Suljovic spricht über Top 4 der Order of Merit

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Österreichs Darts-Star Mensur Suljovic steht vor der am 14. Dezember beginnenden Weltmeisterschaft in London auf Rang fünf der Order Of Merit, die Rangliste der Professional Darts Corporation.

Die Order of Merit basiert auf den Preisgeldern der vergangegen 24 Monate. Sie ist vor allem im Bezug auf Turnier-Qualifikationen und Setzlisten von großer Bedeutung.

Im Gespräch mit LAOLA1 gibt der 45-jährige Wiener Mensur Suljovic ein Urteil über die vier vor ihm liegenden Spieler ab.

Platz 1 - Michael van Gerwen

Michael van Gerwen
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Der 28-jährige Niederländer ist derzeit das Maß aller Dinge im Darts-Sport. Der amtierende Weltmeister und Nummer 1 der Order of Merit hatte 2017 wieder ein herausragendes Jahr. Van Gerwen gewann unter anderem das Masters, die Premier League, die European Championship und den Grand Slam of Darts. All seine Erfolge des heurigen Jahres, sowohl in kleinen als auch großen Turnieren, aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Für Suljovic ist van Gerwen "eine Maschine". Österreichs Darts-Star imponiert die Konstanz des Niederländers: "Er ist ein Mensch, der sehr viel trainiert und auch schon im Training sehr gut spielt."

Platz 2 - Peter Wright

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"Snakebite" Peter Wright hat sein bestes Jahr auf der PDC-Tour hinter sich. Der auf Rang 2 der Order of Merit liegende Schotte konnte heuer erstmals ein Major-Turnier gewinnen. Im März gewann der 48-Jährige, nach drei Final-Niederlagen in den Jahren davor, endlich die UK Open. Darüberhinaus sicherte sich Wright den Sieg beim German Darts Masters.

Abseits seiner Siege konnte der von Suljovic als "Ikone" bezeichnete Wright das Finale von drei weiteren Major-Turnieren erreichen.

Mensur Suljovic meint, dass man sich von Wrights extravagantem Aussehen nicht in die Irre führen lassen sollte: "Man könnte glauben, dass kein so guter Darts-Spieler dahintersteckt. Er macht einen Schmäh und seinen Tanz, aber er ist ein Wahnsinns-Spieler. Er trainiert hart und ist für mich einer der Top-Favoriten und ich wünsche ihm das Beste."

Platz 3 - Gary Anderson

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Der Doppel-Weltmeister der Jahre 2015 und 2016 konnte in diesem Jahr zwar kein Major gewinnen, sicherte sich aber immerhin den Gewinn zweier Minor-Turniere. Die aktuelle Nummer 3 der Order of Merit verlor im Finale des Masters Turniers und scheiterte im Finale der Champions League an Mensur Suljovic.

Für seinen damaligen Final-Gegner ist vor allem die Fokussierung des Schotten ausschlaggebend: "Seine Konzentration ist ein Wahnsinn, faszinierend. Er trainiert zwei Stunden, ist aber komplett fokussiert und spielt auf der Bühne Wahnsinns-Darts."

Doch nicht nur das Sportliche möchte Suljovic herausstreichen, auch die menschliche Komponente scheint beim 46-jährigen Schotten zu stimmen: "Er ist einer der beliebtesten und nettesten Spieler, das muss ich ehrlich sagen."

Platz 4 - Daryl Gurney

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Der 31-jährige Nordire Daryl Gurney ist die Sensation des Jahres 2017. "SuperChin" erreichte in dieser Saison bei jedem Major zumindest das Viertelfinale. Der Höhepunkt seines Aufstiegs ist dabei der Sieg im Finale des World Grand Prix gegen Simon Whitlock.

Auch für Suljovic ist Gurney jemand, mit dem in Zukunft zu rechnen sein wird: "Er ist einer der besten nachkommenden Spieler. Ich habe oft gegen ihn gespielt, er ist ein sehr großes Talent."

Für Suljovic ist Gurneys Spielweise sein größter Trumpf: "Für mich ist er auch ein unguter Spieler, er wirft so viele 180er, dass man dann immer mehr auf sein Spiel achtet."

Österreichs Darts-Star zollt der Nummer vier der Order of Merit großen Respekt: "Er ist ein wirklich sehr, sehr guter Spieler und ich hoffe, dass er bei der Weltmeisterschaft viel erreicht. Er ist nicht umsonst Nummer 4 der Order of Merit. Er hat in Dublin das Double-in-Double-Out-Turnier gewonnen, eine der schwierigsten Disziplinen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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