DTM-Boss Berger von Mercedes-Ausstieg geschockt

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Die Nachricht über den Ausstieg von Mercedes mit Ende der Saison 2018 versetzt die DTM in einen Schockzustand.

"Die Nachricht hat mich am Montag getroffen wie ein Keulenschlag", sagt der erst kürzlich zum neuen Chef des DTM-Vermarkters ITR bestellte Gerhard Berger bei "Auto Bild Motorsport".

Bereits am letzten Rennwochenende in Moskau habe es "gewisse Schwingungen" gegeben, "aber richtig gewusst vom Mercedes-Ausstieg hat niemand etwas".

Berger fordert Ruhe: "Nicht in Panik verfallen"

Noch bei den Rennen am Norisring Anfang des Monats versicherte Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz, dass keiner der drei Hersteller die DTM verlassen werde, umso größer war die Überraschung am Montagabend über den Rückzug.

Wie "Motorsport-Total.com" berichtet, sei die Entscheidung bei Mercedes vergangene Woche gefallen. Berger übt sich im Hinblick auf die Zukunft der Serie in Zweckoptimismus.

"Jetzt muss man in die Hände spucken und die neue Situation als Herausforderung sehen. Man darf nicht in Panik verfallen", so der Tiroler, dessen Neffe Lucas Auer in der Gesamtwertung aktuell auf Position drei liegt.

Hoffen auf Hersteller aus Asien

Nach der Abschiedsankündigung haben sich die beiden verbliebenen Hersteller BMW und Audi bislang noch nicht zur DTM bekannt. Beide engagieren sich künftig auch in der Formel E - so wie es Mercedes ab 2019/20 tun wird.

Als sich Opel 2005 aus der DTM verabschiedete, waren von 2006 bis 2011 mit Audi und Mercedes bereits nur zwei Hersteller in der Serie unterwegs. Mit einer geplanten Einführung von Einheitsmotoren ab der Saison 2019 wäre die Tür für Hersteller aus Asien offen.

Da auch Reglements der Tourenwagenserien in Asien, Amerika und der DTM vereinheitlicht werden sollen und die Fahrzeuge der japanischen Super-GT-Serie jenen in der DTM sehr ähneln, wäre ein Einstieg von Honda, Lexus oder Nissan nicht unrealistisch.

"Mercedes hat den Ausstieg mit weitem Vorlauf für Ende 2018 angekündigt. Damit bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen", sagt Berger.


Textquelle: © LAOLA1.at

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