Ricciardo in Freitags-Trainings nicht zu schlagen

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Nach der Bestzeit im ersten freien Training zum Grand Prix von Ungarn geht auch das zweite Training an Red Bull Racing.

Wie am Vormittag ist Daniel Ricciardo auf dem Hungaroring auch am Nachmittag mit einer Runde in 1:18,455 der Schnellste. Der Australier hängt WM-Leader Sebastian Vettel im Ferrari um 0,183 Sekunden ab, Mercedes-Pilot Valtteri Bottas wird Dritter (+0,201).

Dahinter folgen Kimi Räikkönen (+0,300) und Lewis Hamilton (+0,324) sowie Max Verstappen (+0,496).

Nico Hülkenberg (Renault), Fernando Alonso (McLaren), Carlos Sainz (Toro Rosso) und Stoffel Vandoorne (McLaren) komplettieren die Top Ten.

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Crash von Wehrlein

Wie im ersten Training gibt es auch in der zweiten Session einige Dreher und Ausrutscher. Am heftigsten fliegt Pascal Wehrlein ab. Der Deutsche rutscht mit seinerm Sauber in Kurve elf weg und knallt seitlich in die Reifenstapel. Das Auto muss geborgen und das Training unterbrochen werden, Wehrlein bleibt unverletzt.

Wenig später gibt es erneut eine Rote Flagge. Diesmal ist es Jolyon Palmer, der in den Reifenstapeln einschlägt. Auch der Renault-Pilot bleibt unverletzt.

Das dritte Training in Ungarn findet am Samstag um 11 Uhr statt, das Qualifying folgt um 14 Uhr.

Spannendes Qualifying erwartet

Ricciardo nährt die Siegeshoffnungen von Red Bull auf der kurvenreichen Strecke vor den Toren Budapests. "Wir sind zufrieden. Das ist eine Strecke, wo die Motorleistung nicht so entscheidend ist", erklärte Red-Bull-Konsulent Helmut Marko, der auch mit dem neuen Aerodynamik-Paket des österreichisch-britischen Teams zufrieden ist. "Die Entwicklung am Chassis-Sektor passt", betonte der 74-jährige Steirer in einem ORF-Interview.

Im Qualifying am Samstagnachmittag rechnet Marko vor allem mit der Mercedes-Power, mit der Hamilton den Angriff auf die 68. Pole Position seiner Karriere starten will. "Das wäre ein unglaubliches Gefühl", sagte der Engländer, denn damit würde er den Rekord von Michael Schumacher einstellen. "Es kann spannend werden um die Pole Position", meinte Marko, nachdem Hamilton zuletzt bei seinem Heim-Grand-Prix in Silverstone den Samstag klar bestimmt hatte.

Auch Vettel hofft, dass er diesmal im Qualifying mit seinem Titelrivalen mithalten kann. "Wir wollen alles aus dem Auto quetschen, was geht", kündigte der Deutsche an. Das Ferrari-Team sammelte nach dem starken Saisonstart in den vergangenen vier Rennen nur noch 79 Punkte, Mercedes hingegen 151. "Wir wollen sie nicht nur herausfordern, wir wollen sie schlagen. Aber du darfst nicht vergessen, wo wir vor zwölf Monaten waren", betonte Vettel mit Blick auf die sieglose Vorsaison.

Hamilton geht auf WM-Führung los

Seither hat Ferrari einen Riesenschritt gemacht, profitierte dabei zu Jahresbeginn aber auch von den Pannen bei Mercedes bei der Abstimmung des bockigen Boliden. "Man lernt bekanntlich mehr aus Niederlagen als aus Siegen", meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, dessen Team nach der bitteren Niederlage in Monaco die Trendwende geschafft hat. "Ab diesem Moment rissen wir das Steuer herum", betonte der 45-jährige Wiener.

Hamilton will dieses Momentum nun in Ungarn weiter nutzen und den seit Saisonbeginn führenden Vettel als WM-Spitzenreiter ablösen. "Diese Strecke ist meine erfolgreichste, das bleibt hoffentlich auch dieses Wochenende so", erklärte der Vorjahressieger, der bereits auf seinen sechsten Triumph in Ungarn losgeht.

Sein Teamkollege Bottas, der bei WM-Halbzeit 23 Punkte hinter Vettel Dritter ist, sieht Ungarn als wichtige Standortbestimmung. "Wenn wir hier das schnellste Auto haben, dann gibt uns das definitiv einen Schub für das Selbstvertrauen für den Rest des Jahres", meinte der Finne, der mit seinem Österreich-Sieg aus dem WM-Duell einen Dreikampf gemacht hat.

Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1: Sauber fährt weiterhin mit Ferrari-Motoren

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