Schwimm-WM: OSV-Damen besser als die Herren

Schwimm-WM: OSV-Damen besser als die Herren Foto: © GEPA
 

Lagen-Schwimmer Patrick Staber wird am Sonntag zum Abschluss der österreichischen Einsätze bei den Langbahn-Weltmeisterschaften in Gwangju über 400 m disqualifiziert.

Beim 23-Jährigen werden auf der Brustlage nach der 250-m-Wende zwei Delfin-Beinschläge erkannt. Mit seiner Zeit (4:18,18 Min.) hätte Staber unter 41 Aktiven Rang 18 belegt, seine Bestzeit (4:15,23) hätte für das Finale gereicht.

"Die Burschen kamen leider weder an die ausgegebenen, noch an die selbst angestrebten Zielsetzungen heran", bilanziert OSV-Sportdirektor Walter Bär gegenüber der Austria Presse Agentur das Abschneiden der vier österreichischen männlichen Teilnehmer an den Bewerben der Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Südkorea.

"Es ist irrsinnig ärgerlich, wenn du deinen einzigen WM-Start verpatzt", meint Patrick Staber (im Bild li.) über sein Missgeschick.

"So etwas ist mir überhaupt noch nie passiert. Ich habe es beim Rennen auch nicht bemerkt. Mir hat erst danach ein Kollege gesagt, dass ich disqualifiziert worden bin."

Walter Bär geht in seinem Resümee auch noch auf die anderen beiden in Südkorea vertretenen OSV-Sparten ein: "Die angestrebte Olympia-Qualifikation beim Open Water (durch David Brandl, Anm.) haben wir leider verpasst, wobei wir wussten, dass der Zeitpunkt dafür hier nicht ideal war. Die Synchron-Damen haben bei vier Starts vier Final-Teilnahmen erreicht. Das ist wieder sehr erfreulich. Wobei ihre Platzierungen nicht die guten Leistungen widerspiegeln."

ÖSV-Präsident Arno Pajek: "Synchron-Damen sind eine Bank!"

OSV-Präsident Arno Pajek meint nach den Titelkämpfen: "Grundsätzlich herausragend war der siebente Platz und das Finale von Caroline Pilhatsch, und natürlich auch das bestätigte Olympia-Limit von Marlene Kahler."

Weiters meint der Anwalt aus Innsbruck: "Schade ist es um die verpassten Semifinali. Es bestätigt sich auch hier wieder, dass ein Großereignis eigene Gesetze hat, weshalb manche ihr Potenzial nicht ausschöpfen konnten. Unsere Synchron-Damen waren wie immer eine sichere Bank für das Finale."

Felix Auböck erreichte über 400 wie über 800 m Kraul anders als geplant weder Finale noch eine Olympic Qualifying Time, für den zweifachen Finalisten der Budapest-WM 2017 ist Rang 13 (400 m) das beste Ergebnis.

Valentin Bayer bleibt über 100 und 200 m Brust über seinen Bestzeiten und von einem Semifinale entfernt, ebenso wie Bernhard Reitshammer über 50 m Brust, Rücken und Kraul sowie 100 m Rücken.

Positives Resümee für Österreichs Schwimm-Damen

Positiv fällt hingegen Bärs Resümee für die drei rot-weiß-roten weiblichen WM-Teilnehmerinnen aus.

OSV-Trio Pilhatsch (l.), Kahler und Grabowski (r.)
Foto: © GEPA

"Die Mädels haben die Erwartungshaltungen erfüllt - mit Finale, drei österreichischen Rekorden, Top 16 und einmal hauchknapp am Semifinale vorbei", fasst der Delegationsleiter zusammen.

Das eine knapp verpasste Semifinale betrifft Lena Grabowski über 200 m Rücken, die 16-Jährige kommt bei ihrem einzigen WM-Einsatz nach Swim-off mit OSV-Bestmarke auf den 17. Rang.

Die anderen zwei neuen österreichischen Rekorde gehen auf das Konto von Caroline Pilhatsch, je einer über 50 und 100 m Rücken.

Caroline Pilhatsch schafft einzige Finalteilnahmen

Die Steirerin sorgt als Rückensprint-Siebente auch für die einzigen beiden OSV-Teilnahmen (Semifinale, Endlauf) an Finalsessions. Es ist die insgesamt 24. österreichische Teilnahme an einem Langbahn-WM-Finale. Pilhatsch gesellt sich da zu Markus Rogan, Mirna und Dinko Jukic, Fabienne Nadarajah, Maxim Podoprigora und Auböck.

Kraulerin Marlene Kahler kommt über 200 und 400 m auf persönliche Bestleistungen, über 1.500 m erbringt die 18-jährige Niederösterreicherin erneut die Olympia-Norm. Es kommt aber kein weiteres OSV-Fixticket für die Spiele 2020 in Tokio dazu, zusätzliche Qualifikationen waren freilich ein klares Ziel aller gewesen.

Die nächste Chance gibt es Anfang August. Pilhatsch wird da beim Tokio-Weltcup am Start sein, parallel laufen die Staatsmeisterschaften in Innsbruck.

OSV-Bilanz der Schwimm-WM 2019

Die Top-20-Platzierungen österreichischer Teilnehmer bei den 18. Schwimm-Weltmeisterschaften in Gwangju sowie die Anzahl nationaler Rekorde und persönlicher Bestleistungen der Beckenschwimmer bei den Titelkämpfen in Südkorea:

TOP-20-PLATZIERUNGEN OSV-ATHLETEN (10):

SCHWIMMEN - Langbahn (6):

Caroline Pilhatsch (50 m Rücken/7., 100 m Rücken/20.)
Felix Auböck (400 m Kraul/13.)
Marlene Kahler (400 m Kraul/14., 1.500 m Kraul/19.)
Lena Grabowski (200 m Rücken/17.)

Österreichische Rekorde (3):

Pilhatsch (2/50 und 100 m Rücken)
Grabowski (1/200 m Rücken)

Persönliche Bestleistungen Schwimmen inkl. öst. Rekorde (5):

Pilhatsch 2
Kahler 2
Grabowski 1

"Olympic Qualifying Time" für Sommerspiele 2020 in Tokio (1):

Kahler (1.500 m Kraul)

SYNCHRONSCHWIMMEN (4):

Vasiliki Pagona Alexandri (2): Technische Kür (8.), Freie Kür (8.)
Anna-Maria, Eirini Alexandri (2): Technische Kür (8.), Freie Kür (10.)

Anmerkung: Die nächsten Weltmeisterschaften werden 2021 in Fukuoka in Japan stattfinden.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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