Weltmeister Ogier gibt weiter das Tempo vor

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Das mit Spannung erwartete erste Kräftemessen der WRC-Piloten vor der Rallye Monte Carlo endet mit einem Erfolg für Weltmeister Sebastien Ogier.

Der Franzose erzielt im Shakedown, dem letzten Abstimmungstest vor dem Start ins WM-Jahr 2017, die schnellste Zeit. Der 33-jährige "Hausherr" aus Gap absolviert die 3,35 km Test-Prüfung in seinem Ford Fiesta mit 4,2 Sekunden Vorsprung auf WRC-2-Pilot Andreas Mikkelsen (NOR/Skoda Fabia R5).

Jari-Matti Latvala (FIN/+5,1) belegt im Toyota Yaris den 4. Rang.

Ogier montiert Spikes

Während Ogier bei teilweise schneebedeckter Fahrbahn im ersten Versuch Schneereifen mit Spikes montiert, fahren einige Konkurrenten mit normalen Schneereifen oder gar mit klassischen Asphalt-Pneus, was einen seriösen Vergleich der Zeiten unmöglich macht.

So verpassen die beiden Citroen-Werksfahrer Kris Meeke (GBR) und Stephane Lefebvre (FRA) klar die Top-10, weil sie sich die Schneereifen für die Renntage aufsparen. Auch die Hyundai-Piloten (im Bild Dani Sordo) hielten sich im Shakedown vornehm zurück.

Die Rallye startet heute Abend traditionell vor dem Casino in Monte Carlo und führt mit zwei tückischen Nacht-Sonderprüfungen ins eigentliche Rallye-Zentrum nach Gap.

Zehn WRC starten in neue Ära

Unter den 75 Teams beim WM-Auftakt in den Seealpen sind zehn neue 2017er-WRC im Einsatz.

Optisch erinnern die neuen Boliden an die legendären Gruppe-B-Fahrzeuge der 1980er-Jahre. Ogier, der erstmals im Ford Fiesta, unterwegs ist, zeigt sich begeistert: "Die neuen WRC beschleunigen schneller und haben eine höhere Endgeschwindigkeit." Verantwortlich dafür sind ca. 80 PS mehr unter der Motorhaube. Die 1,6-Liter-Turbomotoren werden mit deutlich mehr Luft befeuert.

Diffusor und Differenzial wieder erlaubt

Dazu kommen wesentlich größere Spoiler rund um die Boliden sowie zusätzliche aerodynamische Hilfsmittel wie ein Diffusor unter der hinteren Stoßstange.

Die Karosserie ist bei den 2017er-Modellen um 55 Millimeter breiter. Außerdem ist das elektronisch gesteuerte Differenzial zwischen Vorder- und Hinterachse wieder erlaubt. Damit sind für die Asse auch wieder höhere Kurvengeschwindigkeiten zu erzielen.

Die Experten rechnen durch die Neuerungen mit einem Zeitgewinn von mehr als einer Sekunde pro Kilometer.



Textquelle: © LAOLA1.at

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