Pöltl begeistert gegen Meister Cleveland

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Jakob Pöltl zeigt bereits in seinem zweiten NBA-Spiel, dass er mit den Superstars mithalten kann: Bei der 91:94-Heimniederlage der Toronto Raptors gegen die Cleveland Cavaliers in der Nacht auf Samstag trumpft der 21-jährige Wiener mit je sieben Punkten und Rebounds in nur 10:49 Minuten groß auf.

Pöltl steht in der zweiten Hälfte 10,5 Minuten in Folge auf dem Parkett, als die Kanadier gegen den Titelverteidiger eine Aufholjagd starten. Ein Tip-Dunk trotz Foul ist besonders spektakulär.



Cavs um Kevin Love mit besserem Start

Die Cavaliers liegen von Beginn an immer leicht voran, vor allem Power Forward Kevin Love wird beim Meister gesucht. Nach dem ersten Viertel heißt es 28:23 für die Gäste.

Pöltl darf zum Start des zweiten Abschnitts erstmals auf das Parkett, wird aber gleich nach 15 Sekunden wieder ausgewechselt, da die Cavs auf "super-klein" mit Richard Jefferson und LeBron James auf den großen Positionen umstellen und Pöltl als direkten Gegenspieler James hat.

Cleveland zieht auf bis zu zwölf Punkte Unterschied davon, mit 50:40 aus Sicht der Cavaliers geht es in die Kabinen.

Tip-Dunk leitet heiße Phase ein

Nach Seitenwechsel ändert sich am Charakter des Spiels zunächst wenig: Die Raptors kämpfen, DeMar DeRozan zeigt erneut eine starke Vorstellung, Jonas Valanciunas räumt am Rebound auf.

Torontos erste Fünf kann nur zwischenzeitlich verkürzen, aber beim Stand von 56:66 mit 3:18 im dritten Viertel auf der Uhr wechselt Coach Dwane Casey statt Kyle Lowry, Pascal Siakam und Valanciunas das Trio Pöltl, Patrick Patterson und Cory Joseph ein.

Die Raptors verteidigen konsequent und nach einem Fehlwurf von DeRozan dunkt der Österreicher den abprallenden Ball spektakulär durch den Ring, obwohl ihm Routinier Richard Jefferson von hinten eine überzieht - die fast 20.000 im Air Canada Centre stehen kopf. Auch der Freiwurf zum 61:66 sitzt.



Pöltl weiter sehr stark

Angeführt von DeRozan verkürzen die Hausherren weiter, nach 36 Minuten steht es 67:71.

Im Schlussviertel steigt die Intensität weiter, Joseph geigt. Pöltl foult Iman Shumpert im Wurf und erkämpft sich wenig später gegen Tristan Thompson, einen der besten Rebounder der Liga, den Offensivrebound. Der ursprüngliche unkontrollierte Tip wird wie schon gegen Detroit als Fehlwurf gewertet, Pöltl setzt nach und verwertet den Korbleger zum 73:76.

Der Rookie greift auch am Defensiv-Rebound konsequent zu und vergibt beim Stand von 75:76 mit einem Wurf von der Baseline, der "in and out" geht, die Chance auf die erste Führung seines Teams im Spiel.

Mit 7:41 auf der Uhr leitet Pöltl einen Pass von Joseph volley mit viel Gefühl zum 77:78 in den Korb weiter. Obwohl Valanciunas zuvor recht stark agierte, belohnt der Coach die Leistung des Österreichers und lässt ihn weiter auf dem Feld.

Irving mit entscheidendem Dreier

LeBron James wird immer aktiver. Pöltl muss erst 4:45 Minuten vor Schluss beim Stand von 84:85 weichen, die Raptors haben mit ihm also neun Punkte aufgeholt.

Zweieinhalb Minuten vor Ende bringt Lowry Toronto tatsächlich erstmals in Front (89:88), DeRozan gleicht mit einem krachenden Dunk nochmals auf 91:91 aus, doch Kyrie Irving sorgt mit einem Dreipunkter 44 Sekunden vor Ende für den vorentscheidenden Korb.

In der Folge werden keine Punkte mehr erzielt, Patterson und Lowry scheitern aus der Distanz, Cleveland entscheidet die Neuauflage der Conference Finals für sich.

Pöltl ist schlussendlich zweitbester Rebounder seines Teams und weist mit +9 gemeinsam mit Cavalier J.R. Smith die beste Plus/Minus-Statistik aller Akteure auf. Beeindruckend, dass der jüngste Mann auf dem Feld schon so früh in der Saison gegen das beste Klub-Team der Welt für Furore sorgen kann.

"Super Kampf gegen den Meister. Leider hat es knapp nicht gereicht", kommentiert Pöltl auf Facebook.

In der Nacht auf Dienstag geht es für die Raptors mit dem Heimspiel gegen Denver weiter.

Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers 91:94 (23:28, 17:22, 27:21, 24:23)

Raptors: DeRozan 32, Lowry 17, Valanciunas 10 (17 Rebounds), Carroll 8, Joseph 8, Pöltl 7 (3/5 2er, 1/1 Freiwürfe, 4 Offensiv-, 3 Defensiv-Rebounds, 1 Foul, 10:49 Minuten), Patterson 5, Siakam 4, Ross; Caboclo, Nogueira, Powell, VanVleet

Cavaliers: Irving 26, James 21, Love 18 (10 Reb.), Thompson 11 (10 Reb.), Smith 8, Shumpert 6, Dunleavy 2, Jefferson 2, Liggins; Andersen, Felder, Jones, McRae

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Jakob Pöltl

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