Baumschlager will einen Elekrto-R5 einsetzen

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Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager - Inhaber von Baumschlager Rallye & Racing (BRR) - hat sich mit dem für ihn typischen Eifer einem neuen Projekt verschrieben.

Der 60-Jährige ist feuer und Flamme für die Aufgabe und untermauert den hohen Erfolgsanspruch an die gemeisame Arbeit mit Kreisel Electric: "Wir stehen vor der Herausforderung, elektrisch betriebene Rallye-Fahrzeuge wettbewerbsfähig zu machen. Mit unserer ausgeprägten Rennsport-DNA und dem Elektro-Know-how von Kreisel werden wir die einmalige Chance ergreifen, ein weiteres, spannendes Kapitel im Rallye-Sport aufzuschlagen."

Ziel des Projekts sei es zudem, rennsportbegeisterte Fans von der Leistungsfähigkeit elektrisch betriebener Fahrzeuge im Alltagsgebrauch zu überzeugen und somit einen wichtigen Beitrag zur Elektrifizierung des Individual-Verkehrs zu leisten, betont "Mundl".

Entwicklung eines Rallye-2-Boliden ist weit fortgeschritten

Die Entwicklung eines Fahrzeuges der Rallye-2-Klasse ist weit fortgeschritten. Die Eckdaten von 205 kW Dauerleistung unter Einsatz eines 900 V Batterie-Systemes mit einem Gesamtgewicht von unter 1.300 kg sind gesetzt.

Auf Simulationsebene werden bereits umfangreiche Vergleichstests der verschiedenen Antriebs-Systeme durchgeführt. Mit weiteren Details und ersten Bildern ist ab April 2020 zu rechnen.

Seit 2014 entwickelt das oberösterreichische Unternehmen Kreisel Electric innovative Systemlösungen für alle Bereiche der E-Mobilität. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklungnachhaltiger Stromlösungen für die mobile Nutzung mit speziellem Augenmerk auf schnelle und effiziente, wie hochsichere Lade- und Entlade-Vorgänge.

Kreissl sorgte für Elektrifizierung des Autos von Arnold Schwarzenegger

Nach erfolgreichen Einzel-Projekten, die für entsprechende Öffentlichkeit sorgten (etwa: Elektrifizierung eines Mercedes G im Auftrag von Arnold Schwarzenegger), geht Kreisel Electric nun den nächsten Schritt und stellt seine Produkte im härtesten, denkbaren Motorsportumfeld auf die Probe.

Im Rallyesport lautet das Ziel, mit einem eigenen, elektrisch angetriebenen Wettkampffahrzeug an der Österreichischen Meisterschaft 2021 teilzunehmen.

Die traditionsreiche Jänner-Rallye führt quasi am Hauptsitz von Kreisel Electricin Rainbach im Mühlkreis vorbei. Die Firma will erstmals im ernsthaften Motorsport-Umfeld der Klasse "Rally 2" den E-Antrieb herkömmlichen Verbrennerantrieben gegenüberzustellen. Um die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Bereich der E-Antriebe auf den Boden zu bringen, bedarf es eines starken Partners mit einem ebenso reichen Erfahrungsschatz im harten Kampf des Rallye-Sportes.

Mit dem 14-fachen Staatsmeister Baumschlager und dessen Unternehmen BRR war ein perfekter Partner schnell gefunden.

Erster fahrbahrer Prototyp ab Mai 2020 - Warum Rallye?

Nach umfangreichen Vorarbeiten (Analyse und Konzeptentwicklung findet bereits seit einem Jahr in enger Zusammenarbeit statt) startet die heiße Phase der Entwicklung eines rennfertigen Fahrzeuges der Rallye-2-Klasse. Ein erster, fahrbarer Prototyp wird bis Mai 2020 fertig sein, nach einer intensiven Test- und Abstimmungsphase sind erste Einsätze als Voraus-Fahrzeug ab Sommer 2020 geplant.

Wettkampfeinsätze des Boliden sind in Abstimmung mit den Motorsportbehörden bei ausgewählten Bewerben 2021 geplant.

Die ehrgeizige Strategie von Kreisel Electric, die selbstentwickelten Antriebs- und Batterie-Module im Rallyesport zu erproben, geht zurück in die Anfangstage des
Unternehmens. Ziel war es immer schon, Benchmarks zu setzen, sowohl punkto Schnell-Ladefähigkeit, als auch beim Temperatur-Management der Batteriezellen, um höchstmögliche Sicherheit beim Alltagseinsatz der Gesamt-Technologie inkl. Ladeinfrastruktur zu gewährleisten.

Nachdem dieses Ziel entwicklungstechnisch weitgehend erreicht wurde, ist es Zeit für den wichtigen nächsten Schritt. Der Rallye-Sport ist aus mehreren Gründen das geeignete Umfeld. Zunächst werden höchste Anforderungen puncto Wettertauglichkeit und Robustheit an Fahrzeug und Antrieb gestellt, die es im Echteinsatz zu erproben gilt.

Außerdem wird der Alltagseinsatz von E-Antriebssystemen in keiner anderen Rennsport-Kategorie derart ähnlich wiedergespiegelt wie während einer Rallye.

Binnen zehn Minuten müssen Batterien des Rallye-Boliden voll geladen sein

Neben Sonderprüfungen, wo Höchstleistung von Anfang bis Ende gefragt ist, gibt es Verbindungs-Etappen, die dem Alltagseinsatz eines E-Autos ähnlich sind. Die
engen Zeitfenster der Tankstopps stellen klarerweise die Schnell-Ladefähigkeit des Systems vor Herausforderungen: Innerhalb von zehn Minuten müssen die Batterien des Rennfahrzeuges nicht nur ausreichend geladen sein, sondern auch sofort wieder die volle Leistung bringen.

"Wir sprechen hier von einer Ladeleistung von 250 kW bei 900 Volt, was insbesondere die Kühlung der Batterien in den Fokus rückt. Das System von Kreisel ist so ausgelegt, dass die Temperatur der Zellen während des Ladens nicht ansteigt. Beim Rallye-Fahrzeug bedeutet das: Volle Leistungsfähigkeit ab dem Moment, wo man den Ladestecker abzieht. Für die Serienproduktion bedeutet das: größtmögliche Sicherheit und hohe Lebensdauer", erklärt Philipp Kreisel, Geschäftsführer und Entwicklungsverantwortlicher bei Kreisel Electric.

"Weil außerdem vorort mit keinem entsprechend kraftvollen Stromnetz gerechnet werden kann, muss die Ladeinfrastruktur autonom funktionieren", weiß Kreisel weiter. Im Bereich der Ladeinfrastruktur mit integriertem Speicher stellt Kreisel Electric ebenfalls den technologischen Marktführer.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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