LeBron James lässt Raptors keine Chance

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Die Toronto Raptors liegen in den Eastern Conference Semifinals der NBA gegen die Cleveland Cavaliers nach der zweiten Heimniederlage 0:2 zurück.

Beim 110:128 in der Nacht auf Freitag liegen die Kanadier im zweiten Viertel mit neun Punkten voran, können in der Folge aber nicht mehr mithalten.

LeBron James (43 Punkte, 14 Assists) und Kevin Love (31) sind nicht zu stoppen. DeMar DeRozan (24) führt Toronto an.

Jakob Pöltl erzielt in 15 Minuten acht Punkte ohne Fehlwurf (3/3 2er, 2/2 Freiwürfe).

James ist der erste Spieler in der NBA-Geschichte, der in einem Playoff-Spiel mindestens 40 Punkte und 14 Assists verbuchen kann.

Die Serie wechselt nun nach Cleveland, Spiel 3 findet in der Nacht auf Sonntag statt.

Momentum dreht sich kurz vor der Halbzeit

Beide Teams starten wie in der ersten Partie, wieder scheint sich die kleine Aufstellung der Cavs für die Gäste zunächst nicht bezahlt zu machen. Denn die Raptors scoren viel am Ring - und vor allem in Person von Kyle Lowry (wie Kevin Love 10 Punkte im ersten Viertel) auch von außen. Bis zu sieben Punkte beträgt der Vorsprung, nach dem ersten Abschnitt heißt es 29:26.

Im zweiten Viertel läuft die Offense Torontos äußerst flüssig, die Bank spielt stark. Jakob Pöltl assistiert bei einem Dunk von Pascal Siakam, trifft einen schnellen Nahdistanzwurf, dunkt nach Abrollen gegen James und scort wieder einmal nach einer Auszeit.

Fred VanVleet stellt per Dreier die höchste Führung her (54:45), zehn der ersten 13 Würfe der Raptors im Abschnitt sitzen. Lowry erzielt seine ersten 18 Punkte ohne Fehlwurf und die Differenz bleibt bis kurz vor der Halbzeit gleich, ehe sie dann doch auf zwei Zähler schmilzt (63:61). Ein Fehlpfiff gegen Lowry, der sein drittes Foul ausfasst, und vor allem Love (ebenfalls 18 Zähler zu diesem Zeitpunkt) bereiten Probleme.

Katastrophen-Start in die zweite Hälfte

Die zweite Hälfte beginnt aus Gastgeber-Sicht grauenvoll. Der ganz schwache Serge Ibaka begeht einen Anfänger-Ballverlust, die Cavs kommen zu einfachen Punkten und einem 8:0-Run.

Auch Auszeiten und Umstellungen auf kleinere Line-ups können das Desaster nicht bremsen. Love vernascht seine kleineren Verteidiger unter dem Korb und Cleveland zieht auf 89:75 auf und davon.

Zu allem Überdruss trifft nun James - oft mit Ablauf der Shot-Clock - sehr schwierige Würfe im Rückwärtsfallen. Die Cavaliers versenken unglaubliche 16 ihrer ersten 20 Feldwurfversuche im dritten Viertel. Pöltl verwertet zwei Freiwürfe, mit 87:98 geht es in die letzten zwölf Minuten.

James brilliert

In diesen geht die Hoffnung schnell verloren. Jeff Green trifft aus der Distanz und James lässt drei spektakuläre Fade-away-Jumper folgen. Die Stimmung im Air Canada Centre ist längst gespenstisch, die Gäste vergrößern ihren Vorsprung auf 23 Zähler.

Der King versenkt vor den Augen von NBA-Commissioner Adam Silver 19 seiner 28 Würfe aus dem Feld. Die Cavs zeigen erneut großartige Disziplin und begehen nur ganze drei Ballverluste.

"Das war viel zu wenig"

Pöltl fasst zusammen: "Offensiv haben wir zu Beginn ziemlich gut gespielt. Wir haben das Tempo hochgehalten und angeführt von Kyle Lowry auch gut getroffen. Kurz vor der Pause hatten wir einen leichten Einbruch, wir hätten höher führen können."

Dein Einbruch im dritten Viertel erklärt er so: "Wir haben den Beginn komplett verschlafen, das war an beiden Enden für ein Playoff-Spiel viel zu wenig. Cleveland hat viele einfache Würfe bekommen und sie hochprozentig getroffen. Wir haben verschiedene Aufstellungen probiert, die Cavs haben immer ein Matchup gefunden, das sie ausnützen konnten. Dann hat auch noch LeBron James einen schwierigen Wurf nach dem anderen getroffen, von da an hatten wir keine Chance mehr."

Der Optimismus ist aber ungebrochen: "Ich gehe davon aus, dass das Spiel heute ein Ausreißer war. Spiel eins lag da schon viel näher an der Normalität und das hätten wir eigentlich gewinnen müssen. Wenn wir mit unserer Offense über die gesamte Spielzeit Druck ausüben können, werden wir uns auch defensiv leichter tun. Wir wissen, dass wir viel besser spielen können und mit einem Sieg in Spiel 3 wäre wieder alles drin. Aber wir müssen am Samstag unbedingt gewinnen, das ist klar."

Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers 110:128 (29:26, 34:35, 24:37, 23:30)

Raptors: DeRozan 24, Lowry 21, Valanciunas 16, VanVleet 14, Pöltl 8 (3/3 2er, 2/2 FW, 2 Defensiv-Rebounds, 1 Assist, 1 Steal, 1 Foul, 15 Minuten, Plus/Minus -7), Miles 8, Anunoby 5, Wright 5, Brown 3, Ibaka 2, Powell 2, Siakam 2, Nogueira

Cavaliers: James 43 (14 Assists), Love 31, Smith 15, Green 14, Hill 13, Clarkson 5, Korver 5, Thompson 2, Hood, Nance, Osman

Toronto Raptors (1) – Cleveland Cavaliers (4) 0 : 2 (best of seven)

Toronto RaptorsCleveland Cavaliers 112 : 113 OT

Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers 110 : 128

Cleveland Cavaliers - Toronto Raptors SA 5.5., 2.30 Uhr MESZ (Nacht auf SO)

Cleveland Cavaliers - Toronto Raptors MO 7.5., 2.30 Uhr MESZ (Nacht auf DI)

falls nötig:

Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers MI 9.5. (Nacht auf DO)

Cleveland Cavaliers - Toronto Raptors FR 11.5. (Nacht auf SA)

Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers SO 13.5. (Nacht auf MO)

Textquelle: © LAOLA1.at

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