Die 30 größten Monster-Verträge der NFL

Washington Commanders
33:31-Sieg gegen die Seattle Seahawks
by Cruehead
In dieser Rubrik habe ich auch überlegt, die Raiders (toller 3:0-Record, auch wenn die Gegnerstärke "überschaubar" scheint) oder die Falcons (das Herz will, was das Herz will) zu nominieren. Letztlich wurden es die Commanders - wobei bei allen drei Teams werden sich vermutlich nicht mehr viele Möglichkeiten in dieser Rubrik ergeben.
Die Commanders hatten in den ersten drei Runden mit den Eagles, Cowboys und nun den Seahawks echt harte Brocken. Schon gegen die Eagles war es sehr knapp mit dem misslungenen 2-Pt-ATT zu Spielende. Dass es nun ausgerechnet gegen den amtierenden Super-Bowl-Sieger aus Seattle mit dessen bombenstarker Defense mit einem Sieg klappen würde, hätte ich tatsächlich nicht erwartet.
Interessant dabei ist, dass es in den wesentlichen Statistiken der Week 3 keine Spitzenpositionen für Offense-Player der Washington Commanders gibt. Als Beispiel: Mariota warf 183 yds und 3 TD Pässe, Darnold hingegen 379 yds und 4 TD Pässe. Wenn man dann auf Seiten der Seahawks einen Spieler wie Smith-Njigba hat, sollte eigentlich nichts anbrennen.
Nun das Aber: Washington hat es verstanden, seinen Ballbesitz ohne Ballverluste zu gestalten, derer hatte Seattle drei (2 Interceptions und 1 Lost Fumble). Wenn man bei 24:27 und noch ca. vier Minuten dann eine Interception wirft, die in einem TD (in diesem Fall durch Medrano) mündet, dann hat die Defense das Spiel gewonnen. Ohne dieser Interception wären die Seahwaks als Sieger vom Platz gegangen, Momentum war doch auf ihrer Seite nachdem man einen 14-Punkte-Rückstand zu Beginn des letzten Viertels egalisieren konnte und gegen Ende hin den Ball hatte bei -3 Punkten.
Die Commanders haben jetzt mit den Colts und Giants zwei Gegner zu Gast, die sicherlich schlagbar sind. Auf der gestrigen Leistung kann man aufbauen, ich halte es dennoch für äußerst unwahrscheinlich, dass sich Washington nochmal für diese Rubrik empfehlen wird und bleibe dabei: Der letzte Platz in der Division gehört heuer den Commanders.

Green Bay Packers
14:35-Heimniederlage gegen die Atlanta Falcons
by Cruehead
Auch bei den Verlierern gab es neben den Packers vor allem einen heißen Anwärter. Da wird Kollege austrianViking aber einen Spieler noch gesondert hervorheben.
In unserer Saisonvorschau hat Fredix schon trefflich analysiert, dass die Offense wohl variabler werden muss, da das Laufspiel bzw. die Situation der RBs eher trist ist. So kam es auch gegen die Falcons: Ein einziges First Down durchs Laufspiel, insgesamt nur 17 Yards aus 9 Rushing Plays sind unterirdisch.
In der ligaweiten Statistik liegt man mit 146 Yards abgeschlagen auf dem letzten Platz, ebenso bei den Versuchen (48 zu 57 bei den Eagles – die haben aber ein Spiel weniger), dafür führt man die Liste bei den Fumbles an, will man halt auch nicht. Wäre egal, wenn Zählbares rauskäme. Tut es aber nicht, ganze Zero TDs bis dato in dieser Saison.
Also, was tun? Probieren wir es mal mit Passspiel. Jordan Love kann man nicht abstreiten, dass er es nicht versucht, eine Percentage von 52,8 ist für einen Starting-QB einer so ruhmreichen Franchise eher dürftig meiner Ansicht nach. Das Rating war folglich auch niederschmetternd.
Und die Defense? Bijan Robinson und Drake Landon bekam man gar nicht in den Griff, Ersterer erzielte zwei TDs und lief 29 Mal für insgesamt 194 Yards. Da kann man nicht mehr von einer starken Rush-Defense sprechen.
Und so kommen wir wieder auf die bereits erwähnte Analyse zu Saisonbeginn zurück: Auch die Defense wird den Käse in Wisconsin heuer wohl nicht zum Schmelzen bringen, die noch sieben vorhergesagten Siege für den 8-9-Record sind in dieser Verfassung ehrlich gesagt auch schwer nachvollziehbar.

Jahmyr Gibbs (RB, Detroit Lions)
31:24-Sieg gegen die New York Jets (7 Receptions, 65 Receiving Yards, 2 Receiving TDs, 20 Carries, 99 Rushing Yards, 2 Rushing TDs)
by Cruehead
In einem für Lions-Fans nervenaufreibendem Spiel war Gibbs der klare Matchwinner. Sowohl im Lauf- als auch im Passspiel überaus effizient, fand die Jets-Defense kein probates Mittel, um Gibbs zu stoppen.
Besonders wichtig sind in solchen 50:50-Partien halt die spielentscheidenden Szenen, auch diese hatte Gibbs, warum man ihn seitens der Jets kurz vor der 2-Minute-Warning so frei gewähren ließ, müsste man im Big Apple mal deutlich klären, da wäre schon mehr drin gewesen für die Jets in diesem Spiel.
Den eingesprungenen Touchdown zum Sieg kann man so machen, muss man aber nicht – für ein bisschen Emotion hat es bei der Green Gang dann doch noch gesorgt.
JAHMYR GIBBS SCORES HIS THIRD TOUCHDOWN OF THE GAME. OMG.
— 𝔗𝔥𝔢 𝔇𝔢𝔱𝔯𝔬𝔦𝔱 𝔗𝔦𝔪𝔢𝔰 📰 (@the_det_times) September 27, 2026
LIONS LEAD 31-24. pic.twitter.com/FQlcxyI17k
Ich hoffe, es geht für Gibbs und die Lions so weiter. Die NFC North bleibt spannend, bis auf die Packers vielleicht ;-)

Drake Maye (QB, New England Patriots)
6:35-Niederlage gegen die Jacksonville Jaguars (14/25, 199 Yards, 0 TD, 2 INT, 1 Lost Fumble)
by austrianViking
Drake Maye kämpft aktuell mit denselben Problemen wie in den ersten beiden Wochen: Unsichere Entscheidungen, vor allem in der Redzone und unter Druck, sowie eine deutlich nachgelassene Deep-Ball-Genauigkeit. Im Spiel am Sonntag wurden die Schwächen besonders deutlich.
Früh im zweiten Drive rutschte ihm der Ball beim Wurfversuch aus der Hand (Fumble, Recovery durch die Jaguars). Maye erklärte später, Blut vom Center habe den Ball rutschig gemacht – dennoch ein Ballverlust in der eigenen Hälfte, der direkt zu einem Touchdown der Gastgeber führte.
Kurz vor der Pause, bei 3rd-and-Goal von der 2-Yard-Linie, rollte er nach rechts und warf einen schwachen Pass in die Endzone auf den gedeckten Efton Chism. Travis Hunter fing die Interception (seine erste in der NFL). Im dritten Viertel folgte der zweite Pick: Maye suchte das One-on-One-Matchup mit Kyle Williams, Jarrian Jones las den Wurf und unterbrach. Zwei der drei Turnovers führten unmittelbar zu Punkten der Jaguars. Die Offense kam über zwei Field Goals nicht hinaus.
Nach drei Spielen steht er bei 1 TD und 6 Interceptions – nicht das, was man nach seiner letzten Saison erwartete. Dazu kommen die personellen Ausfälle. Top-Receiver A.J. Brown (High-Ankle-Sprain) fehlt seit Week 1 und ist auf IR. Frühestens ab Week 6 könnte er zurückkehren, realistisch eher später.
Ohne den klaren Deep-Threat und mit einer Offense, die auch im Laufspiel wenig Durchschlagskraft zeigt, kann Maye die Lücken bislang nicht kompensieren. Zusätzlich machen Verletzungen in der Offensive Line die Situation nicht einfacher.
Für die Patriots (1-2) bleibt die Frage, wie schnell er den Turnaround schafft und ob Brown rechtzeitig zurückkommt, bevor der Rückstand zu groß wird.
.@TravisHunterJr was ready for it 😮💨@NEvsJAX on CBS/Paramount+
— NFL (@NFL) September 27, 2026
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Kenyon Sadiq (TE, New York Jets)
24:31-Niederlage gegen die Detroit Lions (7 Catches, 105 Yards, 1 TD)
by austrianViking
Sadiq hat in seinem dritten NFL-Spiel die bisher klar beste Leistung seiner noch jungen NFL Karriere abgeliefert. Nachdem die Skill-Position-Group durch Verletzungen vor & während des Spiels (Mitchell, Hall, zum Schluss noch Wilson) dezimiert wurde, bekam der First-Rounder mehr Snaps und Targets – und hat sie genutzt.
Der diving Catch zum ersten Career-Receiving-TD war das Highlight, ansonsten solide Yards after Catch und zuverlässige Hände. Geno Smith hat ihn insgesamt achtmal gesucht.
Für die Jets bleibt der Gesamteindruck gemischt, weil es schlussendlich doch nicht zum Sieg gereicht hat. Für Sadiq selbst war es aber der bisher stärkste Auftritt und ein Hinweis, dass er bei erhöhter Targetzahl produktiv sein kann. Ob er und die Jets (die übrigens im nächsten Draft stand jetzt die Picks 6,7 & 8 😊haben) insgesamt das Niveau in den nächsten Wochen halten, oder sogar noch steigern können, wird man sehen.
Kenyon Sadiq's FIRST career TD 👏@NYJvsDET on CBS/Paramount+
— NFL (@NFL) September 27, 2026
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Es war ein Sieg für die Browns, der sie nun auch in Bredouille bringt, denn Medienberichten zufolge hieß es, dass Watson nächste Woche gebencht wird. Dies wird nach diesem Sieg natürlich schwer.
Kurz noch ein Satz über Tampa Bay. Baker Mayfield verlor gegen das Team, welches ihm vom Hof jagte. Tampa Bay steht nun bei 0-2 und man bekommt den Eindruck, dass es heuer die letzte Saison von Todd Bowles sein wird und die Bucs einen Umbruch einleiten müssen.

-244 (Brian Flores Appreciation Beitrag)
by austrianViking
Die Minnesota Vikings stehen nach drei Spielen bei 3-0 – und das trotz eines Total-Yards-Margin von –244. Per ESPN-Research ist das der zweitschlechteste Yards-Differential eines 3-0-Teams in der NFL-Geschichte (nur die 2020 Seahawks lagen schlechter).
Die Offense krankt weiterhin spürbar und rangiert in EPA lediglich auf Platz 25. Bedingt aber natürlich auch durch die Murray-Verletzung in Week 1 & das Regenspiel in Chicago. Gegen Tampa hatten die Vikings nun aber sogar null Snaps in der Redzone – und haben trotzdem gewonnen. Das war zuletzt 2007 gegen die Bears der Fall.
Dafür trägt die Defense das Team. In EPA steht sie ligaweit auf Platz eins, lässt die zweitwenigsten Punkte zu, erzwingt Turnovers und hält Gegner konsequent im Zaum. Brian Flores’ Unit ist aktuell der klar größte Faktor hinter dem ungeschlagenen Start.
Auch die Special Teams (EPA-Platz 2) leisten ihren Beitrag – Punt-Return-Touchdown und verlässliche Field Goals von Will Reichard sorgten gegen die Bucs für die entscheidenden Punkte.
Die Vikings gewinnen derzeit nicht mit dominanter Offense, sondern mit Effizienz, einer Top-Defense und starken Special Teams. Ob das über die volle Saison trägt, bleibt jedoch abzuwarten.
86 yards.
— Minnesota Vikings (@Vikings) September 27, 2026
To. The. Crib.@myles_price3
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austrianViking:
Ist die AFC North die kompetitivste Division dieser Saison?
Die AFC North war schon immer eine der zähesten Divisionen der Liga – und aktuell sieht es so aus, als würde sich daran auch 2026 nichts ändern. Alle vier Teams stehen nach drei Spielen bei mindestens 2-1 und wirken auf ihre Art konkurrenzfähig.
Die Steelers machen einfach weiter wie immer: Irgendwie wursteln sie sich durch, gewinnen Spiele, die sie eigentlich nicht gewinnen sollten. Der berühmte Tomlin-Voodoo scheint auf Mike McCarthy übergegangen zu sein. Unspektakulär, aber effektiv.
Die Bengals haben endlich das, was ihnen jahrelang gefehlt hat: eine ernstzunehmende Defense. Dazu kommt weiterhin das gefährliche Trio Burrow, Chase und Higgins. Wenn die Defensive so stabil bleibt, sind sie klar im Rennen um die Division und die Playoffs.
Die Ravens wirken derzeit ebenfalls stark. Lamar Jackson ist in guter Form und fit, und Zay Flowers macht den nächsten Schritt Richtung absolutes Elite-WR-Niveau. Baltimore hat die individuelle Qualität, um oben mitzuspielen.
Und dann sind da noch die Browns. Überraschend konkurrenzfähig, mit einem guten jungen Kern. Die große Frage bleibt, ob Deshaun Watson seinen zarten Aufwärtstrend fortsetzen kann. Wenn ja, wird es in dieser Division richtig eng.
Aktuell spricht einiges dafür, dass die AFC North 2026 die ausgeglichenste und härteste Division der Liga ist. Vier Teams, die sich gegenseitig Punkte abnehmen können – das könnte am Ende ein echter Knochenjob für alle Beteiligten werden.
Cruehead:
Sich so früh in der Saison eine Meinung zu bilden, fällt mir ehrlich gesagt schwer. Über einzelne Teams und deren Über- oder Unterperformance könnten wir im Forum noch diskutieren. Beim Schauen der Red Zone gestern sind mir aber die vielen fantastischen Catches ins Auge gestochen:
Tremayne (Panthers), Sadiq (Jets), Higgins (Bengals) - um nur einige zu nennen. Catches, wo der Empfänger gerade noch den zweiten Fuß ins Feld bringt, oder den Ball mit einer Hand runterpflückt, faszinieren mich am Football extrem. Denn hier zeigt sich, was den Football besonders macht bzw. auch, wie sehr in den USA das Perfektionieren Priorität hat.
Neben dem höchst athletischen Aspekt muss man es auch verinnerlichen, die Zehenspitzen sofort nach Ballempfang in den Rasen zu drücken. Das lernt man nicht von heute auf morgen, das muss jahrelang antrainiert werden, bis es intuitiv erfolgt. Solche Kleinigkeiten gefallen mir, weil ich einfach versuche, die harte Trainingsarbeit dahinter anzuerkennen (wie übrigens in jeder Sportart).
Für mich ist dieses positionsspezifische Spiel des American Football sinnbildlich dafür, was man auch in "unserem" Fußball in den letzten Jahren vermehrt beobachtet. Spieler/Sportler sind wahrlich Experten auf ihren Positionen, aber das Spiel auf höchstem Niveau beherrschen sie deshalb nicht von überall auf dem Feld. Kann man auch nicht verlangen. Ist vielleicht keine Meinung, aber ein kleiner Gedanken-Exkurs.
Was fasziniert euch am meisten am Football? Taktik? Tackles? Lange Würfe? Cheerleader?
Jeder, der sich auch daran versuchen möchte, bei uns mitzschreiben, kann sich gerne unter info@userendzone.at melden. Sollte jemand bei unseren Fantasy-Games (Tipps und Survivor) mitmachen wollen, kann er sich dort auch gerne melden. Oder ihr habt eine Frage, auf die wir eingehen sollen sowie eine "Frage der Woche", dann zögert nicht und schreibt uns das, wenn wir hier nicht in den Kommentaren drauf eingehen können.