Gardos nach Sieg über Nr. 2 im EM-Viertelfinale

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Österreichs Chance auf eine Medaille bei der Tischtennis-EM in Budapest lebt.

Robert Gardos zieht am Samstag überraschend ins Viertelfinale ein. Der als Nummer 21 gesetzte Österreicher besiegt den an zwei gereihten Weißrussen Wladimir Samsonow mit 4:3 (10,8,-4,-6,5,-7,7).

Nächster Gegner in der Runde der besten Acht ist der an Nummer sechs gesetzte Franzose Simon Gauzy. Das Spiel findet am Samstag um 21:15 Uhr statt und wird LIVE von LAOLA1.tv übertragen.

Gegen Gauzy geht es für Gardos um um eine Medaille, seine zweite im Einzel nach Bronze 2008.

Konzentration als Schlüssel zum Erfolg

Der Frankreich-Legionär fand gegen den Weltranglisten-Neunten rasch gut ins Spiel, nach einer 2:0-Satzführung übernahm aber vorerst der Rio-Olympiavierte aus Minsk das Kommando. Auch die erneute Führung von Österreichs Nummer zwei egalisierte Samsonow, die Nummer zwei des Turniers.

Also musste Satz sieben entscheiden. In diesem agierte Gardos sehr konzentriert, zog auf 10:4 davon und verwertete letztlich nach einem taktisch klug genommenen Time-Out seinen vierten Matchball.

"Der Schlüssel zum Erfolg war, dass ich meine Konzentration sehr gut halten konnte", erklärte Gardos. "Samsonow kann sein Spiel extrem variieren, man muss immer mit etwas Neuem rechnen. Wenn man nicht hundert Prozent fokussiert ist, ist man schnell überrumpelt." Der 37-Jährige verhinderte damit zumindest vorerst, dass die seit 1998 bzw. über 14 Europameisterschaften anhaltende Medaillenserie endete.

Endstation für Fegerl

Fegerl musste dieses Ziel zweimal innerhalb von drei Stunden abhaken. Nach dem 3:4 mit dem Portugiesen Joao Monteiro gegen das deutsch-dänische Duo Patrick Franziska/Jonathan Groth geriet er gegen den Franzosen Emmanuel Lebesson in Sätzen 0:1 und 1:3 in Rückstand.

Im fünften Durchgang gelang es dem Waldviertler, bei einem 7:10-Rückstand mit fünf Punkten in Folge die Entscheidung abzuwenden. In Satz sechs machte er aus einem 3:9 ein 9:10, der nächste Punkt ging aber an Lebesson, der mit 4:2 triumphierte.

Nachdem der deutsche Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov in der zweiten Runde fast sensationell von Jakub Dyjas (19) mit 4:2 ausgeschaltet worden war, setzte sich der polnische Überraschungsmann gegen Monteiro 4:1 durch. Zweiter Überraschungsmann unter den letzten acht war der Finne Benedek Olah (32), Auftaktsieger gegen den rot-weiß-roten EM-Debütanten David Serdaroglu. Höchstgereihter Spieler im Viertelfinale war der Portugiese Marcos Freitas (3).

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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