Ligaformat? Bitte nachdenken!

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Nachdenken ist nicht nur erlaubt

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Stichtag 15. März.

Bis dahin müssen die Vereine der beiden höchsten Spielklassen ihre Lizenzunterlagen bei der Bundesliga einreichen.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass mit diesem Termin – wieder einmal – das große Zittern beginnt.

Die Zahl der Klubs, für welche diese Überprüfung der Tauglichkeit einer Teilnahme am Profibetrieb eine reine Formsache ist, war schon einmal größer – und das ist die enorm freundliche Formulierung eines Struktur-Problems, dem mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Denn die Schwierigkeiten fangen nicht in Salzburg bei der Austria an und hören in Klagenfurt bei der Austria auf. Rund die Hälfte der 19 Profivereine (Liefering zu Red Bull Salzburg gerechnet) wird oder wurde im Laufe dieser Saison mit finanziellen Engpässen in Verbindung gebracht, mit teilweise extrem beschränkten finanziellen Mitteln arbeitet ohnehin die Mehrheit.

Und das in einer Zeit, in der die Verdienstmöglichkeiten für Kicker im heimischen Profibetrieb nicht gerade einem Schlaraffenland gleichkommen.

Und das in einer Zeit, in der immer weniger Amateurklubs den Sprung ins Profigeschäft anstreben.

Die Diskussion über das Ligaformat ist eine dahin schwelende. Es wird Zeit, ihr wieder mehr Leben einzuhauchen.

Mal abgesehen von der chronischen Unzufriedenheit mit dem Produkt, das vom Kunden derzeit weder im Oberhaus (Stichwort Provinzklubs) noch im Unterhaus (viel ist von der „besten Ersten Liga aller Zeiten“ nicht übrig geblieben) nach Wunsch angenommen wird, erzwingt dies alleine die finanzielle Situation.

Denn wenn sich diverse Standorte schon diese Schmalspur-Variante an Profibetrieb nur mit Ach und Krach leisten können, herrscht Handlungsbedarf.

Für die Vereinigung der Fußballer ist die derzeitige Situation nicht mehr zu verantworten, weshalb deren Vorsitzender Gernot Zirngast in der „Kleinen Zeitung“ die Forderung nach nur einer Profiliga wiederholt.

Wichtig und richtig ist, dass er sich dabei nicht auf eine fixe Zahl an Teilnehmern festlegt – etwa die vielerorts beliebte Variante der Sechzehner-Liga, sondern überprüft wissen will, wie viele Vereine sich in Österreich Profifußball überhaupt leisten können. Erst dann solle über das genaue Ligenformat diskutiert werden.

Man muss auch hier kein Prophet sein, dass eine ernsthafte Überprüfung womöglich kein sonderlich erfreuliches Ergebnis ergeben würde.

Wird es zu einer solchen Evaluierung kommen? Eher nein, sofern das Lizenzierungs-Verfahren einen halbwegs glimpflichen Ausgang nimmt. Dann werden weder Bundesliga noch ÖFB einen Anlass sehen, das derzeitige bis 2020 in Stein gemeißelte Format zu hinterfragen.

Dabei wäre ein Nachdenken über Reformen angesichts der derzeitigen Lage nicht nur erwünscht, sondern in Wahrheit dringend notwendig.

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