Acht Pöltl-Punkte bei Niederlage in Indiana

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Die Toronto Raptors verlieren in der Nacht auf Mittwoch in der NBA bei den Indiana Pacers mit 90:108.

Die Kanadier liegen im zweiten Viertel mit 19 Punkten Vorsprung voran, müssen nach der Pause aber die Überlegenheit von Paul George (35 Punkte) und Co. anerkennen.

Jakob Pöltl zeigt eine sehr gute Leistung und kommt in 12 Minuten auf 8 Punkte (3/3 2er, 2/3 Freiwürfe), 3 Rebounds, 2 Blocks und 1 Steal bei je 0 Turnovers und Fouls.

DeMar DeRozan führt die Raptors mit 27 Zählern an.

Während die Pacers (38-40) Miami in der Eastern Conference vom achten Platz verdrängen, liegt Toronto (47-31) vier Spiele vor Ende nun gleichauf mit den viertplatzierten Washington Wizards auf Rang drei.

Die Chance auf einen der beiden Top-Plätze besteht nur noch theoretisch, Cleveland Cavaliers und Boston Celtics halten jeweils bei erin Bilanz von 50-27.

Kaltstart der Pacers

Die Raptors dominieren von der ersten Sekunde an und legen dank ihrer Inside-Überlegenheit und zwei Dreiern von DeMarre Carroll auf 18:7 vor.

Für die Pacers scheint der Korb zunächst wie sprichwörtlich zugenagelt, nur ganze vier der ersten 21 Feldwurfversuche finden ihr Ziel. Auch der gefeierte "Heimkehrer" Lance Stephenson kann seine Würfe nicht versenken.

Eine höhere Führung Torontos verhindern Ballverluste, nach zwölf Minuten liegen die Gäste 26:18 voran. Jakob Pöltl kommt im ersten Abschnitt noch nicht zum Einsatz, Coach Dwane Casey setzt anfangs bei den Big Men auf eine Dreier-Rotation: Jonas Valanciunas wird von Patrick Patterson ersetzt und kommt später für Serge Ibaka.

Raptors ziehen davon

Der Start ins zweite Viertel verläuft optimal, die Raptors stellen durch einen Dreier von P.J. Tucker - natürlich von seiner Lieblingsposition aus der Ecke - und Inside-Punkten von Valanciunas auf 31:18.

"JV" begeht aber kurz darauf sein zweites Foul, nach 14 Minuten beim Stand von 31:20 darf Pöltl erstmals ran.

Der Wiener fälscht sofort den Ball am Offensiv-Rebound ab und verhilft Patterson damit zu einem freien Kurzdistanzwurf. Pöltl greift auch hinten am Brett zu und leitet mit einem schnellen Outletpass einen herrlichen Fastbreak ein, den Tucker zum 35:20 abschließt.

Die zweite Fünf der Raptors verteidigt weiter ausgezeichnet, Pöltl zeigt im Gegenangriff eine geschickte Finte, wird von Kevin Seraphin gefoult und versenkt beide Freiwürfe zum 37:20.

Super Stats in nur vier Minuten

Der 21-Jährige macht auch in der Folge gute Figur: Nach einem weiteren Defensiv-Rebound spielt er auf der anderen Seite einen idealen Pass auf Ibaka. Sein Inside-Kollege verwirft, aber Pöltl ist per Tip-in zum 41:24 zur Stelle.

Delon Wright scort zunächst selbst bei einer Penetration und findet danach Pöltl für einen freien Lay-up zum 45:26 - die höchste Führung Torontos im Spiel. Nach nur etwas mehr als vier Minuten Einsatzzeit hält der Österreicher somit schon bei sechs Punkten und drei Rebounds.

Einen Block mit dem Ellbogen (!) gegen Jeff Teague lässt Pöltl noch folgen, bevor der Pacers-Point-Guard die Hausherren zu einem 6:0-Run führt. 3:30 Minuten vor Halbzeit verlässt Pöltl das Parkett.

Toronto verliert etwas an Konzentration, Superstar Paul George und Monta Ellis mit einem Buzzer-Beater-Korbleger bringen Indiana auf 40:51 heran. Auffallend zurückhaltend spielt vorerst DeMar DeRozan, der erst bei fünf Punkten hält.



18:4-Run der Pacers

Nach Seitenwechsel scort Cory Joseph zwar zum 53:40, in den nächsten Minuten läuft für die Raptors aber nichts mehr zusammen. Nur einer von acht Feldwürfen fällt, dazu gesellen sich vier Ballverluste und immer besser werdende Pacers.

Logische Konsequenz ist, dass die Gastgeber nach Dreiern von Monta Ellis und Teague in der 31. Minute erstmals in Führung gehen (58:57).

DeRozan spielt nun groß auf und stellt mit einigen Mitteldistanzwürfen auf 67:64 - bei diesem Score kommt auch Pöltl drei Minuten vor der letzten Pause wieder.

Doch nicht nur Torontos Star blüht auf, auch Paul George ist nun überhaupt nicht zu stoppen. Mit einem Vier-Punkte-Spiel des vielseitigsten Pacers schwingt das Momentum wieder zu der Truppe von Nate McMillan.

DeRozan erzielt zwar 16 Raptors-Punkte in Folge und insgesamt 20 im Viertel - und holt die Führung noch einmal zurück -, doch "PG" kommt seinerseits auf 18 Zähler im Quarter und das Bankers Life Fieldhouse in Indianapolis kocht.

Pöltl hat am Ende des Abschnitts etwas Glück, als er kurz vor der Sirene bei einem Versuch Teagues von der Mittellinie mit dem Guard kollidiert - ein Foulpfiff bleibt aber aus, die Pacers führen 77:75.

Lange Flaute nach "And-One" von Pöltl

Pöltl scort trotz eines Fouls von Aaron Brooks unter dem Korb zum 77:79 aus Raptors-Sicht, der Freiwurf geht diesmal daneben. Toronto lässt viele Chancen aus, darunter ein freier Fastbreak-Layup von Tucker.

Nach zweieinhalb Minuten im Schlussviertel geht Pöltl bei 77:81 für Valanciunas. Toronto trifft sehr schlecht von außen (5/23 Dreier), begeht Ballverluste und bewegt den Ball schlecht.

Indiana dagegen findet total in den Flow und stellt mit einem 9:0-Run auf 88:79. Der kontroversielle Stephenson beginnt zu treffen und Teague lässt Wright mit einem "Shake and bake"-Move aussteigen.

Die Talfahrt geht für Toronto weiter, der Rückstand weitet sich auf 83:97 aus. 1:37 Minuten vor Schluss keimt nach einem Carroll-Dreier zum 90:97 noch kurz Hoffnung auf, Stephenson macht mit einem Dreipunkter nach einer Auszeit aber den Deckel drauf.

Tumult nach Unsportlichkeit von Stephenson

Der Routinier scort wenige Sekunden vor Ende, als die Partie praktisch vorbei ist und normalerweise nur noch ausgedribbelt wird, per Korbleger. Das erhitzt die Gemüter der Raptors gewaltig, DeRozan und Tucker bedrängen den "Übeltäter" heftig.

Ein Tumult entsteht, Technische Fouls gegen das Trio werden ausgesprochen, die Coaches wechseln für die letzten 3,3 Sekunden sicherheitshalber Bankspieler ein.

Bereits in der Nacht auf Donnerstag geht es für die Raptors in Detroit weiter.

Indiana Pacers - Toronto Raptors 108:90 (18:26, 22:25, 37:24, 31:15)

Raptors: DeRozan 27, Carroll 11, Joseph 10, Valanciunas 10 (10 Rebounds), Tucker 9, Pöltl 8 (11:51 Minuten, 3/3 2er, 2/3 Freiwürfe, 3 Rebounds, 1 davon offensiv, 2 Blocks, 1 Steal, Plus/Minus -5), Ibaka 8 (10 Rebounds), Wright 5, Patterson 2, Powell, Nogueira, VanVleet; Siakam

Pacers: George 35 (10 Rebounds), Teague 20, Young 15 (11 Rebounds), Stephenson 12, Ellis 10, Turner 7, Seraphin 4, Brooks 3, Miles 2, Allen, Christmas, Young

Textquelle: © LAOLA1.at

Schlusslicht Karlsruhe stellt Trainer Mirko Slomka frei

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare