Bottas sprach von einem "soliden" Rennen. "Ich hätte nicht mehr aus dem Auto herausholen können, ich bin überrascht, dass der Rückstand so deutlich ist", meinte der Finne, der auch 2021 für das Werksteam fahren wird.
Hamilton: "Bin glücklich, dass ich überhaupt fahren konnte"
Der erfolgsverwöhnte Hamilton, der die Zahl seiner GP-Siege heuer auf 95 geschraubt (Rekord) und die sieben Titel des Rekordchampions Michael Schumacher egalisiert hatte, holte bei der Rückkehr nach dem verpassten Sakhir-GP wegen einer Corona-Infektion seinen 164. Podestplatz. "Wenn man die letzte Woche anschaut, dann bin ich glücklich, dass ich überhaupt fahren konnte", sagte der 35-Jährige. Er sei nicht bei hundert Prozent, spüre immer noch die Lungen und brauche lange, sich zu erholen. "Körperlich war das heuer das härteste Rennen für mich."
Hamilton stand nicht an, Red Bull und Verstappen zu gratulieren. "Red Bull war an diesem Wochenende außer Reichweite, es ist schön, dass Max aufgeschlossen hat. Für 2021 würde ich mir einen Zweikampf mit einem ebenbürtigen Team wünschen", erklärte Hamilton, der den neuen Vertrag mit Mercedes und Teamchef Toto Wolff wohl in Kürze unterschreiben wird. "Ich hoffe, wir können diese Woche beginnen und es bis Weihnachten erledigen", erklärte der Engländer.
Letztes Ferrari-Rennen für Vettel
Verstappen beendete die seit 2014 dauernde Erfolgsserie der "Silberpfeile" in dem Emirat. Davor hatte Sebastian Vettel im Red Bull am Arabischen Golf gewonnen. Sieben Jahre später gab es für den deutschen Vierfach-Weltmeister in seinem 118. und letzten Rennen für Ferrari auch kein kleines Erfolgserlebnis. Dieses Rennen sei "etwas emotionaler" als sonst, er werde "für die Jungs in der Garage" alles geben, kündigte Vettel vor dem Start an.
Doch für den 33-Jährigen blieb vor dem Wechsel zu Aston Martin, dem Nachfolgeteam von Racing Point, nur der 14. Platz, unmittelbar vor dem Briten George Russell.