NEWS

Neue F1-Strecke in Madrid: "Ein Kurs, der Autos tötet"

Der neue Stadtkurs namens "Madring" wartet! Die Steilkurve "La Monumental" verspricht Spektakel, doch ein chaotischer Test mit 19 Roten Flaggen schürt bei den F1-Teams große Bedenken.

Neue F1-Strecke in Madrid: "Ein Kurs, der Autos tötet" Foto: © IMAGO / PsnewZ

Die Formel 1 kehrt an diesem Wochenende nach 45 Jahren nach Madrid zurück. Gefahren wird der Grand Prix von Spanien auf dem neuen Stadtkurs namens "Madring".

Auf die Königsklasse und ihre Fans wartet eine spektakuläre, aber auch umstrittene Strecke.

Der 5,4 Kilometer lange Hybrid-Kurs rund um das IFEMA-Messegelände nahe Madrids Hauptflughafen kombiniert permanente Rennstreckenabschnitte mit engen öffentlichen Straßen. Diese Konzeption schafft eine einzigartige, aber auch potenziell gefährliche Mischung, die Fahrer und Material an die absoluten Grenzen bringen dürfte.

Madring: Daten & Fakten

Streckenlänge:

5,416 km

Rennrunden:

57

Kurven:

22 (10 links, 12 rechts)

Top-Speed (erwartet):

337 km/h

Herzstück "La Monumental": Eine Kurve der Extreme

Das absolute Herzstück und der meistdiskutierte Abschnitt des Kurses ist die Steilkurve "La Monumental".

Mit einer beeindruckenden Länge von 550 Metern und einer Querneigung von 24 Grad wird sie nicht nur zur längsten, sondern auch zu einer der anspruchsvollsten Kurven im gesamten F1-Kalender.

Diese Passage stellt eine immense und langanhaltende Belastung für die Fahrer, die Reifen und die Aufhängung der Boliden dar. Die Ingenieure stehen vor einer gewaltigen Herausforderung bei der Fahrzeugabstimmung: Ein Setup zu finden, das der massiven Kompression in der Steilkurve standhält, ohne die für die langsamen Straßenteile nötige Agilität zu opfern, wird zum zentralen Erfolgsfaktor.

Alarmierender Test: 19 Rote Flaggen

Wie anspruchsvoll die Strecke tatsächlich ist, demonstrierte ein Formel-3-Test. Laut "Fox Sports" gab es sage und schreibe 19 Rote Flaggen – ein klares Indiz für das hohe Risiko und die geringe Fehlertoleranz des Layouts.

Diese Bedenken fasste Williams-Teamchef James Vowles in drastischen Worten zusammen und nannte den Kurs einen, "der Autos tötet".

Auch die Fahrer, die letztlich das Risiko tragen, sind alarmiert. Lokalmatador Carlos Sainz spricht von einer "der größten Herausforderungen der Formel 1 der vergangenen Zeit" und erwartet laut "Sky Sports" ein chaotisches Rennen mit zahlreichen Unterbrechungen durch Safety Cars und Rote Flaggen.

Die Veranstalter hingegen sprechen von einem "Kurs gemacht für Spektakel".

Madring: Die neue Formel-1-Strecke in Madrid

Kommentare