Überraschung! Ricciardo verlässt Red Bull

Überraschung! Ricciardo verlässt Red Bull Foto: © GEPA
 

Eine spannende Personalie der Formel 1 findet ein doch überraschendes Ende: Daniel Ricciardo verlässt mit Saisonende Red Bull Racing.

Ab 2019 wird er für Renault an den Start gehen. Bei den Franzosen unterschreibt der Australier einen Vertrag über zwei Jahre. "Das war eine der härtesten Entscheidungen meiner Karriere", sagt Ricciardo. "Aber es war Zeit für eine neue Herausforderung."

Bei Renault wird er wohl den Platz von Carlos Sainz übernehmen. Dem Spanier soll einerseits ein Angebot von McLaren vorliegen. Aber auch ein Cockpit-Tausch mit Ricciardo ist möglich: Sainz ist von Red Bull an Renault nur "ausgeliehen". Er könnte damit 2019 für Red Bull Racing an den Start gehen.

Seit 2008 in der "Red-Bull-Familie"

Ricciardo war seit 2008 Teil des Red-Bull-Teams. Zunächst im Nachwuchs-Programm, danach für zwei Jahre als Junior bei Toro Rosso. 2014 stieg er als Ersatz für Sebastian Vettel intern auf und übernahm dessen Platz im Einser-Team.

Bisher feierte er sieben Siege und erreichte 29 Podestplätze.

"Wir akzeptieren die Entscheidung von Daniel, Red Bull Racing zu verlassen", kommentiert Teamchef Christian Horner. "Wir wollen ihm für seinen Einsatz und die Rolle, die er in unserem Team gespielt hat, danken."

Red Bull hat noch keinen Ersatz

Ein Ersatz ist vorerst noch nicht fixiert: "Wir werden nun weiter unsere zahlreichen Optionen evaluieren, bevor wir entscheiden, wer 2019 Teamkollege von Max Verstappen wird", so Horner. Neben Sainz gilt auch der derzeitige Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly als möglicher Anwärter auf ein Cockpit.

"Bis dahin stehen noch neun Rennen in der Saison 2018 am Programm und wir sind voll darauf fokussiert, die Chancen von Max und Daniel für die weitere Saison zu maximieren."

Marko: "Das Telefon klingelt ununterbrochen"

"Daniel war fast zehn Jahre, also fast seine gesamte Rennfahrer-Karriere, bei uns und hat eine Veränderung und neue Motivation gesucht", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko im Gespräch mit der APA zum Abgang Ricciardos, dessen Kontrakt mit Saisonende ausläuft.

"Wir haben immer gesagt, dass es für beide Seiten passen muss. Für uns ist das kein Problem, wir haben genügend Alternativen", betonte der 75-jährige Steirer. Nachsatz: "Das Telefon klingelt ununterbrochen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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