Das "Klo-Ritual" von Doppler/Horst

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Das Warten hat endlich ein Ende.

Am Freitag beginnt die Beachvolleyball-WM auf der Wiener Donauinsel. „Wir können es gar nicht mehr erwarten, wir trainieren seit neun Monaten darauf hin“, sagt Clemens Doppler.

Der 36-Jährige und sein Partner Alexander Horst sind Österreichs größte Medaillenhoffnungen. „Wir sind nicht nervös, es ist eine positive Anspannung da, die wir aber auch brauchen“, erklärt Doppler.

Diese Anspannung äußert sich oftmals auf besondere Weise. „Unser Ritual ist, dass wir beide vor einem Spiel sicher mindestens vier Mal aufs Klo gehen müssen“, verrät Doppler grinsend.

„Ich weiß aber nicht warum, wir trinken nicht mehr als an einem normalen Tag. Das ist anscheinend die nervöse Blase. Daher ist es immer gut, wenn in der Nähe vom Aufwärm-Court ein Klo ist, sonst wird der Weg lang.“

Doppler: "Zeigen, dass wir die Hausherren sind"

Ein langer Weg könnte es für Doppler/Horst auch bis zum erhofften Podestplatz bei der Heim-WM werden. Zum Auftakt am Freitag (16 Uhr) wartet das iranische Duo Raoufi/Salemiinjehboroun.

„Das ist nicht so der große Name, aber sie können sehr gut Volleyball spielen. Sie sind nicht umsonst Asien-Meister. Da werden keine 60 oder 70 Prozent von uns reichen“, weiß Doppler.

Die Taktik ist klar: Vom ersten Punkt weg aggressiv in das Turnier starten. „Wir wollen von Beginn weg zeigen, dass wir die Hausherren sind.“

Die Lokalmatadore hoffen auf die Unterstützung der heimischen Fans. Der Center Court auf der Donauinsel bietet 10.000 Zuschauern Platz. „Es ist ein riesiges Gelände, so etwas habe ich die letzten 20 Jahre nicht gesehen“, staunt Doppler. Einschüchtern lassen wollen sich Doppler/Horst davon nicht.

„Wir haben bei Olympia in Brasilien gegen die Brasilianer vor 12.000 Menschen gespielt und gewonnen. Uns taugt die große Bühne. Wir sind Klagenfurt-erprobt und wissen daher, mit so einer Kulisse umzugehen“, sagt Doppler und hat auch gleich einen Wunsch an die rot-weiß-roten Fans: „Wir wollen die Stimmung aufsaugen und jeden Einzelnen klatschen, schreien und jubeln hören.“

Eine gute Zeit

Mit den Zuschauern im Rücken ist laut Horst "alles drin". "Wir wissen, dass wir alle schlagen können."

Auf dem Weg in die K.o.-Runde warten nach den Iranern noch die beiden kanadischen Duos Vandenburg/Nusbaum (30.7., 19 Uhr) und Saxton/Schalk (1.8., 18:45 Uhr). Zwar keine übermächtigen Gegner, aber auch keine Punktelieferanten.

"Natürlich wollen wir gewinnen und so weit wie möglich kommen. Dazu müssen wir an Tag X unser bestes Volleyball zeigen", sagt Doppler. "Unterm Strich geht es aber darum, eine gute Zeit zu haben."

Textquelle: © LAOLA1.at

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