Toro Rosso über Renault empört

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Einmal gibt es Zündstoff in der Beziehung zwischen Red Bull und Renault. Nach zahlreichen Motor-Problemen bei Toro Rosso sieht Renault-Chef Cyril Abiteboul die Gründe in der Konstruktion des Autos, nicht beim Motor.

Diese Anschuldigungen weist das Zweitteam von Red Bull entschieden zurück. "Wir möchten klarstellen, dass alle MGU-H- und Antriebswellen-Probleme, die Toro Rosso zuletzt erlitt, nicht damit zu tun haben, wie das Team arbeitet und wie die Power Unit in das Chassis integriert ist", heißt es in einer Aussendung.

Das Team verweist darauf, dass am Auto während der Saison 2017 keine Änderungen vorgenommen worden seien - "außer Verbesserungen an der Kühlung im Sommer". Dennoch treten seit der Sommerpause vermehrt Probleme auf. "Die daraus resultierenden Strafversetzungen in der Startaufstellungen haben dem Team Punkte und Platzierungen in der Konstrukteurs-WM gekostet."

Mangel an Teilen

Als einen der Gründe für die aktuellen Probleme nennt Toro Rosso fehlende neue Teile für die Power Units. "Daher muss das Team ständig Teile von einer Power United in eine andere bauen und sind in vielen Fällen sogar gezwungen, alte Spezifikationen zu benutzen."

Zudem seien die Probleme nicht auf ein Team beschränkt: "Im letzten Rennen in Mexiko kamen nur zwei von sechs Fahrzeugen mit Renault-Antrieben ins Ziel, was die schlechte Haltbarkeit unterstreicht."

"Vielleicht kein Zufall"

Am Ende gibt es noch eine kleine Spitze gegen den Hersteller, der bekanntlich selbst mit einem Werksteam in der F1 engagiert ist: "Man darf nicht vergessen, dass Renault selbst gegen Toro Rosso in der Konstrukteurs-WM kämpft. Daher ist diese Situation, wie Abiteboul andeutet, vielleicht kein Zufall. Aber es liegt sicherlich nicht am Auto von Toro Rosso."

Toro Rosso liegt in der Konstrukteurs-WM zwei Rennen vor Schluss auf Rang sechs, Renault folgt mit fünf Punkten Rückstand auf Rang sieben. In der Saison 2018 wird Toro Rosso den Motoren-Partner wechseln und mit Honda starten.

Textquelle: © LAOLA1.at

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