Leonard als Erfolgsfaktor
Ein Erfolgsfaktor könnte die Rückkehr von Superstar Kawhi Leonard sein. Der 35-Jährige, der die Raptors als Finals-MVP 2019 zum bisher einzigen Titel führte, wechselte im Sommer nach langem Transfergeplänkel von den Los Angeles Clippers zu den Kanadiern.
Dafür gingen Brandon Ingram und Gradey Dick sowie mehrere Draft Picks nach LA. "Kawhi bringt eine unglaubliche Ruhe ins Spiel", sagte Pöltl nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Forward.
Da sich der Trade verzögerte - die Clippers hatten die Gehaltsobergrenze mit Sonderzahlungen an Leonard umgangen und dadurch fünf Erstrundenpicks zwischen 2029 und 2033 verloren -, erwartet Pöltl in den kommenden Wochen keine Wunderdinge.
"Das wird sicher noch eine Lernphase sein, auch nachdem die Saison begonnen hat."
Pöltl zuversichtlich
Pöltls Eindrücke aus der Vorbereitung? "Einige von unseren jungen Spielern, die letztes Jahr schon Leistungsträger waren, haben noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht."
Die Verpflichtung von Leonard sei ebenfalls ein guter Schritt nach vorne. "Daher sehe ich eine gute Saison für uns. Natürlich muss man das erst umsetzen, aber die Grundlage ist mal da. Wir können da voll attackieren."
Trumpf in dieser Saison soll wieder die Defensive werden, der nun auch der starke Verteidiger Leonard angehört. "Wir versuchen, so aggressiv wie möglich zu spielen, und wir haben dazu auch die individuellen Verteidiger, die uns das erlauben", erklärte Pöltl.
Durch den defensiven Spielstil der Truppe, der auch Scottie Barnes, RJ Barrett und Immanuel Quickley angehören, "können wir uns einen relativ großen Vorteil herausspielen".
Rückenprobleme im Griff
Seine Rückenprobleme, die ihn in der abgelaufenen Saison lange außer Gefecht gesetzt haben, hat Pöltl derzeit im Griff. "Das ist natürlich jetzt nichts, was von einem Tag auf den anderen auf einmal weg ist", betonte der 2,13-m-Hüne.
Aber: "Ich fühle mich sehr gut. Ich sehe auch keinen Grund, dass es sich in Zukunft irgendwie ändern sollte." Durch harte Arbeit im Sommer und dank der Erfahrungen in der vergangenen Saison könne er die Lage besser einschätzen. "Ich weiß, was mein Körper in welcher Situation braucht, wann ich vielleicht ein bisschen zurückstecken muss und wann ich voll attackieren kann."
Einen konkreten Titelfavoriten hat Pöltl nicht. "Es gibt viele gute Teams, die oben mitmischen können", sagte er. In der Eastern Conference gebe es rund um die Raptors viele Teams, die sehr nahe beieinander seien. "Der Osten schaut am Papier sehr, sehr stark aus. Wir haben auf jeden Fall das Zeug dazu, in die Play-offs zu kommen."
Und dann komme es nur noch darauf an, den jeweiligen Gegner zu schlagen. "Uns ist auch klar, dass es nicht leicht werden wird. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen."