Russell feiert "eines der besten Wochenenden seiner Karriere"
Der Brite feiert seinen ersten Start-Ziel-Sieg in der Formel 1. Das Herzschlagfinale auf der Ziellinie habe ihm sogar sichtlich Spaß gemacht.
Der lang erhoffte Befreiungsschlag von George Russel wird in Baku Realität!
Der Brite feiert beim Grand Prix von Aserbaidschan seinen ersten Rennsieg seit drei Monaten, damals triumphierte er in Spielberg. Über das gesamte Wochenende hat sich der 28-Jährige in herausragender Form präsentiert. Er feiert zum ersten Mal in seiner Karriere einen Start-Ziel-Sieg.
Herzschlagfinale "hat Spaß gemacht"
"Ich bin absolut stolz so ein Wochenende hingelegt zu haben", sagt der Grand-Prix-Sieger nach dem Rennen. "Es war eines der besten Wochenenden in meiner Karriere."
Vor allem in der ersten Rennhälfte hat Russell die Konkurrenz unter Kontrolle gehabt. Der Unfall von Alex Albon und das damit verbundene Safety Car brachten die Rennordnung allerdings fast noch einmal durcheinander: "Als das Safety Car rauskam habe ich mich ein bisschen geärgert. Ich hatte mir bis dahin eine gute Lücke herausgefahren", resümiert der Rennsieger."
Gegen Rennende wäre es im Duell mit Rivalen Max Verstappen fast noch einmal eng geworden. Dass der Kampf in dieser Form ausgegangen ist, freut Russell: "Max hat dann wirklich eine tolle Pace hingelegt, wir sind nach dem Restart allen ganz schnell davongefahren, aber das hat Spaß gemacht."
Bottas machte Mercedes nochmal nervös
Der Stellvertretende Teamchef und Kommunikationschef bei Mercedes, Bradley Lord, ist voll des Lobes für seinen Schützling: "Eine unglaubliche Leistung von George. Der kleinste Fehler hätte ihm den verdienten Sieg kosten können, aber er hat keinen Fehler gemacht."
Dass es in der letzten Runde noch einmal knapp wurde, hatte den Crash von Bottas zum Ursprung. Lord meint, dass Russell im letzten Sektor die Technik fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte: "Er hat unter Doppelgelb den Boost verloren. Da hat man kurz Angst gehabt. Zum Glück hatte er genug PS aus der Kurve und konnte mit knapp zwei Zehntel Vorsprung gewinnen."
"Schadensbegrenzung vom Feinsten"
Während George Russell im ganzen Rennen nur das Safety Car vor sich hatte, musste der WM-Führende Kimi Antonelli durch das gesamte Feld pflügen. Von Platz 16 ins Rennen gegangen, gelang dem Italiener keine derartig große Aufholjagd wie noch in Monza.
Mit dem Endergebnis kann der 20-Jährige trotzdem leben: "Heute war einer der Tage, wo du mit Platz fünf zufrieden sein musst."
Trotzdem spart der Italiener nicht mit Selbstkritik und erwartet von sich selbst eine Steigerung: "Das war das bisher schlechteste Wochenende. Nächstes Wochenende muss ich wieder sicherstellen, dass ich wieder auf meinem normalen Niveau bin. Ich muss das einfach hinter mir lassen und sicherstellen, dass ich dann wieder bei 100 Prozent bin und, dass so etwas nie wieder passiert."
Lobende Worte bekommt Antonelli von Bradley Lord: "Grundsätzlich eine mega Mentalität von ihm. Er hat sogar den Unfall kommen sehen mit Colapinto, Gasly, Norris und hätte ganz leicht darin verwickelt werden können. Er hat einfach einen guten Überblick heute gehabt. Dann ist P5 für ihn Schadensbegrenzung vom Feinsten."
Hadjar kann mit Verstappen mithalten
Mit zwei Autos am Podium kann sich auch Red Bull Racing wie ein Sieger fühlen. Nicht einmal zwei Zehntel haben Max Verstappen auf den Sieg gefehlt.
Für Teamchef Laurent Meckies geht die Entwicklung in die richtige Richtung: "Viel näher kannst du nicht rankommen. Das Wichtigste ist, dass wir genügend Pace im Auto drin hatten, um das schnellste Auto zu sein, oder nur ein Zehntel dahinter zu sein. Beide Autos dann auf dem Podium zu haben, das ist schon ein deutliches Zeichen für den Fortschritt. Max und Isack haben beide ein tolles Wochenende hingelegt."
Ein Sonderlob bekommt Hadjar ab, der sein Comeback nach einer Handverletzung gefeiert hat:
"Vor seinem Unfall haben wir gesagt, Isack wird permanent besser, jedes Mal, wenn er rausfährt. Dann musste er so lange eine Pause einlegen. Jetzt hat er an diesem Wochenende wiederum gezeigt, dass er noch stärker ist als zuvor. Mit der Renn-Pace konnte er mit Max mithalten, mit einem der Schnellsten. Das ist sehr vielversprechend für die Zukunft."