Monaco macht Pause: Der Mythos und seine Sieger

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Das Coronavirus sorgt für ein Novum in der Formel 1: Erstmals seit 66 Jahren wird es in dieser Saison keinen Grand Prix von Monaco geben.

Das Rennen im Fürstentum musste aufgrund der Corona-Pandemie ersatzlos gestrichen werden. Damit fällt für viele Fahrer und Fans der Höhepunkt der Saison aus.

Der Grand Prix von Monaco ist jenes Rennen, das jeder Formel-1-Pilot einmal in seiner Karriere gewinnen will. Keine andere Rennstrecke zieht die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit so sehr auf sich, wie der Circuit de Monaco.

Der enge Stadtkurs, vorbei an Nobelhotels, Casinos und den Yachten im Hafen sowie die Stars und Sternchen an der Rennstrecke machen den GP von Monaco zum Spektakel.

Der Mythos Monaco

Der Große Preis von Monaco ist der wohl legendärste des Rennkalenders.

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Die Atmosphäre in Monte Carlo ist einzigartig: Riesige Yachten, ... Bild 2 von 43
... acht Links- und elf Rechtskurven sowie enge Gassen, die das Ausweichen und Überholen beinahe unmöglich machen, ... Bild 3 von 43
... VIP-Gäste, exotische Schönheiten sowie ... Bild 4 von 43
... Stars und Sternchen sorgen für den einzigartigen Flair und Glamour pur. Bild 5 von 43
Seit 1955 ist die Strecke fester Bestandteil der WM, neben dem eigentlichen Grand Prix finden traditionell ... Bild 6 von 43
... auch ein Miss-Monaco-Grand-Prix-Schönheitswettbewerb sowie ein Benefiz-Fußballspiel ... Bild 7 von 43
... zwischen einer Rennfahrer-Auswahl (hier 1999 mit Michael Schumacher) und einem Team von Prinz Albert von Monaco statt. Bild 8 von 43
Eine Runde des Monaco-GP ist 3,34 km lang, Auslaufzonen und Reifenstapel gibt es aufgrund des begrenzten Platzes auf dem Stadtkurs nur wenige. Bild 9 von 43
"Es ist die ultimative fahrerische Herausforderung", findet der zweifache Monaco-Sieger (2000, 2002) David Coulthard. Bild 10 von 43
Anstelle der sonst im F1-Zirkus üblichen 350 Kilometer werden hier gerade einmal 260 Kilometer absolviert. Dennoch ... Bild 11 von 43
... ist die Strecke eine der anspruchvollsten. "Sie ist eine absolute Herausforderung. Man kann es sich nicht erlauben, ... Bild 12 von 43
... auch nur einen einzigen Fehler zu begehen, denn dann würde man ziemlich schnell in den Leitplanken landen", beschreibt Sebastian Vettel den Kurs. Bild 13 von 43
Die Geschichte des prestigeträchtigen Rennens beinhaltet aufgrund dessen auch große Tragödien, der Kurs fordert Unfälle geradezu heraus. Bild 14 von 43
Alberto Ascari raste 1955 ins Meer, konnte aber geborgen werden. Lorenzo Bandini starb 1967 in einer riesigen Rauchsäule in der Hafenschikane. Auch Karl Wendlinger ... Bild 15 von 43
... bekam die Gefährlichkeit des Kurses am eigenen Leib zu spüren. 1994 lag er nach einem Unfall in der Tunnelausfahrt 19 Tage im Koma. Bild 16 von 43
"Ich denke immer mal wieder daran, wie das alles gewesen ist. Ich kann mich aber an den Unfall nicht erinnern", so Wendlinger bei 'ServusTV'. Bild 17 von 43
"Ich weiß, was passiert ist, aber ich weiß nicht, wie. Ich weiß, dass es in Monaco war, aber viel mehr kommt da nicht." Bild 18 von 43
Es ist also kein Wunder, dass Nelson Piquet den GP mit folgenden legendären Worten beschreibt: "Formel 1 fahren in Monaco ist wie ... Bild 19 von 43
... Hubschrauber fliegen im Wohnzimmer." Jeder Fehler wird sofort bestraft, oft geraten die Boliden auf Zentimeter an die Begrenzungsmauern heran. Bild 20 von 43

"Es gehört irgendwie dazu, mindestens einmal ganz leicht an der Mauer anzukommen. Es ist, als ob man der Strecke kurz 'Hallo' sagt", so Vettel.

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"Du bist an beiden Seiten von den Leitplanken umgeben und fährst pausenlos am Limit. Dabei kannst du nicht weit vorausblicken. Das bedeutet, dass ... Bild 22 von 43

... du einen Großteil der Strecke aus dem Gedächtnis fahren musst", so Rosberg. Im Fürstentum ist ein Fahrer der ungekrönte König:

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Mit sechs Siegen in sieben Jahren hält Ayrton Senna (1987 bis 1993) den Rekord. Bild 24 von 43
Jeweils fünf Siege haben Graham Hill und Michael Schumacher. Bild 25 von 43
Aus österreichischer Sicht ... Bild 26 von 43
... feierte Jochen Rindt 1970 wohl einen der spektakulärsten Siege. Nach einer unglaublichen Aufholjagd zwang er ... Bild 27 von 43

... Jack Brabham zu einem Fehler und konnte diesen in der allerletzten Kurve überholen.

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Niki Lauda gelangen 1975 und 1976 zwei Siege, er sorgte für Aufsehen, weil er als bislang einziger Sieger ... Bild 29 von 43
... ganz nach der Wiener Schule Fürstin Gracia Patricia die Hand küsste. Bild 30 von 43
Verrückt war der Grand Prix 1996: Überraschungssieger Olivier Panis gelang von Startplatz 14 der erste und einzige Sieg. Bild 31 von 43
Bei sehr schwierigen Bedingungen schieden nicht nur die Favoriten um Schumacher und Hill aus, es kamen überhaupt nur drei Wagen ins Ziel! Bild 32 von 43
Sieht man von dieser Ausnahme ab, spielt das Qualifying eine extrem wichtige Rolle. Bild 33 von 43
Die Strecke bietet kaum Gelegenheiten zum Überholen, deshalb ist die Pole Position wichtiger ... Bild 34 von 43
... als bei allen anderen Rennen. Das Überholen ist - wie Vettel weiß - "nur mit sehr viel Risiko möglich". Bild 35 von 43
Auch aus technischer Sicht ist das Rennen sehr anspruchsvoll. Neben dem Kurs in Budapest benötigt jener in Monaco ... Bild 36 von 43
... den meisten Abtrieb. Dafür werden viele Zusatzflügel benötigt. Das Getriebe wird durch die vielen Bodenwellen ... Bild 37 von 43
.. stark beansprucht, die Radaufhängungen leiden durch Kontakte mit der Leitplanke. Bild 38 von 43
Der Große Preis von Monaco ist also kein GP wie jeder andere... Bild 39 von 43
Das weiß auch Daniel Ricciardo: "In Monte Carlo ist es unmöglich, deine übliche, ruhige Vorbereitung als Rennfahrer zu machen. Jedes Jahr nehme ich ... Bild 40 von 43
... mir vor, das Wochenende distanziert und kühl anzugehen. Doch das endet immer darin, dass ich herumhüpfe und total aufgeregt bin. Es ist einfach der Wahnsinn." Bild 41 von 43

"Monaco ist einfach unglaublich", sagt auch Lewis Hamilton. "Als Kind träumst du davon, mit dem Rennwagen durch den Tunnel zu fahren. Und es ist ...

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... ein absolut fantastisches Gefühl, es in der Realität zu erleben. Ein haarsträubendes Erlebnis - die härteste Achterbahn, die du dir vorstellen kannst!" Bild 43 von 43

Alle Sieger des Monaco-GP

34 unterschiedliche Sieger kennt der Grand Prix von Monaco, 15 davon konnten den Klassiker des Formel-1-Kalenders sogar mehr als ein Mal gewinnen.

Der "König des Fürstentums" ist Ayrton Senna mit insgesamt sechs Siegen, gefolgt von Graham Hill und Michael Schumacher mit je fünf Erfolgen. Von den noch aktiven Piloten hat Lewis Hamilton drei Mal gewonnen, Sebastian Vettel zwei Mal sowie Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen je ein Mal.

Ein Rückblick auf die großen Triumphe auf dem bekanntesten Stadtkurs der Welt:

Dem Sieger des GP von Monte Carlo winkt traditionell eine Einladung in die Fürsten-Loge. Alle Sieger:

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Der Grand Prix von Monaco 2019 stand ganz im Zeichen von Niki Lauda. Die Formel-1-Legende war wenige Tage zuvor verstorben. 

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Laudas Schützling Lewis Hamilton gewann das Rennen vor Sebastian Vettel und Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas. Der Brite widmete seinem Sieg mit emotionalen Worten Niki Lauda. 

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2018 schlug in Monaco die große Stunde von Daniel Ricciardo. Der Australier gewann sowohl das Qualifying als auch das Rennen im Fürstentum vor Sebastian Vettel und Lewis Hamilton. Zur Belohnung gab's einen Shoey...

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...und den bei Red Bull nach einem Sieg traditionellen Sprung in den Pool. Für Ricciardo war es sein erster Sieg beim GP von Monaco. 

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Sebastian Vettel lässt 2017 Ferrari nach langer Durststrecke im Fürstentum wieder jubeln. Es ist der erste Sieg der Scuderia seit 2001.

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2016 feierte Lewis Hamilton in Monaco seinen ersten Saisonsieg.

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Lange sah es nach einem Triumph von Daniel Ricciardo aus, doch beim Boxenstopp, lagen in der Red-Bull-Box passenden Reifen nicht parat.

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2015 wurde Nico Rosberg die Ehre zuteil, vom Fürsten beschenkt zu werden.

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Für den Deutschen fast schon Routine - war es doch sein dritter Monaco-Sieg in Folge.

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Schon 2014 jubelte Rosberg über den Sieg im Fürstentum.

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Er und Lewis Hamilton lieferten sich einen engen Kampf. Am Ende gewann der Deutsche... Bild 12 von 56

...wie auch im Jahr 2013. Damals setzte sich der Mercedes-Pilot...

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...vor Sebastian Vettel im Red Bull und Fernando Alonso im Ferrari durch. Bild 14 von 56
Fast schon Tradition ist ein Sprung ins kühle Nass bei den "Roten Bullen". Bild 15 von 56

2012 wurde Mark Webber nach seinem Sieg diese "Ehre" zuteil.

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2011 triumphierte Sebastian Vettel in Monte Carlo... Bild 17 von 56
...und holte sich dafür ein Küsschen von der Fürsten-Gattin ab. Bild 18 von 56
2010 ging Mark Webber baden. Bild 19 von 56
Der Australier gewann vor Teamkollege Vettel und Robert Kubica. Bild 20 von 56
Jenson Button hatte 2009 allen Grund zum Feiern. Bild 21 von 56
Der Brite schnappte sich den Sieg vor Rubens Barichello und Kimi Räikkönen. Bild 22 von 56
Lewis Hamilton feierte seinen bisher einzigen Sieg im Fürstentum 2008. Bild 23 von 56
Der damalige McLaren-Fahrer wurde in diesem Jahr auch zum ersten Mal Weltmeister. Bild 24 von 56
2007 ging der Sieg ebenfalls an McLaren. Bild 25 von 56
Fernando Alonso gewann vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Bild 26 von 56
Auch 2006 hieß der Sieger Fernando Alonso. Damals startete er allerdings noch für Renault. Bild 27 von 56
Der Spanier gewann vor Juan Pablo Montoya und David Coulthard. Bild 28 von 56
2005 schlug in Monaco die große Stunde von Kimi Räikkönen. Bild 29 von 56
Der erste Sieg im Fürstentum zauberte sogar dem "Iceman" ein Lächeln auf die Lippen. Bild 30 von 56
Eine Sektdusche von Flavio Briatore gab es 2004 für Sieger Jarno Trulli. Bild 31 von 56
Der Italiener siegte vor Jenson Button und Rubens Barichello. Bild 32 von 56
2003 hieß der große Sieger an der französischen Mittelmeerküste Juan Pablo Montoya. Bild 33 von 56
Der Kolumbianer machte Kimi Räikkönen und Michael Schumacher nass. Bild 34 von 56
David Coulthard durfte 2002 den Pokal in die Höhe stemmen, nachdem er... Bild 35 von 56
...die Schumacher-Brüder Michael und Ralf hinter sich gelassen hatte. Bild 36 von 56
Ausspannen auf einer der für Monaco typischen Yachten durfte Michael Schumacher.... Bild 37 von 56
...nachdem er den Grand Prix im Jahr 2001 für sich entscheiden konnte. Bild 38 von 56
Von der schönen Aussicht nicht geblendet war David Coulthart anno 2000, .... Bild 39 von 56
...als er vor Rubens Barichello und Giancarlo Fisichella triumphierte. Bild 40 von 56
Einen Doppelsieg für Ferrari gab es im Jahr 1999. Bild 41 von 56
Damals gewann Michael Schumacher vor Eddie Irvine und Mika Häkkinen. Bild 42 von 56
1998 durfte Mika Häkkinen über den Erfolg in Monte Carlo jubeln. Bild 43 von 56
Der Finne setzte sich vor Giancarlo Fisichella und Eddie Irvine durch. Bild 44 von 56
Auch 1997 feierte Ferrari einen Triumph im Fürstentum. Bild 45 von 56
Michael Schumacher wies Rubens Barichello und Eddie Irvine in die Schranken. Bild 46 von 56
Einen Sensations-Sieger brachte der GP von Monaco im Jahr 1996 hervor. Bild 47 von 56
Olivier Panis gewann von Startplatz 14 aus das ersten und einzige Rennen seiner Karriere. Bild 48 von 56
1995 bejubelte Michael Schumacher für Benetton den Sieg in Monaco. Bild 49 von 56
Der Deutsche gewann vor Damon Hill, Gerhard Berger wurde Dritter. Bild 50 von 56
1994 feierte Michael Schumacher seinen ersten Sieg in Monaco und durchbrach damit eine Serie... Bild 51 von 56
Denn zuvor feierte Ayrton Senna von 1989 bis 1993... Bild 52 von 56
...fünf Siege in Folge. Mit insgesamt sechs Siegen... Bild 53 von 56
...ist Senna bis heute Rekordsieger in Monte Carlo. Bild 54 von 56
Neben Jochen Rindt, der 1970 triumphierte, ist Niki Lauda bis dato der einzige Österreicher, der in Monaco siegreich war. Bild 55 von 56
Er gewann in den Jahren 1975 und 1976. Bild 56 von 56
Textquelle: © LAOLA1.at

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