Die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun", einer der Sponsoren der Spiele, berichtete unterdessen von "Chaos" auf Flughäfen unter den Mitarbeitern, die versuchten, olympische Delegationen zu führen.
Auch in Hotels gebe es Probleme bei der Durchsetzung der Verhaltensregeln für Olympia-Teilnehmer. Es sei bereits eine Woche vor Beginn der Spiele "offensichtlich" geworden, dass die Pläne der Organisatoren zur Trennung von Olympia-Teilnehmern und der allgemeinen Bevölkerung "kläglich gescheitert" seien. Die "Blase", in der sich die Athleten und ihre Bezugspersonen eigentlich befinden sollen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, sei "bereits geplatzt", hieß es.
Tokio befindet sich auch für die gesamte Dauer der Spiele erneut in einem Notstand, da die Corona-Infektionen wieder deutlich steigen. Am Donnerstag meldete die Hauptstadt des Landes 1.308 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, der höchste Stand seit einem halben Jahr. Um eine Ausbreitung des Coronavirus und seiner Delta-Variante zu verhindern, haben Japans Organisatoren Zuschauer von nahezu allen Wettkämpfen während der Olympischen Sommerspiele ausgeschlossen.