"Silly Season": Wildes Lorenzo-Gerücht

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Die "Silly season" hat auch die Motorrad-WM erreicht!

Vor dem Grand Prix von Österreich sorgen Gerüchte um eine mögliche Rückkehr des Fünffach-Weltmeisters Jorge Lorenzo zu Ducati für reichlich Irritation bei den Piloten.

Lorenzo war für 2019 von Ducati ins Repsol-Honda-Werksteam und damit an die Seite seines spanischen Landsmannes Marc Marquez gewechselt. Doch das erwartete, teaminterne Duell um den WM-Titel fiel aus, weil Lorenzo mit der Honda überhaupt nicht zurecht kommt.

Bei einem Trainingsunfall im Jänner brach er sich das Handgelenk und verpasste die Tests in Malaysia. Beim WM-Auftakt in Doha zog sich Lorenzo einen Rippenbruch zu. In Barcelona räumte er bei einem Sturz drei Konkurrenten ab, ehe er sich Ende Juni bei einem weiteren Unfall in Assen zwei Brustwirbel brach und seitdem vom deutschen Stefan Bradl ersetzt werden muss.

Kein Wunder, dass nach einer derartigen Negativ-Serie sogar Rücktritts-Gerüchte um den 32-jährigen Lorenzo entstanden sind. Doch die Hoffnungen auf einen vakanten Platz in der MotoGP haben sich offenbar zerschlagen: Denn Lorenzo hat mittlerweile versichert, trotz allem seinen 2020 inkludierenden Honda-Vertrag erfüllen und weitermachen zu wollen.

Vorjahres-Sieger Lorenzo jedenfalls war im Spielberg-Vorspiel der meistdiskutierte Pilot, obwohl er wegen seiner Verletzung gar nicht dort ist und frühestens Ende August in Silverstone wieder fahren soll. Seine mögliche Rückkehr zu Ducati wurde am Donnerstagabend mit viel Fantasie angeheizt.

Auch durch Jack Miller, der bestätigt, dass sein Vertrag beim Pramac-Ducati-Team noch nicht wie gedacht unter Dach und Fach ist. Cal Crutchlow reagiert sichtlich genervt auf die vielen Journalisten-Fragen zu Lorenzo. "Das ist doch nur eine Episode einer Seifenoper", ärgert sich der britische LCR-Honda-Fahrer.

Was passiert mit Alex Marquez?

Einer, der sich Hoffnungen auf einen Platz in der MotoGP macht, ist Alex Marquez. Der jüngere Bruder von Serien-Weltmeister Marc Marquez gilt als MotoGP-Kandidat, dürfte aber in der Moto2 bleiben.

Dabei ist der Weltmeister-Bruder Alex Marquez im fünften Moto2-Jahr bei VDS endlich vom Sturzpiloten zum Seriensieger gereift. Nachdem er 2013 seinen ersten GP-Sieg geholt und 2014 Moto3-Weltmeister geworden war, benötigte er zwei Jahre bis zum ersten Podestplatz in der Moto2. In 70 Klassenrennen gelangen ihm nur wenige Siege.

Nicht zuletzt unter dem Einfluss seines 26-jährigen Bruders ist der um drei Jahre jüngere Alex nun aber gereift und hat fünf der jüngsten sechs Moto2-Rennen gewonnen. Vier Mal durften die beiden Brüder sogar am selben Tag über einen GP-Sieg jubeln. Nämlich in Le Mans, Barcelona, am Sachsenring und zuletzt in Brünn.

Die beiden von Emilio Alzamora gemanagten Brüder aus Cervera in Katalonien sind deshalb in ihren Klassen klare WM-Leader und Marc hat immer wieder betont, seinen Bruder liebend gerne ebenfalls in der MotoGP fahren zu sehen.

Der "kleine" Marquez wurde zuletzt tatsächlich immer wieder mit der Königsklasse in Verbindung gebracht, dürfte jetzt aber doch noch ein weiteres Jahr in der Moto2 bleiben. Laut der Fach-Website "Speedweek" hat er für 2020 einen Vertrag beim malaysischen Petronas-Team unterzeichnet. 2021 könnte er dann als zweifacher Moto2-Weltmeister - aktuell führt er 33 Punkte vor Tom Lüthi - mit Petronas in die Königsklasse aufsteigen.

Brüder in der Motorrad-WM sind nichts Außergewöhnliches. Pol und Aleix Espargaro fahren in der MotoGP. Dazu kommen die Südafrikaner Brad und Darryn Binder oder Can und Deniz Öncu aus der Türkei. Auch Valentino Rossis Halbbruder Luca Marini mischt weiterhin in der Moto2 mit.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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