War Spielberg schon eine WM-Vorentscheidung?

War Spielberg schon eine WM-Vorentscheidung?
 

Fünfter Saisonsieg, dritter Triumph in Folge - Max Verstappen ist unumstritten der Mann der Stunde in der Formel 1.

Mit seinem dominanten Sieg beim Grand Prix von Österreich hat der Red-Bull-Pilot seine Führung in der Weltmeisterschaft weiter ausgebaut, er liegt nach dem neunten von 23 Saisonrennen nun schon 32 Punkte vor Rivale Lewis Hamilton im schwächelnden Mercedes. WM-Stand>>>

Viele Fans und Experten sehen Verstappen trotz der noch recht jungen Saison auf dem besten Weg zu seinem ersten WM-Titel. Bereits beim kommenden Rennen in Silverstone am 18. Juli könnte eine weitere Vorentscheidung fallen. "Ein Trend ist da", sagt etwa ORF-Experte Alexander Wurz.

Von all dem will der WM-Führende trotz des komfortablen Polsters von 32 Punkten - zumindest gegenüber der Öffentlichkeit - aber noch nichts wissen.

"Das ist super, aber ich bin fokussiert auf den Rest der Saison. Sie ist noch so lang und man muss noch so viele Punkte holen", sagt Verstappen. "Wir müssen sicherstellen, dass wir an jedem Wochenende wieder vorne dabei sind und das gesamte Potenzial des Autos nutzen. Wir hatten in Österreich ein besonders starkes Auto, es war einfach sehr dominant, aber wir müssen einfach sicherstellen, dass wir auch in Silverstone wieder da sind."

Das Vertrauen in das Auto sei jedenfalls voll da und damit die Voraussetzungen bestens. Mit dementsprechendem Selbstvertrauen blickt man bei Red Bull, das die jüngsten fünf Grand Prix gewonnen hat, den kommenden Rennen entgegen. "51 Punkte an zwei Wochenenden, da sind wir stolz", sagt Motorsportberater Helmut Marko nach dem Double in Spielberg. "Jetzt fahren wir nach Silverstone, um auch dort zu gewinnen."

Einmal mehr eine klare Kampfansage an Mercedes - ausgerechnet vor deren Heimrennen in Großbritannien.

Bahrain Imola Portimao Barcelona Monaco Baku LeCastellet Steiermark Österreich WM-Stand
Max Verstappen 2. 1. 2. 2. 1. DNF 1. 1. 1. 182
Lewis Hamilton 1. 2. 1. 1. 7. 15. 2. 2. 4. 150

Hamilton: "Wir liegen meilenweit zurück"

Bei den Silberpfeilen hat man das Rennen in Silverstone schon als Grand Prix der Entscheidung auserkoren, ein Upgrade soll Hamilton und Bottas wieder konkurrenzfähiger machen.

"Wir verlieren jetzt immer mehr Punkte und das kann es nicht sein", ärgert sich Teamchef Toto Wolff nach den Plätzen zwei und vier beim Österreich-GP. "Wir müssen einfach mehr Performance aus unserem Auto holen, weil es einfach nicht gut genug ist."

Gleiches ist aus dem Munde von Lewis Hamilton zu hören. "Wir liegen meilenweit zurück und haben sehr viel Arbeit vor uns. Wir müssen etwas bringen und so viel Performance wie möglich finden, sonst wird das Ergebnis meist so aussehen."

Bis die erhoffte Steigerung nicht eingetreten ist, will der siebenfache Champion vom WM-Kampf gar nichts wissen. "Darauf fokussiere ich mich nicht wirklich", winkt Hamilton Fragen nach dem Duell mit Verstappen in Spielberg schnell ab. "Ich bin einfach darauf fokussiert, eine bessere Performance abzuliefern. Die letzten Rennen waren schwierig, Max cruist einfach vorne weg. Da kann ich nicht viel machen."

Wolff sieht es sogar positiv: "Ein Ausfall von Max und wir sind wieder dran"

13 oder 14 Punkte zu verlieren sei zwar nicht schön, betont auch Wolff, "aber das ist eine lange Saison. Wir tun alles, dass wir das wieder aufholen."

Wolff will es sogar "auch mal von der positiven Seite sehen" und erklärt, dass man eigentlich nur einen Ausfall hinter Red Bull liege. "25 Punkte sind natürlich schnell mal weg, und dann wären wir wieder dran. Ein Ausfall von Max und die beiden sind wieder eng beisammen", rechnet der Wiener vor. Es seien noch so viele Rennen zu fahren, "da kann noch so viel passieren".

"Wir werden zu diesem Zeitpunkt nicht aufgeben, und auch nicht später, außer es ist mathematisch nicht mehr möglich, die WM zu gewinnen."

Toto Wolff

Aufgegeben hat man bei Mercedes jedenfalls noch lange nicht. "Wir sind hier, um für die diesjährige Meisterschaft genauso zu kämpfen wie für die im nächsten Jahr, und wir werden bis zum Ende der Saison mit ganzem Herzen kämpfen", verspricht Wolff. 

"All die Jahre habe ich immer versucht, am Boden zu bleiben und uns nicht von den Leistungen ablenken zu lassen, und nun müssen wir das Gegenteil machen. Wir werden zu diesem Zeitpunkt nicht aufgeben, und auch nicht später, außer es ist mathematisch nicht mehr möglich, die WM zu gewinnen."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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