Vienna-Fans kritisieren den Vereinsvorstand

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Auch bei kleineren Wiener Vereinen ist man sich beim Thema Pyrotechnik mit den Fans uneins.

Der First Vienna FC kritisierte nach dem "Derby of Love" beim Wiener Sport-Club (1:1) die eigenen Anhänger. Der Einsatz von Pyrotechnik sei bei der Bearbeitung der Herausforderungen des Vereins "kontraproduktiv". "Sie schaden dem Verein sowohl wirtschaftlich als auch unserem Image. Damit werden unsere Anstrengungen für eine erfolgreiche Zukunft unseres gemeinsamen FIRST VIENNA FC 1894 torpediert", so der Verein in einer Aussendung.

"Sollte es weiterhin Pyrotechnik-Einsätze geben, müssen wir entsprechende Konsequenzen ziehen und werden die verantwortlichen Personen zur Rechenschaft ziehen."

Wirtschaftlicher Schaden sei überschaubar

Vorwürfe, die man sich von Seiten der Fans aber nicht gefallen lassen will. Von den "Vienna Wanderers" kommt nun ein Antwortschreiben.

"Beim Lesen dieser Stellungnahme des Vereinspräsidiums bezüglich des Einsatzes von Pyrotechnik müssen wir uns alle nach der Professionalität der agierenden Personen fragen", so die Fangruppierung.

VIDEO - Das "Derby of Love" sorgt immer für Besucheransturm:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)

"Die Strafe wurde mit 1.500 Euro zu Lasten der Vienna festgesetzt, wobei sich die Höhe vermutlich daraus ergibt, dass bereits beim Heimderby 2015 eine geringe Strafe von 500 Euro verhängt wurde. Somit besteht zwar dieser wirtschaftliche Schaden, er ist mit 2.000 Euro innerhalb von zwei Jahren aber eher überschaubar als wirklich besorgniserregend oder gar bedrohlich", beschwichtigt man.

Eine Handvoll Seitenhiebe auf den Vorstand

Auch den angeblichen Imageschaden kann man bei den "Wanderers" nicht nachvollziehen.

"Welcher Schaden ist entstanden? Woher? Keine Antwort. [...] Auf diese Weise wird das simple Abbrennen von Fackeln und Rauchtöpfen in tiefster Boulevardmanier mit Gewaltakten gleichgesetzt. Ein Bild, von dem wir weit entfernt sind. Ganz im Gegenteil: Alle Anwesenden haben vorbildlich darauf geachtet, niemanden zu gefährden. Nicht einmal die reichlich anwesenden 'szenekundigen Polizeibeamten' sahen Gründe, sich zu Wort zu melden."

Negative Berichte seien überhaupt erst nach der Aussendung des Vereins aufgekommen: "In völlig überzogenem Maß ist man in dieser Sache den Fans mit dem 'Oasch' ins Gesicht gefahren."

Ganz im Gegenteil gibt es eine Erwiderung: "Es sind die Aktionen der aktiven Fanszene, wie Spendensammlungen, Sozialtickets, das Ausmalen des Stadions und die vielen bunten Choreographien, die das positive Image der Vienna-Fans in der Öffentlichkeit verankert haben. Daran werden wir auch weiterhin arbeiten und vor allem werden wir uns nicht das sprichwörtliche Hackl ins Kreuz hauen lassen. Denn wie in der Vergangenheit sind es jene Personen in den gepolsterten Schalensitzen, die das Image des Vereins über Jahre durch Unfähigkeit, Korruption, Machtspielchen und einem eklatanten Mangel an professioneller Arbeit nachhaltig schädigen. Nicht aktive Fans sind es, die Sponsoren abschrecken, sondern eine lange Reihe an unfähigen und korrupten Figuren, die die Vienna lediglich als ein Vehikel betrachten, sich selbst und ihre Netzwerke zu bereichern. Hier in alte Muster zu verfallen, das ist die wirkliche Bedrohung."

Auch die Verzögerungen rund um die Errichtung eines neuen Tribünendachs auf der Hohen Warte, die Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Terminen mit der Vereinsführung und die widersprüchliche Vermarktung von Pyrotechnik seitens des Vereins werden in weiterer Folge angeprangert.

>>> HIER geht es zur Aussendung des First Vienna FC <<<

>>> Hier geht es zum kompletten Schreiben der Vienna Wanderers <<<

Textquelle: © LAOLA1.at

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