Brasilien-GP: Nächster Vorfall trotz mehr Security

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Nach dem bewaffneten Raubüberfall auf einen Minibus des Mercedes-Teams am Freitag sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Formel-1-Rennstrecke in Sao Paulo drastisch erhöht worden. Dennoch kam es am Tag darauf zu einem weiteren Vorfall.

Mitglieder der Sauber-Crew wurden beim Verlassen der Rennstrecke von einem Auto gerammt, die Angreifer versuchten den Team-Bus zum Anhalten zu bringen. Sauber-Renn-Ingenieurin Ruth Boscombe twitterte ein Bild mit dem am Bus entstandenen Schaden.

"Seid beim Verlassen der Strecke vorsichtig. Wir sind gerade von einem Auto gerammt worden, dass versuchte uns zu stoppen. Obwohl wir zu einer ungewöhnlich Zeit (Spät) gefahren sind. Sie sind uns entweder gefolgt oder wurden informiert."

Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht

"Die Polizei wird mit schwerer Verstärkung für den Rest (der Veranstaltung) im Einsatz sein", teilt der Automobil-Weltverband (FIA) mit. Die Zahl der Sicherheitskräfte hatte sich bereits am Samstag spürbar erhöht.

"Es sah aus, als sei Bürgerkrieg ausgebrochen, so viel Polizei war unterwegs, als wir zur Strecke kamen", berichtet Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Samstagabend.

Die Behörden reagierten damit auf den Überfall, der sich am Freitagabend ereignet hatte. "Es muss ein wirklich beängstigender Moment gewesen sein", sagte Wolff. Acht Insassen befanden sich in dem Wagen, der von den bewaffneten Räubern gestoppt wurde.

Einige hatten aussteigen müssen, Wertsachen und Reisepässe wurden gestohlen. Weltmeister Lewis Hamilton hatte sich danach für Maßnahmen stark gemacht. "Ich bin seit zehn Jahren in der Formel 1 und das Frustrierendste ist, dass es jedes Jahr irgendeinem im Fahrerlager passiert."

Einen versuchten Überfall hatte es am Freitagabend auch noch auf einen gepanzerten Wagen mit Mitgliedern der FIA gegeben. Der Automobilverband hat daraufhin Sicherheitshinweise an alle Journalisten ausgegeben, sich beim Verlassen des Geländes neutral zu kleiden, die Akkreditierungen abzulegen und auch die Parkscheine aus dem Auto entfernen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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