Langjähriger Top-10-Spieler beendet Karriere vor Heimpublikum
Der japanische Tennis-Star hängt nach fast zwei Jahrzehnten Profitennis seinen Schläger an den Nagel.
Die ehemalige Nummer vier der Welt, Kei Nishikori, beendet seine Profikarriere als Tennisspieler. Sein letztes Match absolvierte er vor Heimpublikum zu Hause in Tokio.
Der Japaner gilt in seiner Heimat als absoluter Tennis-Star und Pionier der Sportart. Viele Spielerinnen und Spieler in der Weltelite, unter anderem Naomi Osaka, seien von den Leistungen Nishikoris inspiriert worden.
Vorreiter in Japan
Nishikori war der erste Japaner, der in die Top-Ten der ATP-Weltrangliste vorgestoßen war und blieb dort fast drei Jahre am Stück. In seiner gesamten Karriere befand er sich insgesamt 212 Wochen lang unter den zehn besten Tennisspielern der Welt.
An seinem Höhepunkt hatte er in der Ära der "Großen Drei" - Federer, Nadal und Djokovic - Position vier in der Weltrangliste inne. Drei Mal konnte er den Schweizer besiegen, jeweils zwei Mal den Spanier und den Serben.
Zwölf ATP-Titel und 15 weitere Finals stehen bei ihm in der Statistik zu Buche. Ein ATP-1000-Turnier oder ein Grand Slam konnte der 36-Jährige allerdings nie gewinnen. 2014 schrammte Nishikori knapp daran vorbei, als er bei den US Open in seinem einzigen Major-Finale dem Überraschungssieger Marin Cilic unterlag.
Verletzungen bremsten die Karriere
Ein weiteres Karrierehighlight waren die olympischen Spiele 2016. In Rio konnte er Rafael Nadal im Kampf um Bronze niederringen und gewann die erste japanische Tennis-Olympiamedaille seit fast einem Jahrhundert.
In den vergangenen Jahren hatte Nishikori immer mehr mit Verletzungen zu kämpfen und stürzte in Folge auch im Ranking ab. Jetzt, mit 36 Jahren, beendete er beim ATP-Turnier in Tokio, welches er zwei Mal gewinnen konnte, mit einer Niederlage gegen Frances Tiafoe seine erfolgreiche Karriere.