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ÖHB-Frauen: Am "Festtag" nicht beeindrucken lassen

Gegen Spanien kann Österreich eigentlich nur gewinnen. Hauptrunde so gut wie fix:

ÖHB-Frauen: Am Foto: © ÖHB-Agentur DIENER - Eva Manhart

Das ersatzgeschwächte ÖHB-Nationalteam der Frauen hat bei der WM in Spanien am Montag (Montag, 20:30 Uhr) die vorerst schwierigste Aufgabe vor sich. Topscorerin Katarina Pandza und Co. treffen im dritten und letzten Gruppenspiel auf Mitfavorit Spanien.

Interims-Coach Helfried Müller sprach vorab von einem Festtag. "Die Halle wird voll sein, aber wir dürfen uns nicht beeindrucken lassen und müssen so gut wie möglich unser Spiel durchziehen."

Nach dem Ausfall von fünf Leistungsträgerinnen wegen positiver Coronatests und von Teamchef Herbert Müller aus dem gleichen Grund weiß die Teamführung um die schwierige Aufgabe. "So viele Nackenschläge kann niemand wegstecken", betonte Helfried Müller bei einem Online-Pressetermin am Sonntag. "Wir werden versuchen, zwei Punkte zu holen. Das ist vielleicht unmöglich, aber lasst es uns versuchen."

Zusammenreißen nötig

Um gegen den Vize-Weltmeister gut auszusteigen, müsse aber die Deckung besser klappen als in den ersten 40 Minuten beim 29:31 gegen Argentinien am Samstag, erklärte der Bruder des Teamchefs. Die "auf jeder Position bestens aufgestellten Gastgeberinnen" (Müller) haben beide bisherigen Spiele gewonnen (62:31 Tore).

Pandza meinte, man versuche trotz der Ausfälle das Beste aus der Situation zu machen. "Wenn man hier gegen den Gastgeber spielt, ist das etwas ganz Besonderes", sagte die 19-Jährige, die nach den Samstagspielen mit 19 Treffern die Torschützinnenliste anführte. "Wenn wir uns zusammenreißen, können wir einiges gut machen."

Sie selbst sei wegen der Ausfälle ins kalte Wasser geschubst worden. "Ich musste viel Verantwortung übernehmen und kann hier viel Erfahrung sammeln", erklärte die Legionärin des deutschen Bundesligisten TuS Metzingen.

Zwei könnten zurückkommen - der Teamchef wohl nicht

Müller geht davon aus, dass dank des Auftaktsieges gegen China als Gruppen-Dritter die nächste Phase erreicht wird - China musste allerdings noch gegen Argentinien antreten. Der Interims-Coach erwartete die starken Brasilianerinnen als nächste Gegnerinnen. "Aber wir schauen vor allem auf uns selbst. Wie wir alle gut durch das Turnier bringen können."

Gegen Argentinien standen nur zwölf Spielerinnen zur Verfügung. Zwei Akteurinnen sollten - vorbehaltlich deren negativer Tests - nachgeholt werden.

Den fünf Spielerinnen, die positive Coronatests abgegeben hatten, gehe es recht gut, berichtete ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser. "Keine ist schwerer erkrankt", so Fölser. Man habe beim Weltverband angefragt, ob ein Freitesten möglich sei. Der in der Heimat gebliebene Teamchef Herbert Müller weise hingegen mehr Symptome auf. Ob und wann er nachreisen könne, sei nicht abzuschätzen, sagte Fölser.

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