Die Rückkehr der Königin

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Die Rückkehr der Königin

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Es ist ruhig geworden um Ronda Rousey.

Über ein Jahr ist es nun her, dass das (damalige) Gesicht der UFC von Holly Holm derartig ramponiert wurde, dass es plastischer Chirurgie bedurfte, um es wieder in Stand zu setzen.

Nun ist sie zurück.

Das US-Girl, deren Fights die UFC in neue Sphären hob, ist auf Revanche aus und will in der Nacht auf 31. Dezember (im LIVE-Stream) in Las Vegas gegen Amanda Nunes den Titel zurückerobern. Ihren Titel.


Armanda Nunes vs. Ronda Rousey am 31. Dezember, 4 Uhr im LIVE-Stream


Doch etwas ist anders als früher.

Rousey hat sich verändert. Die bittere Niederlage – die erste ihrer Karriere – hat mit ihr etwas gemacht.

Niederlagen sind lehrreicher

Rousey ist 29 Jahre alt. In diesen 29 Jahren durchlebte sie Höhen und Tiefen. Von der Olympia-Bronzenen im Judo 2008 über ihr fast mittelloses Leben, als sie in ihrem Wagen hauste, bis hin zum kometenhaften Aufstieg zur UFC-Ikone, die Millionen scheffelt.

Obwohl Rousey nicht zuletzt wegen der angesprochenen Durststrecke nie vergessen hat, woher sie kommt, drohte ihr durch die lange Zeit im Scheinwerferlicht der Blick für das Wesentliche verloren zu gehen.

Rousey wird der Brasilianerin Armanda Nunes gegenüberstehen
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Dinge, die sie selbst verkörperte. Doch damit war nach dem Holm-Kampf Schluss. Zumindest zu einem überwiegenden Teil.

Rousey lernte, „Nein“ zu sagen. „Nein“ zu Terminen, „Nein“ zu Medien-Anfragen, „Nein“ zu Filmrollen. „Nein“ zu all den Sachen, die ihr nicht helfen zu gewinnen.

Fuck the money

Ihre Selbstfindung zog gleichermaßen eine Distanzierung von „Rampensäuen“ wie Conor McGregor oder Box-Legende Floyd Mayweather nach sich, den momentan strahlkräftigsten Sternen am Kampfsporthimmel.

„Wenn Geld die Motivation ist, dann scheiß drauf. All diese Leute…Money Mayweather, Money McGregor. Die spielen sich doch auf und die Menschen kaufen es ihnen ab“, findet Rousey klare Worte.

Die Anbetung von Geld in unserer Gesellschaft sei tief verwurzelt. „Aber nur weil es die einfachste Möglichkeit ist, die Aufmerksamkeit der Leute zu bekommen oder sie zu unterhalten, heißt das nicht, dass das der richtige Weg ist.“

Sieht man die Nippel?

Um sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen und für ihr Comeback zu schuften, zog sich Rousey zuletzt in eine Hütte in den Wäldern zurück.


Perfect never gets a shot at redemption. So, yeah, I'm fine not being perfect. #PerfectNever #BeMoreHuman @reebokwomen

Ein von rondarousey (@rondarousey) gepostetes Video am


Doch warum überhaupt ein Comeback? Finanziell hat die einstige Aushilfs-Kellnerin schließlich schon längst ausgesorgt. Zumal ihre Ideal-Vorstellung vom Leben – irgendwann in Alaska oder Idaho ein Haus voller Kinder und Tiere zu haben – alles andere als hochtrabend scheint.

Ihr Antrieb, noch einmal in das Octagon zurückzukehren, ist demnach ein anderer. Nämlich sich selbst und der Welt zu zeigen, dass sie nach wie vor die Beste der Welt ist. „Ich möchte erhobenen Hauptes davongehen können. Ich will nicht nur ‚gut genug‘ für mein Erbe sein“, geht es Rousey um Erlösung.

In den abgelaufenen Jahren habe sie sich oft mehr über das Aussehen ihrer Füße oder unter einem Kleid hervortretende Nippel Gedanken gemacht, als über ihre nächste Gegnerin. Eine Einstellung, die Holm jäh auslöschte. Der Fokus liegt nun wieder zu hundert Prozent auf dem, was zählt.

Und sollte die Rückeroberung des Titels klappen, bleibt nur noch ein Ziel: Das mit Holly Holm zurechtrücken.

Textquelle: © LAOLA1.at

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