Mercedes-Boss Wolff mit Botschaft an Mitbewerber

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Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat kurz vor dem letzten Formel-1-Grand-Prix der Saison in Abu Dhabi (14:10 Uhr im LIVE-Ticker) das Jahr 2018 Revue passieren lassen.

In einem Interview mit dem "Kurier" spricht der 46-jährige Wiener über die Bedeutung des fünften Doppeltitels in Serie.

Über einige der Konkurrenten kann er sich hingegen nur wundern. "Wenn ich mir manchen Mitbewerber ansehe, scheinen einige manchmal zu vergessen, dass es nur Sport ist."

Es würde über den "Mikrokosmos der Formel 1" hinaus viel wichtigere Dinge geben, so Wolff. "Wir machen hier keine Weltpolitk."

Spezieller Titel

Im Rückblick auf die Saison bilanziert der Teamchef aber, dass es eine schwierige Saison gewesen sei gegen Ferrari. "Der Tiefpunkt war der Doppel-Ausfall beim Österreich-Rennen in Spielberg", so Wolff.

Die Tage an denen sein Team verliert seien aber auf lange Sicht die wichtigsten, ist er sich sicher. Das Gefühl des Schmerzes würde Fortschritt bedeuten, persönlich aber auch technisch.

Für den Wiener hat der fünfte Doppeltitel in Folge noch eine ganz andere Bedeutung: "Die Einstellung des Ferrari-Rekords ist schon speziell, weil es für mich jene Ära war, die die dominanteste in der Geschichte der Formel 1 repräsentiert."

Das Ausmaß an Zufriedenheit und die Ausgelassenheit nach dem Titel habe er in seinen sechs Jahren bei Mercedes in dieser Form noch nicht erlebt, gibt Wolff zu.

Mercedes und der Brexit

Besorgt zeigt sich der über den bevorstehenden Brexit. "Wir sind stark betroffen vom Brexit. Wir haben europäische Lieferanten und EU-Bürger, die hier leben und arbeiten", sagt er.

Für den Ernstfall hätte sich das Team bereits gerüstet und genügend Material vorbestellt um Engpässe zu vermeiden.

Wolff, der mit einer Schottin verheiratet ist und in Oxford lebt, beobachtet die Entwicklungen sehr genau. "Vielleicht ist das, was gerade politisch passiert notwendig. Vielleicht muss es zuerst schlechter werden, damit es irgendwann wieder besser wird."

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