"Sehr spezielle Erfahrung": ÖFB-Legenden schwärmen von Ronaldinho
Nach dem 7:7 zwischen dem Team Ronaldinho und Copa Pele schwärmen die Beteiligten von der Qualität der internationalen Legenden.
Es war ein legendärer Fußballabend in Klagenfurt!
Das Team Ronaldinho und das österreichische Legendenteam Copa Pele trennen sich beim Ronaldinho's Legends Cup mit 7:7 (zum Spielbericht >>>)
Nach dem Torspektakel stehen allerdings weniger das Ergebnis als die Begegnungen mit den internationalen Fußball-Legenden im Mittelpunkt.
Kuljic: "Ronaldinho war immer mein Lieblingsspieler"
Für Sanel Kuljic ist die Partie auch persönlich etwas Besonderes. Der ehemalige 20-fache ÖFB-Teamspieler durfte erstmals seit vielen Jahren wieder vor einer derartigen Kulisse auflaufen.
"Es war das erste Mal nach vielen Jahren, dass man vor so vielen Zuschauern spielt", erzählt der 48-Jährige. Besonders die internationalen Stars hätten dabei ihre Klasse gezeigt.
"Ronaldinho, Wesley Sneijder, Karagounis haben heute richtig aufgetrickst. Ronaldinho vielleicht ein bisschen weniger, also der kann sicher mehr, aber es war natürlich auch für uns schon ein Highlight."
Beim Brasilianer wird Kuljic selbst zum Fan: "Ich glaube, Ronaldinho ist für jeden ein Begriff und der war immer schon mein Lieblingsspieler. Das war eine geile Sache."
Auch von Wesley Sneijder zeigt sich Kuljic beeindruckt. "Man sieht das schon bei der Ballannahme. Der ist immer noch richtig spritzig, spielt scharfe Bälle. Ein super rechtes Bratzerl. Hut ab."
Klein: "Das war schon etwas Besonderes"
Auch Florian Klein verbindet mit Ronaldinho besondere Erinnerungen. "Ronaldinho war für meinen Jahrgang der beste Spieler, den es gegeben hat. In meiner Jugend haben das alle Jungs, die ich gekannt habe, so gesehen", sagt der 45-fache ÖFB-Teamspieler.
"Er hat vieles verbunden: Show und trotzdem Effektivität. Er war wirklich ein Idol, dem man nachgeeifert hat. Er ist natürlich eine prägende Figur im Fußball, das war schon etwas Besonderes."
Maierhofer: "Das ist schon sehr speziell"
Auch Stefan Maierhofer, der mit zwei Treffern maßgeblich zum 7:7 beiträgt, ist von der Qualität der Gegner angetan.
"Die erste Halbzeit hat man gesehen, was für eine Qualität die haben", so der 44-Jährige. Viele der Spieler hätten den Fußball über Jahre geprägt. "Das sind Weltstars von Barcelona, Real Madrid, Inter Mailand, Ajax Amsterdam. Also das ist schon richtig Qualität."
Besonders Sneijder sei ihm aufgefallen. "Bei der ersten Ballberührung siehst du gleich, wie der den Ball annimmt, was für eine Bewegung er auch macht. Der weiß, wo er den Ball hinhaben will, und dann kommt er da auch hin. Das ist schon sehr speziell."
Jantscher: "14 Tore zu sehen, war cool"
Für Jakob Jantscher wird der Abend durch seinen späten Ausgleich zum 7:7 zusätzlich besonders. "Ich glaube, dass es ein sehr, sehr cooles Event war. Auch für die Zuschauer war es cool, 14 Tore zu sehen."
Auch der 37-Jährige habe Ronaldinho als Jugendlicher bewundert: "Ich verbinde mit Ronaldinho viele Kindheitserinnerungen. Er war ein ganz besonderer Spieler, ein unglaublicher Fußballer."
Von Sneijder zeigt sich Jantscher ebenfalls angetan: "Abschlusstechnisch ist der noch immer top. Wie der den einen reingehaut hat, das war schon etwas Besonderes."
Sneijder spielt mit Sohnemann groß auf
Sneijder selbst liefert anschließend eine Erklärung für seine starke Vorstellung. "Ich habe es immer drauf, aber manchmal will der Körper nicht. Aber das Spielverständnis ist hier oben im Gehirn, das wird auch nie weggehen", sagt der 134-fache niederländische Teamspieler.
Nach einem Tackling, das zu einem Elfmeter führte, habe er allerdings Probleme mit dem Bein bekommen. Sein persönliches Highlight war ohnehin ein anderes: Sein elfjähriger Sohn Xess Xava erzielte ebenfalls einen Treffer.
Ob der Nachwuchs eines Tages besser werden könne als sein Vater? "Das hoffe ich. Er wird sehr gut werden, vielleicht wird er besser werden als ich."
Der Sohn selbst bewertet die Leistung seines Vaters mit einer glatten "10" – schiebt aber mit einem Augenzwinkern nach: "Vielleicht doch eine 9", schließlich habe das Tackling Sneijder etwas zurückgeworfen.
Hernanes genießt "fantastischen" Abend
Aufseiten des Teams Ronaldinho genießt auch Hernanes den Abend in Klagenfurt. Für den 27-fachen ehemaligen brasilianischen Nationalspieler ist es bereits der zweite Österreich-Besuch.
"Es war ein gutes Freundschaftsspiel mit Freunden und Legenden. Es war großartig, Ronaldinho wieder einmal zu treffen", sagt der 41-Jährige. Besonders speziell sei für ihn das Zusammenspiel mit Ronald de Boer gewesen.
"Ich habe ihm damals als 15-Jähriger beim Kicken zugeschaut."
Auch von Klagenfurt zeigt sich Hernanes begeistert. "Es war alles fantastisch. Der See und die Berge gefallen mir." Besonders der Spieluntergrund habe es ihm angetan: "Der Rasen war unglaublich, einfach perfekt, um Fußball zu spielen."
Dass seine Mannschaft den Sieg nach einer 7:4-Führung noch aus der Hand gibt, kann Hernanes verschmerzen. "Das Wichtigste in dieser Art von Matches ist, dass die Zuschauer Spaß haben. Ich denke, die 14 Tore haben da sicher dazu beigetragen. Natürlich wollen wir grundsätzlich immer gewinnen, aber das hat dann heute schon so gepasst."