Wie geht es ohne Pöltl im ÖBV-Team weiter?

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Östereichs Basketball-Herren können nach dem bereits fixierten Aufstieg in die WM-Quali am Mittwoch (ab 20:00 Uhr im LAOLA1-LIVE-Stream) in den Niederlanden noch Platz 1 in der Vorquali-Gruppe B erreichen.

Ein Ziel, das sich das Team von Kestutis Kemzura nicht nehmen lassen will. Auch NBA-Star und Toronto-Raptors-Legionär Jakob Pöltl will sich bestmöglich von seinen Kollegen verabschieden. Er wird dem ÖBV-Team nicht mehr so schnell zur Verfügung stehen.

"Das ist schade", gibt Pöltl bei LAOLA1 zu.

>>> Niederlande-Österreich, Mi., 16.8., 20:00 Uhr, Jakob Pöltls letzter Auftritt im ÖBV-Trikot in diesem Jahr LIVE bei LAOLA1.tv <<<

Pöltl: "Ich gehe nicht davon aus"

"Aber im Moment schauen wir einmal, dass wir das nächste Spiel gewinnen und dann können wir uns noch immer den Kopf darüber zerbrechen", so der Center, der in der Vorqualifikation zum effizientesten Spieler überhaupt avancierte.

Mit 21,3 Punkten ist er nicht nur Österreichs bester Scorer, sondern auch insgesamt drittbester in der Vorqualifikation. Umso bitterer, dass das Auswärtsspiel gegen die Niederlande das vorerst letzte sein wird.

Weder im November zum Start der WM-Quali noch im Februar 2018 ist aufgrund der laufenden NBA-Saison von einem Einsatz des 22-jährigen auszugehen. Pöltl versucht gar nicht, die Hoffnungen der österreichischen Basketball-Fans zu nähren.

"In der momentanen Situation gehe ich nicht davon aus, aber das wird sich weisen, wenn es dann soweit ist", meint Pöltl.

"Nicht optimal", ohne Pöltl in WM-Quali zu gehen

Auch für die Teamkollegen ist es ein nicht unwesentlicher Einschnitt. Schließlich hat Pöltl die Mannschaft beflügelt und einen regelrechten Fan-Boom ausgelöst. Trotzdem hat Thomas Klepeisz Verständnis dafür, schließlich könne man es nicht ändern.

"Natürlich ist es nicht optimal, dass er uns dann nicht helfen kann, aber es geht halt nicht anders. Er spielt in der NBA, da gibt es keine FIBA-Spielpausen. Dafür müssen halt andere in die Bresche springen und viel Verantwortung übernehmen. Aber wir haben Inside mit Rasid (Mahalbasic) einen Top-Center auf den wir zählen können."


VIDEO: Le Schladi trifft Pöltl und Klepeisz:

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)


Gerade dann würden andere Spieler zeigen können, was in ihnen steckt. Das Anhalten am großen Aushängeschild ist dann nicht mehr möglich, dann muss jeder selbst das Beste aus sich herausholen.

"Da müssen halt andere Leute upstepen und bessere Leistungen zeigen. Den anderen Nationen geht es auch nicht anders, da müssen auch einige auf NBA- oder EuroLeague-Spieler verzichten. Deswegen ist das ausgeglichen, mal schauen was dabei herausspringt", bestätigt Klepeisz, Legionär bei den Basketball Löwen Braunschweig.

Eingespielt ja, aber es muss auch ohne Pöltl gehen

Das Team kennt jedoch nun die Vorzüge Pöltls, hat sich mit dem 2,13 Hünen gut eingespielt und so die Vorqualifikationg geschafft. Ob diese Veränderung der Entwicklung der Mannschaft gut tut?

"Wir waren jetzt auf jeden Fall eingespielt, das ist schade. Aber wir beginnen ja nicht bei Null. Wir haben trotzdem elf andere Leute, die alle dabei sein werden. Langsam finden wir zusammen, wir sind immer eingespielter, machen weniger Fehler und haben weniger Abstimmungsfehler. Wir kommen langsam in den Flow, wo jeder weiß, was der andere macht, ohne sich zwei Mal versichern zu müssen, dass es wirklich so ist. Darum ist es schade", so Klepeisz weiter.

Trotzdem sind sich alle einig, dass die Qualität vorhanden ist, auch in der WM-Quali eine gute Figur zu machen. Am 24. August stehen dann auch endlich die Gegner fest, die Österreich auf dem Weg nach China zu schlagen hat.

Und wer weiß? Vielleicht ist Pöltl heiß darauf, in der kommenden Sommerpause wieder auszuhelfen. Wenn ihn die Raptors freigeben, wäre ein Ausflug zum ÖBV-Team Ende Juni, Anfang Juli 2018 durchaus möglich. Ein Nachteil wäre dies auf keinen Fall.

>>> Niederlande-Österreich, Mi., 16.8., 20:00 Uhr, Jakob Pöltls letzter Auftritt im ÖBV-Trikot in diesem Jahr LIVE bei LAOLA1.tv <<<


Die Highlights der Autogrammstunde von Pöltl und Klepeisz auf VIDEO:

Textquelle: © LAOLA1.at

ÖBV-Herren gehen ohne Druck in Spiel gegen Niederlande

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