Ex-Skisprung-Trainer schwamm ins Guinness-Buch der Rekorde
Der 49-jährige Sportwissenschaftler Gerald Daringer schwamm sechs Kilometer durch eisiges Wasser. All das lediglich mit Badehose, Haube und Brille.
Während im Juli die meisten Menschen mit der Hitze zu kämpfen haben, ging es für den Tiroler Gerald Daringer ins vier Grad kalte Wasser.
Der Eisschwimmer konnte im Sommer vor Spitzbergen in Norwegen seinen insgesamt sechsten offiziell ratifizierten Polar-Eiskilometer absolvieren.
Dabei handelt es sich um offiziell anerkannte Extrem-Schwimmstrecken im Eisschwimmen. Diese werden von der International Ice Swimming Association (IISA) nach strengen Kriterien dokummentiert und validiert.
Fünf Kilometer in sechs Tagen
Mit seinem sechsten Polar-Eiskilometer egalisiert er den bisherigen Rekord des Südafrikaners Ram Barkai und sichert sich einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.
Fünf der sechs Kilometer legte der 49-Jährige dabei innerhalb von nur sechs Tagen zurück. Zwei Kilometer sogar am selben Tag.
"Zweimal an einem Tag über einen Kilometer im Polarmeer – das funktioniert nur, wenn Kopf, Atmung und Nervensystem trainiert sind", so der Stubaier in einer Aussendung.
"Kälte wird man nicht los, indem man gegen sie ankämpft. Man muss lernen, sie zu regulieren."
Von der Skisprung-Schanze ins Eisbecken
Daringer war vor seiner Karriere als Eisschwimmer und Sportwissenschaftler insgesamt zwölf Jahre für den ÖSV tätig - zwischen 2006 und 2013 sogar als Cheftrainer des Skisprung-Frauenteams.