Alonso und McLaren vor Spielberg in der Krise

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Vor dem Grand Prix von Österreich in Spielberg am kommenden Wochenende befinden sich Fernando Alonso und McLaren in der Krise.

Zuletzt in Frankreich schieden beide Wagen aus, es war das dritte Rennen in Serie ohne Punkte für einen McLaren-Fahrer. Alonso machte seinen Unmut mehrmals am Boxenfunk deutlich.

"Das war bei weitem die schlechteste Leistung des Jahres. Ich hoffe wirklich, wir sind in Österreich wieder in Form", sagte Alonso nach seinem Aus in Le Castellet.

Mit ätzenden Botschaften hatte er bereits in den drei Jahren zuvor seinem Ärger über den überforderten Motorenbauer Honda Luft gemacht.

Schließlich trennte sich McLaren von den Japanern, der Wechsel zu Renault kostete rund 85 Millionen Euro. Stand jetzt aber hat er kaum etwas gebracht, weil den früheren Titelhamstern das neue Chassis ziemlich missraten ist.

"Wir wissen, dass wir hinterherfahren"

"Wir wissen, dass wir hinterherfahren. Ich denke, wir haben die Bereiche identifiziert, in denen wir Probleme haben. Es ist die Aerodynamik", meinte Brown. "Wir müssen es auf der Rennstrecke beheben, weil es im Windkanal nicht reproduzierbar ist."

Im April war bereits Chassis-Chefentwickler Tim Goss von seinen Aufgaben entbunden worden. In Frankreich testete McLaren im Training verschiedene Flügelkonfigurationen und experimentierte beim Unterboden. Auch beim Österreich-Rennen in Spielberg an diesem Wochenende wird die Suche weitergehen.

"Wir sind auf einer Reise und noch nicht da, wo wir sein wollen", erklärte Renndirektor Eric Boullier, der in seinem fünften Jahr bei McLaren im Zentrum der "Freddo-Affäre" steht. Als Bonus für ihren anhaltenden Kampf gegen die Dauerkrise auf der Rennstrecke hatten Team-Mitarbeiter zuletzt Schokofrösche der britischen Marke Freddo erhalten - und fühlten sich gefrotzelt. Anonym beschrieben einige McLaren-Angestellte im englischen Boulevardblatt "Daily Mail" das Betriebsklima als "vergiftet" und die Teamspitze als "ahnungslos".

Alonso: "Ich vertraue dem Team"

Wie lange sich Alonso die Scherereien noch antut, steht in den Sternen. "Ich vertraue dem Team", beteuert er fast gebetsmühlenartig. Doch seit seinem Sieg in Le Mans haben die Spekulationen um einen Formel-1-Ausstieg zum Jahresende Fahrt aufgenommen.

Im nächsten Jahr könnte sich Alonso ganz auf seinen zweiten Versuch konzentrieren, die 500 Meilen von Indianapolis zu gewinnen und damit die sogenannte "Triple Crown" des Motorsports perfekt zu machen. Siege in Monaco, Le Mans und bei den Indy 500 - das hat bisher nur Graham Hill geschafft.

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Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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