Oakland Raiders ohne QB Carr in Houston chancenlos

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Die Rückkehr in die NFL-Playoffs nach 14 Jahren endet für die Oakland Raiders ohne ihren verletzten Quarterback und Leader Derek Carr mit einer 14:27-Niederlage bei den Houston Texans.

Carrs Ersatzmann Connor Cook ist völlig überfordert und bringt nur 18 seiner 45 Pässe für 161 Passing-Yards an den Mann.

Houstons Traum von der Heim-Super-Bowl lebt somit. Der umstrittene QB Brock Osweiler agiert solide und vor allem fehlerfrei. Er wirft einen TD-Pass, RB Lamar Miller findet ebenfalls die Endzone.

HOUSTON TEXANS (4) vs. OAKLAND RAIDERS (5) 27:14

SCORING:

Q1:

3:0: Nick Novak - 50-Yard-Field-Goal (8:04 Minuten)

10:0: Lamar Miller - 4-Yard-Lauf (6:18)

10:7: Latavius Murray - 2-Yard-Lauf (1:01)

Q2:

13:7: Nick Novak - 38-Yard-Field-Goal (8:48)

20:7: DeAndre Hopkins- 2-Yard-Pass (1:20)

Q3:

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Q4:

27:7: Brock Osweiler - 1-Yard-Lauf (12:28)

27:14: Andre Holmes - 8-Yard-Pass (8:10)

Bittere Interception von Cook

So sehr hatten sich die Raiders auf ihr erstes Postseason-Match seit der Super Bowl im Jahr 2003 gefreut. Aus Oakland-Sicht war jedoch bereits im Vorfeld zu befürchten, dass der Beinbruch von Carr ihre lange Zeit so hoffnungsvolle Saison zerstört hat.

Da mit Matt McGloin der eigentliche Backup nach einer Schulterverletzung nicht restlos fit ist, musste mit Cook die Nummer drei ran. Erstmals in der Super-Bowl-Ära beging somit ein Rookie-Quarterback seinen ersten NFL-Start im Rahmen eines Playoff-Spiels.

Ein Handicap, das letztlich zu groß für das Team aus Kalifornien sein sollte.

Dies deutete sich bereits früh in der Partie an. Houston führte 3:0, als der ehemalige Nummer-1-Draft-Pick Jadeveon Clowney einen Pass von Cook abfing. Lamar Miller bedankte sich gleich im nächsten Play für die Interceotion und lief den Ball zum 10:0 in die Endzone.

58 Passing-Yards nach drei Vierteln

Nach dem in den ersten drei Vierteln einzigen guten Drive der Raiders verkürzten sie durch einen Lauf von Latavius Murray auf 7:10.

Durch ein weiteres Field Goal beziehungsweise einen TD-Pass von Osweiler auf DeAndre Hopkins zogen die Texans bis zur Pause auf 20:7 davon. Diesem Score ging ein herrlicher 38-Yard-Catch von Hopkins voraus.

HOUSTON TEXANS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Brock Osweiler 168 /1 TD) 15 (1 TD)
Lamar Miller 73 (1 TD)
Jonathan Grimes 30
Alfred Blue 4
Jay Prosch 1
DeAndre Hopkins 67 (1 TD)
Will Fuller 37
C.J. Fiedorowicz 35
Ryan Griffin 29

Das dritte Viertel blieb punktelos. Nach dem dritten Abschnitt hielt Cook bei gerade einmal 58 Passing-Yards - natürlich viel zu wenig, um ernsthaft um den Sieg mitzusprechen. WR-Jungstar Amari Cooper hielt zu diesem Zeitpunkt gerade einmal bei einem Receiving-Yard.

Fairerweise sei darauf hingewiesen, dass diese magere Ausbeute nicht nur am Spielmacher-Greenhorn lag. Er wurde auch das Opfer zahlreicher Drops seiner Anspielstationen, die ihrem jungen Quarterback immer wieder wenig hilfreich zur Seite standen.

Osweiler unspektakulär, aber fehlerlos

Osweiler mit einem 1-Yard-Lauf brachte Houston mit 27:7 in Führung. Der 72-Millionen-Dollar-Mann agierte in dieser Partie weitestgehend unspektakulär, was jedoch kein gravierender Nachteil war. Bei einem derartigen Spielverlauf zählt vor allem, den Ball zu bewegen und so wenig wie möglich durch Turnover aufzufallen. Diesbezüglich ließ sich der viel kritisierte Free-Agent-Neuzugang nichts zu Schulden kommen.

In der Schlussphase der Regular Season wurde er durch Tom Savage ersetzt. Dieser verpasste diese Begegnung aufgrund einer Gehirnerschütterung. Gut möglich, dass sich Osweiler auch für die Divisional Playoffs den Job als Starter gesichert hat.

OAKLAND RAIDERS

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Connor Cook 161 (1 TD, 3 INT)
Latavius Murray 39 12
DeAndre Washington 16
Jamize Olawale 6
Jalen Richard 3 8
Andre Holmes 50 (1 TD)
Michael Crabtree 33
Mychal Rivera 31
Clive Walford 16
Amari Cooper 10
Seth Roberts 1

Mit dem Rücken zur Wand brachte Cook doch noch einige Pässe an den Mann - vor allem zu Andre Holmes, der für den angeschagenen Michael Crabtree mehr Einsatzzeit bekam. Der Receiver fing auch den 8-Yard-TD-Pass von Cook zum 14:27.

Eine weitere Interception des Raiders-Spielmachers, dessen Pass von Corey Moore abgefangen wurde, machte eine weitere Aufholjagd jedoch zunichte. Cooks dritter Pass zum Gegner besiegelte 15 Sekunden vor Schluss den Endstand.

Für Houston geht es am nächsten Wochenende entweder nach New England (bei einem Pittsburgh-Sieg gegen Miami) oder nach Kansas City (bei einem Miami-Sieg in Pittsburgh).

Die Raiders treten somit frühzeitig den Urlaub an. Carr bleibt nur die Erkenntnis, dass er sich geirrt hat (siehe Tweet) und seine Kollegen sein Fehlen doch nicht kompensieren konnten:

Von Legenden bis zu Rookies - die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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12. CONNOR COOK (Oakland Raiders)

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Das nennt man ins kalte Wasser werfen! Der allererste Karriere-Start des Rookies steigt im Playoff-Duell mit Houston. Er muss ran, weil mit Derek Carr das Herz dieses Raiders-Teams genauso verletzt ist wie dessen Backup Matt McGloin. Letzter im Ranking, weil keiner genau weiß, was er kann. Vorteil: Kann nur positiv überraschen! Fun Fact: Cook wurde 35 Picks vor Dak Prescott gedraftet.

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11. BROCK OSWEILER (Houston Texans)

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Die Enttäuschung dieser Saison! Der 72-Millionen-Dollar-Neuzugang konnte die Erwartungen in Houston nie erfüllen und wurde kurz vor Saisonende gebencht. Startet nur, weil sich sein Ersatzmann Tom Savage eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Kurios: Zumindest der Papierform nach ist er gegen Oakland der bessere QB.

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10. MATT MOORE (Miami Dolphins)

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Der nächste Backup. Miami hofft bis zuletzt, dass Ryan Tannehill für das Duell in Pittsburgh fit wird. Es gibt schlechtere Backups als Moore, zumindest bringt er mit seinen 32 Jahren eine gewisse Routine mit. Und er gilt als Gamer. Also wer weiß...

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9. ALEX SMITH (Kansas City Chiefs)

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Smith wird nie die ganz großen Statistiken abliefern. Er ist der klassische Game Manager, der durch Effizienz besticht und bei guter Defense und gutem Laufspiel am besten zur Geltung kommt. Der frühere Nummer-1-Pick hat sich über die Jahre jedenfalls zu einem mehr als passablen Spielmacher gemausert.

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8. DAK PRESCOTT (Dallas Cowboys)

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Die Einordnung des Super-Rookies in diesem Ranking ist schwer. Alleine auf der aktuellen Saison basierend, stünde er weiter vorne. 23 TD-Pässe, nur 4 Interceptions hinter einer gigantischen O-Line - die Cowboys als Viertunden-Pick zur besten Bilanz der NFC geführt. Überragend! Aber Playoff-Football ist ein anderer Sport und so mancher vor ihm hat dort schon abgeliefert. Wir trauen Prescott jedoch eine Bestätigung zu!

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7. ELI MANNING (New York Giants)

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Apropos in den Playoffs abliefern. Auch in dieser Saison fiel Peytons kleiner Bruder zwischenzeitlich mit seiner Fehleranfälligkeit auf. Aber: Er hat zwei Super-Bowl-Ringe. Er kann Playoffs. Das hat er inzwischen nachhaltig bewiesen. Und er hat Odell Beckham Jr. Also sollte man ihn auch in dieser Postseason auf der Rechnung haben.

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6. MATTHEW STAFFORD (Detroit Lions)

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In einem knappen Spiel bei geringem Rückstand hätten wohl die meisten Teams gerne Stafford als QB am Feld. Alleine in dieser Saison hat Mr. Comeback acht Spiele gedreht - neuer NFL-Rekord. Und: Auch ohne Superstar Calvin Johnson hat er einen Schritt nach vorne gemacht. Aber: Im achten Karriere-Jahr ist es höchste Zeit, sein erstes Playoff-Spiel zu gewinnen. Seine bisherigen beiden Postseason-Matches hat er verloren. In Seattle wird dies nicht leicht.

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5. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks)

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Es war sicherlich nicht das Jahr von Russell Wilson, auch wenn sich 4219 Passing-Yards, 22 TD-Pässe und 11 Interceptions nicht katastrophal lesen. Aber hinter dieser wackligen O-Line und ohne adäquates Laufspiel hat er es auch schwerer als in der Vergangenheit. Er hat 2016 genügend Prügel bezogen. Aber: Über seine Qualität muss man nicht streiten. Er nennt bereits einen Super-Bowl-Ring sein eigen und ist meist besonders nervenstark, wenn es drauf ankommt.

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4. MATT RYAN (Atlanta Falcons)

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Das war absolut ein MVP-verdächtiges Jahr! 4944 Passing-Yards, 38 TD-Pässe und nur 7 Interceptions. Wow! Aber auch für ihn gilt: Es wird Zeit, auch in den Playoffs diese Klasse abzurufen. Vier Mal führte er die Falcons in seiner Karriere bisher in die Postseason, dabei gewann er bisher erst eine Partie. Auch das unterscheidet ihn von den vor ihm platzierten Herrschaften.

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3. BEN ROETHLISBERGER (Pittsburgh Steelers)

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Big Ben hat schon bessere Saisonen abgeliefert. Aber: Er ist zweifacher Super-Bowl-Champion, weiß also, wie man in den Playoffs gewinnt. Außerdem ist er der Chef von einer der besten Offensiv-Reihen der Liga. In der NFL gibt es derzeit nur wenig bessere Mischungen aus Routine und Können als beim 34-Jährigen.

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2. AARON RODGERS (Green Bay Packers)

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Ganz großer Sport, mit welchem Kraftakt in den finalen Wochen der Regular Season Rodgers die Packers in die Playoffs gerettet hat. Dass er längst einer der besten QBs aller Zeiten ist, bestreiten wohl die wenigsten. Aber: Es wird Zeit, das Brett-Favre-Schicksal (nur ein Super-Bowl-Triumph) zu vermeiden. Die Packers sind mit Rodgers seit 2009 jedes Jahr in der Postseason mit dabei, zum Titel hat es nur einmal gereicht - zu wenig bei seiner Klasse.

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1. TOM BRADY (New England Patriots)

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Muss man das erklären? Mit 28 TD-Pässen und nur 2 Interceptions nach seiner Sperre wieder eine MVP-Kaliber-Saison. Brady ist auch mit 39 Jahren noch das Maß aller Dinge auf seiner Position. Kein Quarterback in der NFL-Geschichte hat mehr Playoff-Spiele gewonnen als der vierfache Champion, nämlich deren 22. Er wird nicht ruhen, ehe er nicht mit fünf SB-Triumphen den Rekord gebrochen hat und jeder Finger seiner Hand ein Ring ziert.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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