Olympia ohne Auswirkung auf Corona-Lage
Die Sportlerinnen und Sportler hätten es genossen, sich nach langen Monaten der Pandemie wiederzusehen. "Sie waren sehr dankbar dafür, dass diese Spiele endlich stattfinden können", versicherte der IOC-Chef. Wegen Corona waren die Tokio-Spiele um ein Jahr verschoben worden.
Die Qualität des Sports sei trotz der teils schwierigen Vorbereitungen auf Olympia oft "extrem hoch" gewesen, sagte Bach. Die Spiele seien "ein großer Erfolg für Japan, aber auch für das IOC und die ganze Sportwelt", betonte der Deutsche.
Angesichts stetig steigender Corona-Zahlen in Tokio hat Bach Auswirkungen der Olympischen Spiele auf die Infektionslage in der Gastgeberstadt erneut ausgeschlossen. "Diese Behauptungen von indirekten Effekten sind ziemlich unbegründet. Ich kenne keine Zahlen, die das belegen", sagte er.
Er könne nur auf die Aussagen von Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga und Tokios Gouverneurin Yuriko Koike verweisen, die versichert hätten, es gebe weder einen direkten noch indirekten Einfluss der Sommerspiele auf die Corona-Situation in der Hauptstadt.
Mit mehr als 5.000 Neuinfektionen hatte Tokio zuletzt einen Tageshöchststand seit Ausbruch der Pandemie erreicht. Das schürt die Sorge vor einem Kollaps des Gesundheitssystems.
Tokio 2020 zeigt: Großereignise trotz Pandemie möglich
Die Mission des IOC sei es gewesen, Olympia in Kooperation mit den Gastgebern sicher zu machen, meinte Bach.
"Alle Zahlen bestätigen, dass das Konzept der Anti-Corona-Maßnahmen funktioniert hat", versicherte der 67-Jährige. Dies hätten auch internationale Experten und die Weltgesundheitsorganisation bestätigt.
Die Tokio-Spiele haben Bach zufolge "eine Botschaft der Hoffnung, der Solidarität und des Friedens" gesendet. Man habe bewiesen, auch unter den Bedingungen einer Pandemie ein weltweites Großereignis ausrichten zu können.