Halbzeit in der Formel 1: Das fiel auf

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Halbzeit in der Formel-1-Saison 2017: 10 von 20 Rennen sind absolviert.

Im ersten Halbjahr unter der neuen Führung hat sich in der Königsklasse viel geändert, sowohl auf der Strecke als auch abseits davon.

Fünf Brennpunkte der ersten Saison-Hälfte:

Unerwartet enger WM-Kampf

Wer hätte gedacht, dass Lewis Hamilton und Sebastian Vettel zur Halbzeit der Saison 2017 nur ein einziger Punkt in der Fahrer-WM trennt. Das Weltmeister-Team startete holprig in die Saison, kämpfte immer wieder mit Setup-Problem. Ferrari dagegen machte im Vergleich zum Vorjahr einen großen Sprung und überraschte vor allem mit guten Performances im Rennen. Mercedes bekam seine Probleme im Laufe der Saison aber immer besser unter Kontrolle, präsentiert sich vor allem in den Qualifyings stark. In den vergangenen vier Rennen stand drei Mal ein Silberner ganz oben. Eine Trendwende im Titelkampf? "Das Pendel schwingt einmal in die eine, dann wieder in die andere Richtung", glaubt Hamilton an eine enge Titelentscheidung. Hier geht’s zum WM-Stand >>>

Glücksgriff Bottas

Von der Notlösung zum WM-Anwärter. Mercedes schenkte nach dem überraschenden Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg dem früheren Williams-Piloten Valtteri Bottas das Vertrauen – und wurde bisher nicht enttäuscht. Der Finne überrascht mit seinen guten Ergebnissen, war seine Vorbereitung auf das Mercedes-Engagement vor dem Jahr doch eine kurze. In Bahrain und Spielberg konnte er seine ersten beiden Grand-Prix-Siege einfahren, seither mischt der erwartete Mitläufer in der WM mit. Bottas liegt zur Halbzeit 23 bzw. 22 Punkte hinter dem Führungs-Duo Vettel und Hamilton.

Frischer Wind in der F1

Seit dem Ende der Ära von Bernie Ecclestone weht ein frischer Wind durch die Formel 1. Die ersten Maßnahmen des neuen Eigentürmers Liberty Media tragen langsam Früchte. So scheint die Formel 1 endlich im 21. Jahrhundert angekommen zu sein – zumindest was die Vermarktung angeht. Abgesehen von den verstärkten Aktivitäten in den sozialen Medien (strenge Bestimmungen für Teams wurden gelockert) bemüht sich der ganze Tross intensiv um mehr Nähe zu den Fans. Bestes Beispiel dafür ist die Aktion von Ferrari in Barcelona:

Um die Formel 1 sportlich attraktiver und vor allem ausgeglichener zu machen, plant Liberty unter anderem eine Kostenbremse einzuführen. Spätestens nach Ende des Concorde-Abkommens Ende 2020 sollen die Zahl der Mitarbeiter und die Produktionskosten begrenzt werden. Das sind die Pläne von Liberty Media für die Formel 1.

So viel kassieren die Formel-1-Teams im Jahr 2017:

Bild 1 von 11

Platz 10: Haas F1 Team - 19 Millionen US-Dollar

Bild 2 von 11

Platz 9: Sauber - 49 Millionen US-Dollar - -10% im Vergleich zu 2016

Bild 3 von 11

Platz 8: Renault - 52 Millionen US-Dollar - -19% im Vergleich zu 2016

Bild 4 von 11

Platz 7: Toro Rosso - 59 Millionen US-Dollar - +3% im Vergleich zu 2016

Bild 5 von 11

Platz 6: Force India - 72 Millionen US-Dollar - +7% im Vergleich zu 2016

Bild 6 von 11

Platz 5: Williams - 79 Millionen US-Dollar - +7% im Vergleich zu 2016

Bild 7 von 11

Platz 4: McLaren - 97 Millionen US-Dollar - +18% im Vergleich zu 2016

Bild 8 von 11

Platz 3: Red Bull Racing - 161 Millionen US-Dollar - +12% im Vergleich zu 2016

Bild 9 von 11

Platz 2: Mercedes - 171 Millionen US-Dollar - +0% im Vergleich zu 2016

Bild 10 von 11

Platz 1: Ferrari - 180 Millionen US-Dollar - -9% im Vergleich zu 2016

Bild 11 von 11

Seuchen-Saison von McLaren-Honda

"No Power!" Der Ausfall von Fernando Alonso beim GP von Großbritannien war bezeichnend. Für McLaren-Honda ist die Saison 2017 bis dato eine einzige Katastrophe. In zehn Rennen konnte das Team gerade einmal zwei Punkte einfahren. Stoffel Vandoorne kam in fünf Grand Prix ins Ziel, Platz 12 war aber das Maximum. Alonso sah nur vier Mal das Ziel, punktete aber mit Rang neun in Baku immerhin. Der Spanier will im Herbst über seine Zukunft entscheiden, sein Vertrag läuft mit Ende des Jahres aus. Er deutete zwar bereits an, bleiben zu wollen, jedoch nur mit einem konkurrenzfähigen Auto für 2018. Ob Alonso bei McLaren bleibt, hängt also wohl davon ab, mit welchem Motor das Team in die neue Saison geht. Eine Auflösung des Vertrags mit Honda und ein Wechsel zu Ferrari-Antrieben steht im Raum. In Spielberg wollte man bei McLaren-Honda davon allerdings nichts wissen.

Chance auf Österreicher in F1 steigt

Die rot-weiß-roten Motorsport-Fans dürfen sich seit langer Zeit wieder berechtigte Hoffnungen auf einen Österreicher in der Formel 1 machen. Mit Rene Binder sitzt ein Tiroler im Oktober erstmals in einem F1-Cockpit, der 25-Jährige absolviert auf Wunsch von Renault einen Test. Binders Landsmann Lucas Auer wird seit geraumer Zeit mit einer Teilnahme am Young-Driver-Test am 1. und 2. August in Ungarn in Verbindung gebracht. Die besten Karten scheint der DTM-Pilot, der laut eigenen Aussagen mit mehreren Teams spricht, bei Force India zu haben. Beim F1-Rennstall hält man große Stücke auf Auer:

Man darf gespannt sein, was die zweite Saison-Hälfte der Formel 1 bringt. Weiter geht es am 30. Juli mit dem Grand Prix von Ungarn in Budapest, danach steht die Sommerpause an.

Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1: Hamilton antwortet mit Sieg seinen Kritikern

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare