Kontinuität als Erfolgsgeheimnis

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Koller lebt Kontinuität und ignoriert die Liga

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Kontinuität ist und bleibt ein Zauberwort im Fußball.

Die Stetigkeit, eine homogene Truppe mit einem nahezu gleichbleibenden Betreuerstab weiter zu entwickeln, ist zudem das große Erfolgsgeheimnis vieler Top-Mannschaften. So gesehen muss man dem ÖFB zum Auftakt des EURO-Jahres gratulieren.

Bei der Pressekonferenz vor den ersten Testspielen der Nationalmannschaft gibt Präsident Leo Windtner bekannt, dass er den Teamchef-Vertrag mit dem Schweizer Marcel Koller bis zur WM 2018 in Russland verlängert hat. Ein richtiges und wichtiges Signal, noch ehe der erste Kader für das EM-Jahr nominiert wird.

Wie der ÖFB mit der Personalentscheidung, so setzt auch Koller mit der Auswahl seiner Spieler auf Kontinuität. Wer sich großartig Änderungen bzw. Experimente im Kader erwartet hat, wird enttäuscht. Einzig der Ötztaler Alessandro Schöpf schafft im Aufgebot  für die Tests gegen Albanien und Türkei den Sprung auf den in Richtung Frankreich rollenden EM-Zug.

Schöpf erhält gegenüber dem Rapidler Florian Kainz den Vorzug, soll allerdings eine andere Position ausfüllen. Auch da zeigt sich die Stetigkeit des 55-jährigen Teamchefs: Mit FAK-Tormann Robert Almer, der am Sonntag nach fünfmonatiger Verletzungspause beim Spiel in Graz sein Comeback feierte, findet sich in der 23 Spieler umfassenden Auswahl gerade einmal ein Spieler, der in Österreichs Bundesliga sein Geld verdient.

Koller, der  - sollte er seinen neuen Vertrag abdienen - wohl zum ÖFB-Teamchef mit den zweitmeisten Länderspielen hinter dem legendären Hugo Meisl (128 Spiele zwischen 19013 und 1939) aufsteigt, wird es nie öffentlich aussprechen, aber seine Meinung über den heimischen Liga-Kick präsentiert er mehr als deutlich mit der Nominierung seiner Auswahl. Frei nach dem Motto: Ein Kader sagt mehr als 1000 Worte!

Hieß es früher, ein Spieler muss bei Rapid oder Austria auffallen, um eine Chance auf eine Teamberufung zu bekommen, so gilt unter Koller, der seit 1. November 2011 im Amt ist und bislang 35 Länderspiele zu Buche stehen hat, ganz klar: Wer ins ÖFB-Team will, der braucht einen Vertrag im Ausland. Auch das hat Kontinuität.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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