KTM enthüllt MotoGP-Bike für Saison 2017

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Für KTM fällt am Montag der Startschuss für die Grand-Prix-Saison 2017.

Das oberösterreichsiche Werksteam präsentiert am Montag in Munderfing die Bikes für die MotoGP, Moto2 und Moto3. Im Mittelpunkt steht die neue RC16, mit der Pol Espargaro und Bradley Smith in der MotoGP an den Start gehen werden.

"Wir sind sehr erfahren im Rennsport, doch die MotoGP ist selbst für uns ein anderes Level. Wir lieben den Druck. Wir sind Racer und wissen, wie man damit umgeht", sagt KTM-Motorsportchef Pit Beirer.

"Wir sind Anfänger"

"Es ist unmöglich, das Motorrad nicht zu mögen. Es ist wunderschön", sagt Pol Espargaro. "Momentan ist das Motorrad ziemlich wild - noch ein bisschen zu wild. Aber es fühlt sich sehr gut an. KTM ist neu in der MotoGP. Wir machen riesige Schritte und verbessern uns ständig."

Bis zum WM-Saisonauftakt am 26. März in Katar hat das Team aber noch viel Arbeit vor sich - das wird auf absehbare Zeit auch während der Saison so bleiben. "Wir sind keine wirklichen Anfänger, aber in diesem Segment sind wir Anfänger. Die ersten Tests waren schwierig, aber es läuft sehr gut", sagte Pierer. Die Latte liegt zunächst bewusst niedrig.

"Wir wollen ernsthafte Konkurrenten sein", meinte KTM-Motorsportchef Pit Beirer. Die beiden WM-Piloten Pol Espargaro und Bradley Smith sind sich ihres Pioniergeistes bewusst. "Im Moment ist das Fahren noch wild, ein bisschen zu wild. Aber es fühlt sich sehr gut an. Jedes Mal, wenn wir aufsteigen, rücken wir der Konkurrenz ein Stück näher. Das ist wirklich cool", sagte Espargaro.

Beim bisher einzigen MotoGP-Start, einem Wild-Card-Einsatz beim Saisonfinale in Valencia im November, kam KTM-Testpilot Mika Kallio nicht ins Ziel, bei den winterlichen Testfahrten lagen die KTM-Piloten meist im hinteren Drittel des Feldes. "Wir wollen im Lauf der Saison standfest werden und um Punkte fahren können", erklärte MotoGP-Team-Manager Mike Leitner.

Ziel: "Das Podium berühren"

Langfristig sind die Ziele freilich andere. "In den kommenden drei Jahren wollen wir uns dem Podium annähern und das Podium auch berühren", sagte Firmenchef Pierer. Auch Motorsport-Chef Beirer will in spätestens drei Jahren um Siege mitfahren. "Es muss ein Ziel sein, dass dann einer unserer Fahrer ein Siegfahrer ist oder uns ein Siegfahrer so sehr vertraut, dass er zu uns wechselt", erklärte Beirer.

Das lässt sich das Unternehmen auch einiges kosten. Laut Pierer ist das MotoGP-Budget mit Abstand der größte Teil im Motorsportbudget. Der gesamte Motorsportbereich beläuft sich auf 50 Millionen Euro. Das Projekt MotoGP hat schon vor dem ersten Rennen deutliche Spuren hinterlassen. Für die RC16 stellte KTM in Munderfing unweit des Firmensitzes eine hochmoderne, 10.000 Quadrameter große Rennfabrik hin, in der nun der Großteil des KTM-Motorsports gebündelt ist.

"Das erste große Ziel war, die Struktur zu gründen, die für die MotoGP notwendig ist. Das Gebäude musste geschaffen werden. Wir haben 60 neue Leute eingestellt, die mit Infrastruktur ausgestattet werden mussten. Nun wollen wir ein seriöser Player in der Klasse sein", sagte Beirer.

All das soll sich für KTM auch wirtschaftlich positiv auswirken. "Der Einstieg in die MotoGP kommt letztendlich vom Markt. Vor drei Jahren haben wir die meisten Konkurrenten in Europa bei den Zahlen überholt. Um weltweit das Podium zu erreichen, mussten wir in die MotoGP gehen", ist Pierer überzeugt.

Als namensgebender Sponsor ist auch Red Bull weiterhin an Bord des KTM-Teams. "Für uns als österreichisches Unternehmen mit einer langen gemeinsamen Geschichte mit KTM war es klar, bei diesem Projekt vom ersten Schritt an mit dabei zu sein", sagte Red-Bull-Marketingchef Thomas Ueberall bei der Teampräsentation.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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