Im Grunde ändert sich nichts

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Im Grunde wird sich nichts ändern

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Franco Foda sieht sich in einer schwierigen Situation.

"Wir haben seit meiner Rückkehr vor eineinhalb Jahren immer wieder wichtige Spieler abgegeben", sagt der 49-Jährige im LAOLA1-Interview. Immer wieder?

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben Sturm folgende Spieler in einer Transferperiode verlassen: David Schloffer, Marc-Andre Schmerböck, Daniel Beichler, Igor Oshchypko, Andreas Pfingstner und Benedikt Pliquett.

Das war im Sommer 2015. Ihnen gegenüber standen sieben Neuzugänge, darunter Wunschspieler wie Kristijan Dobras, Marvin Potzmann oder Sascha Horvath. Sturm hat also vor der Saison keinen einzigen Stammspieler verloren, der Kader wurde sogar verbreitert.

Jetzt hat Sturm mit Madl und Hadzic wirklich wichtige Spieler abgegeben, im Herbst war mit beiden aber auch nicht mehr drin als Platz vier. Das muss man eben irgendwie geschickt erklären.

Aber gut. Jetzt sind andere gefordert. Zum Beispiel Nachwuchs-Spieler. Wer ist dafür prädestinierter, diese einzubauen, als "Talenteschmied" (Zitat "Sturm-Echo aktuell") Franco Foda? Mit der Formel 17+8 hat sich der Verein bei der Generalversammlung nun sogar selbst vorgeschrieben, dass eine gewisse Anzahl an jungen Spielern im Kader stehen muss.

Abgesehen von Gruber kam keiner der Genannten zu regelmäßigen oder überhaupt irgendwelchen Einsätzen im Herbst.

"Aber das war auch früher schon so. Da waren Schützenauer, Gruber, Ehmann, Lovric, Rosenberger und Schnaderbeck dabei", sagt Foda. Ein Blick auf die Einsatzstatistik zeigt: Abgesehen von Gruber kam keiner der Genannten zu regelmäßigen oder überhaupt irgendwelchen Einsätzen im Herbst.

Gerne erinnert man sich in Graz an Prödls, Beichlers und Jantschers zurück. Wenn gab es da noch? "Stefan Stangl hat damals bei mir in Athen mit 19 Jahren Europa League gespielt. Ich habe danach den Verein verlassen und mein Nachfolger Peter Hyballa wollte diesen Spieler nicht."

Stangl hat damals tatsächlich im Europacup gespielt. Gegen AEK Athen. Ein Mal. Danach nie wieder unter Foda. Er verließ den Klub "auf ausdrücklichen Wunsch des Spielers", wie der damalige Sportdirektor Hans Lang erklärte, im Winter Richtung Grödig. Mittlerweile ist er Stammspieler bei Rapid.

Letztlich macht Foda Werbung in eigener Sache, wenn er sagt: "Es braucht auch Kontinuität im Trainer-Sektor." Alles deutet derzeit darauf hin, dass dieser Forderung in Graz Folge geleistet wird. Wie sich die neu definierte 17+8-Regel auf sein Tun auswirken soll, hat er auch gesagt: "Im Grunde wird sich nichts ändern."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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