Corona-Anstieg in Tokio: Olympia in Gefahr?

Corona-Anstieg in Tokio: Olympia in Gefahr? Foto: © getty
 

In Japans Hauptstadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit der Aufhebung des Notstands wieder an. Am Samstag meldete der Austragungsort der im Sommer geplanten Olympischen Spiele 430 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist der höchste Stand seit 18. Februar.

Erst vor einer Woche hatte die konservative Regierung des Landes nach mehr als zwei Monaten den Notstand aufgehoben. Seither sind wieder deutlich mehr Menschen auf den Straßen, zumal die Kirschblütenzeit begonnen hat. Auch andernorts nimmt die Sorge über wieder steigende Infektionszahlen zu. Am Freitag meldete Japan erstmals seit dem 6. Februar mehr als 2.000 Neuinfektionen.

Mehrheit der Bevölkerung gegen Olympia

Viele Japaner befürchten, dass sich das Coronavirus durch den am Donnerstag gestarteten Olympischen Fackellauf und die von 23. Juli bis 8. August geplanten Spiele weiter ausbreitet.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist laut Umfragen für eine erneute Verschiebung oder gar eine Absage der Sommerspiele. Dennoch halten Japan und das Internationale Olympische Komitee (IOC) an ihren Plänen fest.

Gäste-Anzahl wird reduziert

Die Zahl ausländischer Olympia-Gäste soll allerdings drastisch reduziert werden. Ausländischen Fans und Familien der Athleten wird die Einreise nicht gestattet. 30.000 Sportler, Trainer und Teammitglieder werden erwartet.

Die Zahl der zugelassenen Offiziellen soll laut Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo von 60.000 auf 30.000 verringert werden.

Weitere Gespräche geplant

Das IOC teilte zu dem Thema am Freitag mit, dass nur diejenigen Personen akkreditiert werden, die wesentliche Rollen hätten und mit der Durchführung der Wettkämpfe befasst seien. Dazu würden als Entscheidungsträger allerdings auch alle IOC-Mitglieder zählen.

In Kürze sollen Gespräche mit von Kürzungen betroffenen Organisationen beginnen. Dazu könnten laut Kyodo-Angaben neben Gästen des IOC und von Sponsoren auch Vertreter internationaler Sportverbände und der Medien gehören.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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