Fix: Formel 1 führt 2021 Sprintrennen ein

Fix: Formel 1 führt 2021 Sprintrennen ein Foto: © GEPA
 

Lange wurde spekuliert, nun ist es offiziell: Die Formel 1 wird in der laufenden Saison 2021 an drei Rennwochenenden Sprintrennen austragen.

Das neue Format wird offiziell als "Sprint-Qualifying" bezeichnet und an "zwei europäischen und einem außereuropäischen Austragungsort" stattfinden. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um Silverstone, Monza und Interlagos handeln.

Die Sprintrennen über die Distanz von 100 km werden jeweils Samstag statt dem Qualifying stattfinden, die Quali rückt deshalb auf den Freitag. Im Qualifying wird die Startaufstellung für das Sprintrennen ermittelt, in diesem wiederum geht es dann um die Startreihenfolge für den Grand Prix am Sonntag. Die ersten drei des Sprintrennens erhalten WM-Punkte: Der Sieger bekommt drei Punkte, der Zweite zwei Punkte und der Dritte einen Punkt.

"Nach einem umfangreichen Beratungs- und Überprüfungsprozess zwischen der FIA, der Formel 1 und allen zehn Teams hat die Formel-1-Kommission heute, am 26. April 2021, einstimmig die Einführung eines Sprint-Qualifyings bei drei Grands Prix während der Weltmeisterschaft 2021 beschlossen", heißt es in einem offiziellen Statement. "Das Format wurde entwickelt, um die Action auf der Strecke zu erhöhen und die Fans auf neue und innovative Weise zu begeistern."

F1-Boss Domenicali: "Es wird ein tolles Schauspiel sein"

Laut FIA-Angaben hätten alle Teams die Pläne unterstützt. "Ich freue mich, dass die Formel 1 neue Wege sucht, Fans einzubeziehen und das Spektakel an einem Renn-Wochenende zu erhöhen", sagt FIA-Chef Jean Todt. Die Änderung des Grand-Prix-Formats soll für mehr Action auf der Rennstrecke sorgen und zusätzliche Fans anlocken. "Zu sehen, wie die Fahrer es über drei Tage hinweg auskämpfen, wird ein tolles Schauspiel sein. Ich bin sicher, die Fahrer werden diese Fights genießen", sagt Formel-1-Chef Stefano Domenicali.

Das nächste WM-Rennen steht am Wochenende in Portimao in Portugal auf dem Programm. "Es ist nicht die Absicht, das Rennevent zu beeinflussen. Der Grand Prix ist immer noch das wesentliche Event des Wochenendes", sagt Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn über die beschlossenen Änderungen. "Ein Grand Prix am Sonntag ist fantastisch, das wollen wir nicht kannibalisieren, aber wir wollen die Aktivität am Freitag und Samstag erhöhen." Freitage mit ausschließlich Freien Trainings seien "für die Aficionados", meint der Engländer.

Laut Brawn könnte das neue Format künftig auf verschiedenen Strecken zur Anwendung kommen. Auf dem engen Stadtkurs in Monaco sei dies aber eher unwahrscheinlich. Die Fahrer seien den Änderungen offen gegenüber. "Wenn es nicht funktioniert, gehen wir wieder an die Arbeit und denken weiter nach."

Die Teams hatten zuletzt Bedenken geäußert, ob sich die Pläne innerhalb der Budgetobergrenze von 145 Millionen Dollar (ca. 120 Mio. Euro) ausgehen würden. Zweimal waren Vorschläge für Samstagsrennen, deren Ausgang die umgedrehte Startaufstellung für Sonntag bedeuten hätte sollen, von den Rennställen bereits abgelehnt worden.

Der Zeitplan für die Wochenenden mit Sprintrennen:

Freitag:
- 60-minütiges, erstes Training (Vormittag)
- Normales Qualifying (Nachmittag)

Samstag:
- 60-minütiges, zweites Training (Vormittag)
- "Sprint-Qualifying" (Nachmittag)

Sonntag:
Grand Prix

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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