UEFA hält an Boykott fest, CAF unterstützt Infantino
Die UEFA hält nach der Krisensitzung der FIFA am Boykott fest, Unterstützung erhält FIFA-Präsident Gianni Infantino hingegen aus Afrika.
Nachdem Gianni Infantino nach der FIFA-Krisensitzung weiterhin "volle Unterstützung" aus den Reihen des Weltverbands genießt, beharrt die UEFA auf ihren Boykott-Drohungen.
Nach FIFA-Krisensitzung: "Volle Unterstützung" für Infantino >>>
Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärt der europäische Verband: "Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden."
Für die UEFA sei jedoch weiterhin klar, dass der FIFA-Präsident das Vertrauen verloren hat: "Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des FIFA-Präsidenten (deren Karriere von seiner Gunst abhängt) ihm zustimmen, ändert nichts daran."
Gegenwind für Infantino auch von CONMEBOL
Gegenwind bekommt Infantino auch vom südamerikanischen Verband. In einem Statement auf der Website von CONMEBOL sei man besorgt "über die wiederholten einseitigen Maßnahmen zum Ausdruck, die ergriffen wurden, ohne auf den Dialog oder die vorgesehenen institutionellen Mechanismen zur Behandlung solcher Situationen zurückzugreifen."
Innerhalb von wenigen Tagen hätte sich das Bild im Fußball gewandelt: "Stand der Fußball durch die Austragung eines außergewöhnlichen Sportereignisses noch im Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit, konzentriert sich die öffentliche Debatte nun auf Fragen seiner Governance."
Im Bezug auf die kommende FIFA-Präsidentschaftswahl bleibt Südamerika hart: "Infolgedessen wird die CONMEBOL keine Handlungen oder Verfahren unterstützen, die diese institutionellen Mechanismen ignorieren oder von ihnen abweichen."
CAF unterstützt FIFA-Präsident
Andere Töne gibt es dagegen aus Afrika: "Das CAF-Exekutivkomitee bekräftigte einstimmig seine Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino und dankte ihm für seine jahrelange Unterstützung des afrikanischen Fußballs."
Präsident Dr. Patrice Motsepe "begrüßt und unterstützt die 'Gemeinsame Aktualisierung' von FIFA-Präsident Gianni Infantino und Generalsekretär Mattias Grafström. Die CAF wird sich weiterhin darauf konzentrieren, den afrikanischen Fußball zu einem der besten der Welt zu machen, und bekräftigt ihr Engagement für die Einhaltung globaler Best Practices in den Bereichen Governance, Transparenz und Rechnungsprüfung."