicht entspannt, dann kann ich es mir nicht vorstellen", sagte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. Die Meinung der österreichischen Sportler sei eindeutig: "Die Tendenz der Athleten ist klar erkennbar für eine Verschiebung."

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist laut einer nicht näher genannten Quelle mit einer Entscheidung in den nächsten Tagen zu rechnen. Für den (heutigen) Dienstag ist eine Telefonkonferenz zwischen IOC-Präsident Thomas Bach und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe geplant. Auch der Präsident des Organisationskomitees in Tokio, Yoshiro Mori, Tokios Gouverneurin Yuriko Koike und Japans Olympiaministerin Seiko Hashimoto sollen daran teilnehmen.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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