IOC zieht positive Rio-Bilanz

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Die IOC-Führungsriege um Präsident Thomas Bach zieht am Dienstag zufrieden Bilanz über die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Das Internationale Olympische Komitee sieht die Spiele trotz des russischen Dopingskandals und etlicher Pannen als Erfolg an.

Laut Christophe Dubi, dem Generaldirektor für Olympische Spiele, waren die Spiele für Rio und die olympische Bewegung in jeder Hinsicht ein Erfolg.

"Aus organisatorischer Sicht haben die Spiele funktioniert. Waren Sie perfekt? Nein", so Dubi.

Rio kämpft gegen die Pleite

Doch trotz aller Widrigkeiten hätten die Organisatoren eine außerordentliche Leistung abgeliefert. Und das Erbe der Spiele sei für Rio in puncto Verkehr und als touristische Attraktion groß.

Den Rio-Organisatoren hatte mitten in der sportlichen und wirtschaftlichen Krise Brasiliens Geld gefehlt, um beispielsweise Transport und Versorgung für Zuschauer und freiwillige Helfer reibungslos hinzubekommen.

Der Bundesstaat Rio de Janeiro kämpft nach dem Großereignis weiter gegen die Pleite. Sinkende Öleinnahmen, die Haupteinnahmequelle, wie auch das Erbe der Spiele belasten den Etat. Es mangelt an Geld für öffentliche Aufgaben wie Sicherheit und Gesundheit. Die Kriminalität selbst in eigentlich sicheren Vierteln steigt.

Kritik und viele Rekorde

Auf der sportlichen Seite verbucht das IOC beispielsweise mehr als 100 olympische und Weltrekorde als Spitzenleistung sowie die Gold-Debüts von Ländern wie Kosovo gleich bei der erster Teilnahme.

Das IOC hatte vor Rio erheblich in der Kritik gestanden, die russische Mannschaft trotz Beweisen für staatlich geduldetes Doping bei den Winterspielen 2014 starten zu lassen.

Russische Sportler traten nach Einzelüberprüfungen in Rio an, mussten sich aber von Konkurrenten und Publikum Pfiffe und Ablehnung gefallen lassen.

Hohe Fernseh-Präsenz

Herausragend ist für das IOC, wie die aus Rio gesendeten Bilder im Fernsehen und auf digitalen Plattformen weltweit aufgenommen wurden. "Das waren die am meisten gesehenen Spiele jemals", sagte IOC-Marketing-Direktor Timo Lumme.

Niemals zuvor wurde demnach soviel Olympia auf diesen beiden Kanälen übertragen: 350.000 Stunden aus Rio im Vergleich zu etwa 200.000 Stunden aus London 2012.

Marktforscher im Auftrag des IOC sagen, dass hinsichtlich der Anziehungskraft und Bekanntheit die Olympischen Spiele alle anderen globalen Sportereignisse hinter sich gelassen hätten.

Textquelle: © LAOLA1.at

Mundo Deportivo: Cristiano Ronaldo gewinnt Ballon d'Or

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare