Doppler/Horst trotz Fehlstarts im WM-Achtelfinale

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Clemens Doppler und Alexander Horst verwandeln den Center Court bei der Beachvolleyball-WM in Wien in einen „Party Court“.

Die Österreicher ziehen trotz eines Fehlstarts gegen die US-Amerikaner Casey Patterson und Theo Brunner ins Achtelfinale ein. Sie setzen sich im 1/16-Finale mit 18:21, 21:19, 15:10 durch.

"Wir haben uns nach dem 1. Satz gesagt: Das ist unser Center Court, den lassen wir uns nicht nehmen", so Horst nach dem Krimi.

Im Achtelfinale treffen sie am Freitag auf das Überraschungs-Duo Jefferson/Cherrif (QAT), das bisher noch ungeschlagen im Turnier ist.

Fehlstart weggesteckt

Der Start ins Spiel misslingt völlig, die Österreicher geraten mit 1:6 in Rückstand. Im Finish kommen sie nochmal heran, den Satz können sie aber nicht mehr drehen.

Den Schwung der Aufholjagd nehmen Doppler/Horst in den zweiten Satz mit, wo sie sich schnell 6:1 absetzen. Die US-Amerikaner kommen nochmals heran, aber Doppler verwandelt den zweiten Satzball.

Auch im dritten Satz gelingt mit 5:1 ein perfekter Start. Mit einem Ass holt Doppler Matchbälle, den zweiten verwandelt der Oberösterreicher zum umjubelten Aufstieg!

"Das ist unser Center Court"

"Wir sind schlecht gestartet, mit vielen Eigenfehlern. Wir sind Mitte des ersten Satzes zurückgekommen, da war es aber schon zu spät", analysiert Horst. "Im zweiten haben wir gesagt: Jetzt gibt es nur noch Vollgas, wir holen uns das Spiel. Das ist unser Center Court, den geben wir nicht auf. Dementsprechend haben wir auch gespielt. Im dritten, die Punkte die wir da geholt haben – mehr Emotionen gibt es nicht."

Clemens Doppler bedankt sich bei seinem Partner: "Ich muss Alex noch ein Kompliment machen. Wie er mich durch den ersten Satz getragen hat, wie er mich motiviert hat, das ist das Teamgefüge, das es ausmacht. Und das haben wir momentan sehr gut, das taugt mir extrem."

"Das riskiert man nur vor so einem Publikum"

Im ersten Satz hatte der Routinier Probleme mit seinem Side-Out. Einen Grund sieht er in der gewählten Taktik: "Sie haben sich sehr gut auf meine Shots eingestellt, haben uns sehr spät ein Bild geboten. Ich war vielleicht etwas vorsichtiger, weil Brunner einer der besten Blockspieler ist. Daher wollte ich mehr shoten."

Das sei aber nicht sein Spiel: "Mein Spiel ist hart schlagen. Und das ist dann super aufgegangen. Vor so einem Publikum riskiert man das vielleicht mehr als woanders. Es ist eine alte Leier, aber solche Spiele gewinnt man nur vor so einem Publikum."

"Machen uns den Druck selber"

Einmal hat Österreichs Nummer 1 bewiesen, dass sie unter Druck Leistung abliefern können. "Aber wir sind das schon gewohnt. Wir machen uns selbst eh genug Druck, denn wir wollen hier so viel wie möglich gewinnen und weit kommen", so Horst.

"Aber das wollen die anderen Teams auch. Etwa Casey (Patterson), der ist auch ein Showman, der es liebt, vor so einem Publikum zu spielen – egal, ob es für oder gegen ihn ist."

"Unangenehmer Gegner"

Die nächste Hürde am Weg zum großen Traum sind Jefferson/Cherif. "Kein großer Name, aber ein unangenehmer Gegner", weiß Doppler.

"Sie spielen heuer eine gute Saison, konstant. Der eine ist gebürtiger Brasilianer, der andere springt wie in Flummi. Sie haben den Trainer von Alison/Bruno, wissen, was zu tun ist. Das ist ein Gegner, da ist alles drinnen. Wenn wir gut spielen, gewinnen wir. Wenn wir schlecht spielen, verlieren wir."

Die Kataris sind bei der WM noch ungeschlagen. In der Gruppenphase konnten sie das lettische Top-Duo Samoilovs/Smedins und mit Böckermann/Flüggen (GER) die Sieger des letzten Turniers vor der WM bezwingen. In der ersten K.o.-Runde setzten sie sich gegen Prudel/Kujawiak (POL) knapp in zwei Sätzen durch.

Das bisher einzige Duell der beiden Teams fand ebenfalls bei einer Weltmeisterschaft statt: In der Gruppenphase der WM 2015 mussten sich Doppler/Horst überraschend in drei Sätzen geschlagen geben.

Das Spiel findet am Freitag um 16:15 Uhr am Center Court statt.

Doppler Horst Schalk Saxton
4 2 Asse 0 1
24 14 Angriffspunkte 13 15
2 0 Blocks 0 2
5 7 Service-Fehler 1 1
2 3 Angriffs-Fehler 2 3
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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