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Nach Baku-Debakel: Großer Frust bei McLaren

Das Formel-1-Team aus Woking trauert vielen vergebenen Punkten nach. Dabei waren sie nicht immer vom Glück verfolgt.

Nach Baku-Debakel: Großer Frust bei McLaren Foto: © IMAGO / Nordphoto

Nach einem punktelosen Grand Prix von Aserbaidschan ist die Enttäuschung bei McLaren groß.

Lange Zeit sah es nach einem Podiumsplatz für Oscar Piastri aus. Auch Lando Norris war solide in den Punkterängen.

Zuerst geschah dem amtierenden Weltmeister ein Verbremser, bei dem Antonelli durchschlüpfte, spätestens mit dem ersten Safety Car hat das Unheil seinen Lauf genommen.

"Kopflose" Aktion von Colapinto

Beim Restart verschätzte sich der argentinische Alpine-Pilot Franco Colapinto.

Er bremste viele Meter zu spät und raste mit einem großen Geschwindigkeitsüberschuss innen durch die erste Kurve. Mit diesem Tempo hätte er nicht den Hauch einer Chance gehabt, unfallfrei durchzukommen.

Colapinto traf zuerst seinen Teamkollegen Pierre Gasly, der daraufhin in Norris prallte und in die Streckenbegrenzung schickte. "Frustrierend. Da konnte ich nichts machen in dem Moment, hatte keine Chance. Irgendjemand ist da kopflos durchgefahren."

Der Argentinier zeigte Reue: "Ich habe einfach einen Fehler gemacht. Ich kann mich nur bei allen entschuldigen, vor allem beim Team, das uns so unterstützt hat."

Ein Rennen in zwei Hälften

Der zweite McLaren-Pilot vergab seine Podiumschancen einige Runden später. Nachdem Piastri beim ersten Restart bereits einen Platz verloren hatte, folgte kurz nach dem zweiten Restart für ihn die nächste Katastrophe.

Fast ident zum Verbremser von Lando Norris in der ersten Rennhälfte musste der Australier in Kurve eins den Notausgang nehmen. Damit purzelte er aus den Punkterängen.

Nach dem Rennen zeigt sich der 25-Jährige frustriert, da er mit der ersten Rennhälfte durchaus zufrieden war: "Natürlich bin ich enttäuscht. Der erste Stint war wirklich sehr gut. Ich hatte das Gefühl, dass ich einigermaßen mit Max mit- und ihn sogar hinter mir halten konnte."

"Dann kam das Chaos im zweiten Teil. Der erste Neustart war nicht besonders toll, der zweite auch nicht unbedingt. Beim zweiten Restart habe ich versucht, mich zu verteidigen und habe dann auf der Hinterachse blockiert. Keine Ahnung was da genau war, aber es war auf jeden Fall unerwartet", resümiert Piastri.

"Unsere Verantwortung als Team"

Teamchef Andrea Stella versucht differenziert auf das Rennen zurückzublicken: "Ein Wochenende, das wir einerseits vergessen sollten, aber andererseits kann man immer viel daraus lernen, um sicherzustellen, dass wir das Beste daraus holen."

Seine Fahrer nimmt der Italiener in Schutz: "Das Auto hatte nicht genügend Topspeed, das hat es natürlich noch schwieriger gemacht, bei den Bremspunkten und in den Kurven anzugreifen. Das hat zu Schwierigkeiten für die Fahrer geführt."

"Ich will ganz klar sagen, das ist unsere Verantwortung, die wir als Team auf uns nehmen müssen. Wir müssen ihnen dann ein Auto dann geben, mit dem sie wirklich nach vorn fahren können und nicht permanent in den Rückspiegel schauen müssen", so Stella.

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